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26.07.2012 Autor: Go Ahead Eagle 0

Baroness: Wiesbaden - Schlachthof (25.07.2012)

Boah. Das war mal sehr eindrucksvoll.
Und ich hab mich noch gefragt, wie es hinbekommen, die Übersongs der Blauen mit den Durchschnittrockern von Gelb und Grün zu verquicken.
Die Antwort lautet: gar nicht.

Aber von Beginn an.
Die Parkplatzsituation am Schlachhof wird durch den Neubau und den Platzbedarf für Baugerätscaften und -Fahrzeuge immer schlechter. Erste recht wenn bei Bombenwetter der Biergarten auch noch mit Nicht-Konzert-Besuchern rappel voll ist.
Als ich ankam hab ich mir direkt erst mal die Vinylausgaben von Rot und Blau geschnappt um die Sammlung zu komplettieren.
Die Vorband names "Sarg" wurde draußen quatschend schlicht verpasst. Bin da auch echt nicht traurig drum, da sich eh ein Saunaabend andeutete und man nicht umbedingt vor dem Hauptact jeglichen Saft verlieren sollte.

Zu den ersten Tönen des Instrumentestimmens gings direkt rein. Alle Mann. Und es wurde stickig, eng und heiß.
Ne gefühlte Viertelstunde später gings dann los. Nach nem kleinen psychedelischen Intro begann A horse called Golgotha, den man eigentlich eher im Zugabenblock erwartet hätte. Einfach göttlich, dieses Meisterwerk! Joa. Und überraschenderweise gings dann auch mit ner Menge Blau weiter, ein Stück nach dem anderen. Nach dem in den ersten Minuten des Eröffnungssongs noch die Gitarren ein Stück zu leise waren, war der Sound wohldefiniert und einfach klasse. Jedes Intstrument konnte man heraushören, die Stimmen klangen gut, das Schlagzeug ebenfalls. Live sind sie somit fast sogar noch ansprechender als von Platte. Überraschung!
danach wurden dan vereinzelte Songs von Gelb-Grün gespielt. Man merkt direkt, dass die Energie abfällt. Die Songs sind einfach simpler gestrickt, es passiert nicht mehr so viel innerhalb eines Songs. Trotzdem haben auch diese Stücke sehr viel Spaß gemacht.
Was natürlich auch an einer Band lag, die offensichtlich voll im Saft steht, Spaß an ihren eigenen Songs hat und dies auf passend rüber bringt. Offensichtlich wurde die Energie der Band auch vom Publikum zurück gespiegelt, denn es war schon einigermaßen wild, was im Schlachthof durchaus nicht immer der Fall ist und wurde bloß nur noch heißer.

Einziger Wermutstropfen: Ich hasse Smartphones. Die Dinger sollte man am Eingang einkassieren und nach Konzertschluss wider rausgeben. Es nervt wenn ständig Leute um einen herumstehen, die mails lesen, Facebookstati aktualiseren, knipsen, filmen, wasauchimmer. Raus mit den Teilen!

Fazit: Baroness - immer wieder! Leute, wenn ihr die Möglichkeite habt: geht hin!

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