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03.03.2012 Autor: MANUEL 1

Rise Against: Stuttgart - Hanns-Martin-Schleyer-Halle (02.03.2012)

Meine Frau und ich waren gestern Abend auf dem Konzert in Stuttgart. Rise Against waren gut, Architects auch ganz nett, leider haben Touché Amoré schon um 19.00 Uhr gespielt, was wir nicht geschfft haben...
Aber jetzt mal ein bißchen Kritik: Der Sound in der Schleyer-Halle ist so schlecht, dass es fast unerträglich war. Nur mit Ohrenstöpseln war es halbwegs auszuhalten - die Höhen!!! - und manche Lieder waren erst nach der Hälfte zu erkennen, weil ein einziger Soundbrei aus den Boxen kam. Wahrscheinlich wurde der Sound extra für all die Idioten gemacht, die ihre SMARTPHONES die ganze Zeit in die Höhe recken mussten um mit ihren SCHEISSHANDYS irgendwelche verwackelten SCHEISSFILME und -BILDER zu machen, die dann in SCHEISSQUALITÄT im Internet wiederzufinden sind. Mann, Leute, vielleicht bin ich ja auch zu alt, aber wen zur Hölle interessiert sowas? Und verdammt nochmal: Geniesst doch mal ein Konzert, anstatt anderen Leute ständig Eure SCHEISSHANDYS vor das Gesicht zu halten oder ständig auf Facebook zu posten, dass Ihr gerade bei "Prayer of the refugee" abgegangen seid wie Nachbars Lumpi und das entsprechende Video heute Abend noch bei youtube hochladen werdet. So ein verdammter Kindergarten!
Hey - und dann sollte man doch denken, dass die ach so stylishen Rise Against-T-Shirts, die Ihr Euch am Merchandising-Stand gekauft habt, zumindest in irgendeiner Weise fair gehandelt oder hergestellt wären... Ja Scheiße! "Made in Bangladesh" und "Made in Honduras". Zwei der Kinder, die die hübschen Dinger in irgendeinem Sweatshop in Dhaka oder Tegucigalpa genäht haben, sind mit viel Glück zusammen so alt wie Ihr und verdienen in einem Monat soviel, dass sie sich vielleicht mit viel Glück ein solches T-Shirt kaufen könnten. Zu Fressen haben sie bis dahin noch nix, aber immerhin ein Rise Against-T-Shirt! Oh Mann, ist diese Band in meiner Achtung gesunken! Die setzen sich dafür ein, dass aus Schweinchen keine Schnitzelchen werden, aber verkaufen in Sweatshops gefertigte T-Shirts! Was für ein verdammter Schlag ins Gesicht von den Leuten, die - wie ich - die Band durch ihr großartiges "Prayer of the refugee"-Video (siehe oben) kennengelernt haben. Dann ein bezeichnendes Erlebnis mit der Merchandising-Stand-Frau, die ich darauf ansprach: Sie schaute beschämt zu Boden und sagte, ich sei heute Abend der Erste, der danach fragt. Das war nach dem Konzert, als alle T-Shirts in Größe S, M, und L bereits ausverkauft waren. Keiner hat sich darüber Gedanken gemacht, aber fleißig mitgesungen! Zu ihrer Ehrenrettung sagte sie dann noch, dass ein mit Bandlogo bedrucktes T-Shirt für 20.- Euro nicht in fairer Qualität zu haben sei. HAHAHA! Andere Bands können das (Calexico, Iron & Wine, Okkervil River). Prima! Rise Against sind wahrscheinlich dort oben angekommen, wo Zahlen und Bilanzen mehr bedeuten, als das, wofür sie mit ihren ersten Platten standen. Schade!

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Kommentare (1)

Avatar von ReleaseTheDogs ReleaseTheDogs 25.09.2012 | 16:32

Ich habe mich jetzt extra registriert um diesen fragwürdigen Beitrag zu kommentieren.
Hast du überhaupt eine Ahnung wovon du sprichst? Es scheint nicht so, sonst würdest du nicht so einen krankhaften Schwachsinn von dir geben.
Ich bitte dich, dich nächstesmal wenigstens ein bisschen zu informieren, bevor du über solche Themen redest. Es könnten Leute dabei sein, die dir glauben. So, um das jetzt klarzustellen: Rise Against lässt seine Merchandising Produkte NICHT in Sweatshops herstellen.

"Es ist sehr leicht, T-Shirts bedrucken zu lassen, die nicht in Sweatshops gefertigt wurden. Das Problem ist, dass viele denken, es sei so schwer - was völlig falsch ist. American Apparel ist beispielsweise eine Firma, die ihre Angestellten unter fairen Bedingungen beschäftigt. Gleichzeitig arbeiten wir mit der Fair Labour Organization zusammen, die die Arbeitsbedingungen in Fabriken in Honduras und Mexiko überwacht. Wir werden oft angegriffen, weil unsere T-Shirts in diesen Ländern gefertigt wurden und daraus der Verdacht erwächst, sie kämen aus Sweatshop-Fabriken. Ich versichere dir aber, dem ist nicht so. Außerdem verwenden wir keinerlei tierische Produkte für unseren Merchandise."
-Tim McIlrath

Quelle: http://www.ox-fanzine.de/web/itv/2234/interviews.212.html

Lies dir am besten das ganze Interview durch, du hast anscheinend keine Ahnung von Rise Against.
(Entschulding für meine Wortwahl, aber eine Band öffentlich schlecht zu machen und ihr irgendwelche Sachen zu unterstellen ist ziemlich unfair.)

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