Zur mobilen Seite wechseln
28.03.2005 Autor: krustefan 0

Dead Can Dance: Köln - Philharmonie (26.03.2005)

Gehören Dead Can Dance überhaupt in den Visions-Kontext? Oder sind sie eher was für Zillo-Jünger? Egal, das Konzert war absolut fantastisch, und deshalb berichte ich hier darüber. Zum dritten Mal beehrten Dead Can Dance nun die Kölner Philharmonie (nach 1993 und 1996), und zum dritten Mal war es grandios. Nach jahrelanger Trennung, während der die DCD-Köpfe sich solo durchschlugen, Lisa Gerrard hauptsächlich mit Film-Scores (z.B. Gladiator und Whalerider), Brendan Perry mit nur einem eher durchwachsenen Soloalbum, betraten sie am Samstag mit ihren fünf Begleitmusikern die Bühne der proppevollen Philharmonie mit ihrer unglaublichen Akustik. Für gut zwei Stunden fesselten sie die versammelte Gemeinde mit ihrer exorbitanten Darbietung. Insbesondere Lisa Gerrard schaffte es (wie schon früher) mit ihrer facettenreichen, eindringlichen Stimme mehrfach, mir Gänsehaut-Schübe zu verabreichen. Das Programm war höchst abwechslungsreich gestaltet, wobei die erste Konzerthälfte vorwiegend mit unbekanten und somit anscheinend neuen Stücken angereichert war. Ab etwa der Häfte des Gigs ertönte dann "Saltarello", das begeistert von den Zuhörern gefeiert wurde. Von da an folgte ein "Hit" nach dem anderen, inklusive "How Fortunate The Man With None", "The Wind That Shakes The Barly", "I Can See Now" und "American Dreaming". Der Hauptteil des Sets endete mit dem überirdischen "Rakim". Das Auditorium hungerte selbstredend nach Zugaben und wurde sättigend bedient. Es folgten unter anderem "Yulunga" und das legendäre "Severance". Beschlossen wurde dieser umwerfende Konzertabend mit einer von Lisa Gerrard vorgetragenen Blues(!)-Nummer. Dead Can Dance haben mit diesem Konzert mal wieder bewiesen, dass sie definitv eine der besten Live-Bands sind. Eine glückliche und zufriedene Fangemeinde wurde in die laue Nacht entlassen. Eine schön Idee ist, dass man sich eine Doppel-CD mit der Aufnahme des kompletten Konzerts in limitierter Auflage bestellen kann, sodass man sich die tolle Atmosphäre dieses rundum gelungenen Abends zu Hause wieder vor Augen und vor allem vor Ohren führen kann.

alle Konzertkritiken aus der CommunityKonzertkritik schreiben

Bitte einloggen, wenn du diese Konzertkritik kommentieren möchtest.