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04.02.2012 Autor: Imma 0

The Black Keys: Hamburg - Sporthalle Hamburg (Alsterdorfer Sporthalle) (27.01.2012)

Aus unserem Blog (http://toastbrenner.wordpress.com/2012/01/29/the-black-keys-grooven-in-hamburg/):
Am letzten Freitag (27.01.) spielten The Black Keys einen ihrer beiden Deuschland-Auftritte in der Sporthalle Hamburg. Portugal. The Man waren zuvor als Special Guest da. Qualitativ sicherlich hochwertig, recht chillig, aber meinen Geschmack traf die Vorband nicht so sehr, zumal die Akkustik zu dem Zeitpunkt noch ausbaufähig war. Wegen einiger Internet-Bewertungen erwarteten wir zwar keinen besonders guten Klang in der Sporthalle, aber die Akkustik bei den Black Keys war dann doch ganz gut für meine Begriffe.

The Black Keys starteten mit Howlin’ For You, unterstützt von zwei Musikern im Hintergrund, die das ganze sicherlich bombastischer machten. Trotzdem überzeugten mich die meisten Stücke, die die beiden Jungs aus Ohio alleine zum Besten gaben, fast mehr – Minimalismus bringts eben. Ohne viel Gerede zwischen den Liedern heizten sie die (vorher noch sehr kalte) Halle auf. Interessant war dabei das Publikum zu beobachten – das war alles andere als homogen – grob geschätzt zwischen zwölf und 60 Jahren alt. Da war alles dabei: Der stillstehende Denker, der seine Hand lediglich zum Applaudieren vom Kinn nahm; ein paar Pärchen; einige Typen, die rastlos unter wilden Bewegungen Schnappschüsse von sich, ihrer Umgebung und den Black Keys machten; und den Mitt-Vierziger, der mal richtig abgehen wollte. Vor allem lief dort übertrieben gesagt jeder Vierte so wie Sänger und Gitarrist Dan Auerbach rum oder so, wie er mal ausgesehen hat.

Wie dem auch sei, alle waren, denke ich, sehr angetan von dem, was da oben auf der Bühne so vor sich ging. Untermalt wurde das ganze Werk der Musiker zwischendurch von dicken Scheinwerfern Richtung Publikum, einer Art Videomontage über vier Leinwände und einer dicken Diskokugel. Viele Lieder waren vom aktuellen Album El Camino, viele aber auch von den älteren – für mich ein gelungener Mix. Beim letzten Stück vor der Zugabe – Lonely Boy – wurden nochmal alle Register gezogen, sodass auch die Leute, die vorher nur leicht mitgewippt hatten, alles rausließen und ihrerseits alles gaben. Nach der nicht zu kurzen Pause vor der Zugabe war die Freude über drei zusätzliche Stücke umso größer. Das letzte Lied war I Got Mine – großartig! Hierzu blinkte dann ein The Black Keys – Schriftzug hinter den beiden in allen Variationen – ein würdiger Abschluss eines atemberaubend guten Konzerts dieser sehr gut eingespielten Band.

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