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09.12.2006 Autor: krustefan 0

The Kooks: Bochum - Zeche (08.12.2006)

Aller gute Dinge sind drei. Und beim dritten Mal hat es dann auch endlich mit den Kooks in der Zeche in Bochum geklappt. Im April sagten sie ihren Auftritt beim Visions-Springbreak kurzfristig ab. Und das für September geplante Konzert wurde auf den 08.12. verlegt. Heute sollte es dann endlich stattfinden. Obwohl ich zunächst an ein schlechtes Omen glaubte, als ich bei meiner Ankunft feststellen musste, dass der heftige Sturm einen großen Baum auf der Straße direkt vor der Zeche umgeworfen hatte. Aber davon blieb das Konzert zum Glück unberührt. Um Punkt 20:00 Uhr eröffneten die Amerikaner von The Films. Musikalisch erinnerten sie mich etwas an Früh-70´er-Jahre-Glamrocker, insbesondere an David Bowies Ziggy-Stardust-Phase. Und bei genauer Betrachtung sah die Band auch teilweise tatsächlich aus wie die Spiders from Mars (Schlagzeuger und Bassist). Dem Publikum gefiel die halbe Stunde, es wurde ordentlich geklatscht. Um Punkt 21:00 Uhr betraten dann The Kooks endlich die Zechenbühne. Von da an war das Publikum kaum zu halten. Jeder Titel wurde abgefeiert, und einige Teenie-Mädels konnten sich das Kreischen nicht verkneifen. Gestartet wurde mit dem Album-Opener "Seaside". Es wurde im Laufe des Konzerts so ziemlich das komplette Album "Inside In / Inside Out" dargeboten, zusätzlich noch zwei oder drei Non-Album-Tracks. Die Performance war geradezu perfekt und die anfangs etwas reserviert wirkenden Bandmitglieder tauten nach und nach auf. Zu bemängeln wäre, dass alle Lieder in Versionen gespielt wurden, die sich kaum von den auf dem Album vorhandenen Fassungen unterschieden. Etwas mehr Originalität und Abwechslung wäre hier schon wünschenswert gewesen. So verwunderte es auch nicht sonderlich, dass die Kooks nach gerade mal 40 Minuten erstmals die Bühen verließen. In der restlos ausverkauften Halle verlangten die Fans natürlich kräftig nach Zugaben, die dann auch noch kamen. Nach insgesamt 55 Minuten war dann aber endgültig Schluss. Schön, aber kurz. Vielleicht besteht nach dem nächsten Album ja die Möglichkeit, sich mal länger und etwas variantenreicher und nicht nur so 1:1 nachgespielt zu präsentieren. Aber wíe schon erwähnt: Gut war es trotzdem.

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