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15.07.2009 Autor: dammerl90 0

Dream Theater: München - Tollwood (23.06.2009)

Was sich die Kings of Progressive Metal dabei gedacht haben, Neal Morse als Supportact zu verpflichten, bleibt mir ein Rätsel. Absolut radiokompatibler, seichter Progressive Rock der Marke "Pink Floyd in den 90ern" mit christlich-schwachsinnigen Texten bildete den Auftakt an diesem Abend. Negativ-Höhepunkt dieser stinklangweiligen 45 Minuten war das Duett von Neal zusammen mit seinem Sohn. So schmalzig und schnulzig kommt sonst eigentlich nur der Gewinner der letzten DSDS-Staffel aus den Boxen. Für mich absolut nicht nachvollziehbar, so einen beschissenen Support mit auf Tour zu nehmen, aber vielleicht wollten Dream Theater ihr Publikum auch nur für die kommenden 2 Stunden musikalischer Glanzleistungen schonen.

Mit "In The Presence Of Enemies, Pt. 1" gings los und dieser Song gab schon die Marschrichtung des kompletten Gigs vor: anspruchsvoller, komplizierter Progressive Metal mit absolut wunderbaren Melodien, mit absoluter Perfektion vorgetragen ohne dass das Ganze auch nur annähernd langweilig wirkte. Was die Jungs da an ihren Instrumenten ablieferten muss für jeden Hobby-Gitarristen, Bassisten, Drummer oder Keyboarder absolut frustrierend sein. Selbst die kompliziertesten Parts wurden mit perfektem Timing und Genauigkeit gespielt. Sänger James LaBrie verließ während der zuweilen etwas längeren Instrumentalpassagen immer wieder die Bühne und kehrte lediglich zu seinen Gesangsparts wieder zurück. Zur Setlist gibts nicht viel zu sagen, alte Klassiker ("Metropolis Pt 1", "Pull Me Under") wurden ebenso berücksichtigt wie neuere Songs ("A Rite Of Passage") und sogar vom eher schwachen "Falling Into Infinity" Album wurde mit "Hollow Years" ein Song gespielt.

Nach 2 Stunden und einer Zugabe war dann leider Schluss, und mir sind spontan gleich nochmal 10 Songs eingefallen die sie noch hätten spielen können.

Fotos

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