Zur mobilen Seite wechseln
28.03.2005 Autor: omahaeyes 0

Bright Eyes: Hamburg - mastermind (28.03.2005)

hamburg, februar 2005.
die fabrik ausverkauft,viele gespannte gesichter.
ohne schubladen bedienen zu wollen; Pfeifenraucher, studenten mit nickelbrille, emo typen, pumataschengirlies,viele schwarz tragende, pärchen, alles da und an diesem abend haben sie doch eines gemeinsam -
sie lieben musik, sonst wären sie nicht hier.
rilo kiley meistern wacker ihre doch undankbare aufgabe als vorband von mastermind oberst, das publikum bleibt jedoch verhalten, vielleicht weil alle stücke von more adventuroes sind, die aber erst am selbigen tag erschienen ist.
dennoch jenny verzaubert, vor allem die männerwelt.
die damen sind dann später dran - the future is bright.
das licht wird gedimmt, kurzer applaus, dem endlos gespannte stille folgt,oberst betritt die bühne,als opener "the bottom of everything".
er sieht müde aus, muss dann und wann seinen verkaterten kopf festhalten und singt sich durch I`m wide awake.
eines ist von vornherein klar, er singt nicht für uns - zumindest nicht in der ersten halben stunde.
"we are nowhere and ...",
"an old soul song for the new world order" wird mit wütendem fuß scharren begleitet.
nach lua bricht das eis, er beginnt zu kommunizieren und blickt erstaunt in das publikum.jaaa, wir sind auch da.
seine stimme perfekt, nicht der kleinste fehler schleicht sich ein, die freude seinerseits, als das publikum seine freude über lieder von lifted und fevers&mirrors mit nicht enden wollendem applaus kund tut, mündet in dem versuch das ungeprobte "Lover I don`t have to love" zu spielen. leicht pedantisch wirkt er dann, erklärt der bassistin kurz, was sie zu spielen hat und vergisst dann selbst den text.
macht nichts.
das konzert rast an einem vorbei, im kopf ein gebet, er möge doch bitte noch die anderen 190 Lieder spielen.
Was ist mit "going for the gold" , mit "arienette"?
nach dem großartigen "road to joy" und einem schüchternen winken ist es dann vorbei, conor oberst und seine bright,bright eyes verlassen die bühne, das licht geht an, die menschen strömen langsam gen ausgang oder zur theke, die meisten lächeln.
ich bleibe für die nächsten tage parallelisiert und freue mich auf tag x, digital ash live in hamburg mit oberst und mogis.
2 genies in unserer stadt

alle Konzertkritiken aus der CommunityKonzertkritik schreiben

Bitte einloggen, wenn du diese Konzertkritik kommentieren möchtest.