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23.10.2013 Autor: joeren 0

The Thermals: Hamburg - Knust (21.10.2013)

Nach 2005, 2009 und 2011 beehren The Thermals den geschichtsträchtigen Musikclub an der Feldstraße heute wieder mit ihrem neuen Longplayer „Desperate Ground“. Bands ihrer Qualität kommen selten so oft ins Knust zurück. Sie erobern größere Gefilde: Docks, Grünspan, Große Freiheit. The Thermals bleiben ein Geheimtipp, trotz sechs starker Alben. Die Abendkasse hält noch massig Tickets vor.

Etwa 350 Menschen stehen vor der Bühne, als die Band mit „You will find me“ startet. Das Hamburger Publikum braucht seine Zeit, um von der unterkühlten Beobachterrolle in erfrischende Tanz- und Feierlaune zu kommen. „Born to kill“, „The Sword by my Side“, „The Sunset“: Der schranzige, krachende Lo-fi-Sound der neuen Platte bringt die lahmen norddeutschen Glieder auf Betriebstemperatur. Pausen zwischen den Songs? Bühnenansagen? Nö. Der Energiefluss darf nicht unterbrochen werden.
Hutch Harris lässt seine Stimme ganz laut werden und es klingt, wie durch einen Münzfernsprecher gesungen; durch einen mordslustigen, manischen Münzfernsprecher, der gerne tanzt.
Nicht minder berauschend, wenn sich seine Gitarre dem grandiosen Chaos entzieht, um sich mit einer warmen Melodie mit dem Song zu versöhnen, wie bei „Our Love survives“.

Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass nach einer guten Stunde die Lichter wieder angehen.
Ein Konzentrat von Wahnsinn, Lust und Energie. Mehr gibt es gar nicht zu sagen.

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