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19.02.2002 Autor: KATHRIN 0

Nickelback: Hamburg, Große Freiheit - (16.02.2002)

Ich ärgere mich mittlerweile schwarz, dass ich am 20.08.2001 nicht nach Bremen gefahren bin, um Nickelback dort schon als Support beim 3 Doors Down Konzert zu sehen. Schon damals war ich total begeistert von ihnen und diese Begeisterung kennt seit Sonntag abend kaum noch Grenzen.

Das Konzert in der Großen Freiheit war einfach sensationell, auch wenn es nur 1 1/4 Stunden dauerte. Die Vorgruppe "Vega 4" begann um 21 Uhr und spielte ca. 40 min. Deren Musik kam relativ gut an, aber noch mehr gefiel der Versuch de Sängers, einige Sätze in deutscher Sprache zu sagen. Dann dauerte es noch fast eine 3/4 Stunde bis Nickelback endlich erschienen und mit "Woke up" die Menge absolut zum Kochen brachten.

Das ging dann Schlag auf Schlag so weiter, man hatte kaum Zeit, Luft zu holen, die Songs zu erkennen und sie sich zu merken. Sie spielten bestimmt 14 Songs, davon ca. die Hälfte von "The State" und die andere Hälfte von "Silver Side up". Zudem spielten sie ein bisher unveröffentlichtes Lied "Next Contestant" und einen Song von "Rage against the Machine". Es war einfach genial. Man sah, dass alle riesigen Spaß hatten. Allerdings hätten sie ruhig mehr geöffnete Wasserflaschen in die Menge werfen können, denn wir waren alle völlig verschwitzt und fertig.

Nickelback waren wirklich ihr Geld wert. Es war purer, schnörkelloser und geradliniger Rock, mit dem sie begeisterten. Super Sound, tolle Stimme, genialer Bassist (besonders der Cowboyhut),...
Nachdem sie sich zum ersten Mal verabschiedet hatten, kamen sie nach kurzer Zeit umgezogen zurück, spielten aber nur noch "How You remind me". Zuerst nur Chad und der andere Gitarrist acoustic, dann noch mal von vorne mit der ganzen Band. Einfach klasse. Ich hatte allerdings erwartet, dass sie noch einige Songs mehr spielen würden. Auch ließen sie sich zum Schluss nicht von den Fans feiern, sondern verließen schnurstracks die Bühne. Aber egal.
Selten hat eine Stunde Rockkonzert solchen Spaß gemacht, ich habe jetzt noch Muskelkater in den Beinen.

Das Publikum bestand -Gott sei Dank- größtenteils aus Leuten in einem Alter zwischen ca. 20-28. Ich hatte zuvor schon befürchtet, dass aufgrund des aktuellen Erfolges der Single "Remind me" ziemlich viele jüngere Leute, die nur den einen Song kennen, aufkreuzen würden. Doch dem war glücklicherweise nicht so.
Als ich dann auch noch einen Teil der Setlist, die auf der Bühne geklebt hatte und nach dem Konzert in die Menge geworfen wurde, ergattern konnte, war der Abend absolut gerettet.
Also, an alle, die noch nicht in Hamburg oder gestern in Berlin waren: seht zu, dass ihr noch ein Ticket bekommt und dann bloß ab ins Konzert. Es ist wirklich empfehlenswert.

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