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02.09.2006 Autor: krustefan 0

Bela B: Bielefeld - Ringlokschuppen (01.09.2006)

Puh, gerade noch so geschafft. Nachdem wir auf dem Weg von Bochunm nach Bielefeld wegen Dauerstaus zweieinhalb Stunden auf der A 2 verbracht haben, schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum Beginn dort zu sein. Als Bela um Punkt 20:00 Uhr die Hagener Vorgruppe The Traceelords ankündigte, jubelte das Publikum im ordentlich gefüllten Ringlokschuppen. Und das blieb während der kompletten halben Stunde des Sets so, was ich aufgrund der relativen Belanglosigkeit des Dargebotenen nicht so ganz nachvollziehen konnte. Auch das abschließende Daddy-Cool-Cover konnte mich nicht umwerfen. Aber egal. Um Punkt 21:00 Uhr bestieg dann Herr Felsenheimer zusammen mit seiner Band los Helmstedt die Bühne. Und von da an gab es durchgängig bis zum Finale nach knapp zwei Stunden eine tolle Party. Die Band war ausnahmslos klasse. Schlagzeuger Danny Young (Ex-Gluecifer) hatte Geburtstag und erhielt vom Publikum ein vorm Konzert mit Bela abgesprochenes Ständchen gesungen. Bela bewegte sich cool und lässig über die Bühne und macht auch an der Gitarre eine gute Figur. Überhaupt ist er ein toller Frontmann, mit viel Spaß, ironischer und echter Publikumsbeweihräucherung sowie einer ordentlichen Portion Selbstverarschung. Die Kommunikation zwischen Bela und dem Publikum, wie auch zwischen Bela und seiner Band funktioniertperfekt. Bela ist nicht nur gut drauf, sondern auch gut bei Stimme, der Sound ist toll. Es werden bis auf "Baby läuft fort" sämtliche Lieder des Bingo-Albums sowie die beiden B-Seiten "Wenn das mal Liebe wird?!" und "Lover Boy", wie auch der Song "Deutsche, kauft nicht bei Nazis!" gespielt. Bei "1. 2. 3. ..." wird der Part von Charlotte Roche von der hinreißenden und sexy Keyboarderin und Sängerin Paule (was für ein Name!) übernommen. Es werden auch zwei Cover-Versionen gespielt: Zunächst teilt Bela der Gemeinde mit, dass Cyndi Lauper immer geilere Beine als Madonna, aber dafür eine Hackfresse zum Weglaufen gehabt habe, um danach ihren alten Hit "Money changes everything" (auf deutsch) zu covern. Sehr schön! Im Zugabenteil durfte Danny Young dann "Pet Sematary" von den Ramones singen (obwohl er alles andere als ein begnadeter Sänger ist), während sich sein Boss für diesen Song hinters Schlagzeug setzte. Alles in allem war es ein äußerst schöner Konzertabend. Die jubelnde Menge feierte Bela B. y los Helmstedt, und die Band ließ sich gerne feiern. Es versteht sich von selbst, dass es BH´s auf die Bühne regnete. Natürlich kann ein Bela-Soloauftritt nie an die Grandiosität eines Ärzte-Konzerts heranreichen (bei einem Farin-Urlaub-Konzert ist es übrigens das Gleiche), aber das erwartet ja auch niemand. Jedenfalls freue ich mich nach diesem gelungenen Auftritt auf Belas Konzert in zwei Wochen in der Zeche Bochum. Es wird bestimt wieder so toll!

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