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08.11.2013 Autor: Küstennebel 0

Thees Uhlmann: Leipzig - Werk 2 (06.11.2013)

Der Mittwochabend fing bei der Autofahrt nach Leipzig sehr verregnet an. Doch das war mir egal. Die neue Thees Platte lief auf voller Lautstärke, es wurde sich lautstark eingesungen und warm war es auch noch im Auto. Dann war ich auch schon in Leipzig, direkt vor dem Werk 2. Nach einer gefühlten Ewigkeit vor der Halle ging es dann endlich in die warme Location zum Merchstand. Dort wurde man überfreundlich begrüßt. Andenken eingepackt und schon ging es in die erste Reihe. Weißes T-Shirt und Blue Jeans noch mal zurecht gerückt und schon ging es los.
Und zwar mit versoffenen, augenzwinkernden Singer/Songwriter-Rock von Rob Lynch. Nicht nur die Songs "Whiskey" und "My friends & I" blieben im Gedächtnis hängen, nein auch der Anblick von total zerfetzten Gitarrensaiten beim vorletzten Song, die dann sehr schnell wieder aufgezogen wurden. Selten hat man so viel Energie und britischen Humor auf einer Bühne gesehen und das zelebrierte das Publikum auch mit lauten Applaus.

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann so weit. Das Intro lief, die Band kam nach und nach auf die Bühne und der Meister des heiter melancholischen Songs kam auf die Bühne. Munter wurde "Weiße Knöchel" zum Besten gegeben. Das Publikum war vom ersten Moment an voll dabei. Der nette Herr Uhlmann - diesmal in Jeanshemd, Jeanshose und der berühmten Lederjacke - musste den Publikum gar nicht sagen, dass es mitsingen sollte. Ein jeder tanzte und sang im Banne der Musik. Das Reportoire reichte von "Zum Sterben und Laichen ziehen die Lachse den Fluss hinauf", über "Der Fluss und das Meer", bis hin zu "Am 07. März". Das Set wurde immer mal von interessanten Erzählungen über Leipziger Friseure, St. Pauli und einer Story über Thees' Vater und einem Tanker am Horizont unterbrochen. Bei dem Song "Kaffee & Wein", zu dem es übrigens eine geniale Tasse am Merchstand zu kaufen gab, stand dann das Musikertraumpaar Thees und Tobias allein auf der Bühne und zeigten, wie schön es sein kann, wenn man über eine schlaflose Nacht singt. Den Rausschmeißer gab es dann in Form von "Die Toten auf dem Rücksitz", welches noch mal alle Leute zur aktiven Konzertgestaltung animierte.

Wehmütig trottete ich dann am Ende des Abends zum Auto. In meinem Kopf trug ich die tollen Erinnerungen an einen besonderen Abend mit durch die Leipzigernacht. Es war eine sonnige Nacht, die man nicht so schnell vergisst.
Am nächsten Morgen erinnerte ich mich an Thees Worte "Dieses Lied ist für jeden, der Morgen früh aufstehen muss." Dann sang ich "Die Nacht war kurz (ich stehe früh auf)" beim Kaffekochen in der Küche vor mich hin und dachte: "So gut wie Thees und seine Band kann keiner Alltagspoesie rüber bringen." Thees, weiter so!

Fotos

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