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26.01.2004 Autor: JUKNAT 0

The Twilight Singers: Rees-Haldern - "Oxyd" (25.01.2004)

Es ist Sonntag Abend und es liegt Spannung in der Luft - nicht etwa wegen des so pulsierenden Örtchens Rees-Haldern oder der arg ländlich und nach deutschem Schlager anmutenden Discothek "Oxyd", sondern weil GREG DULLI persönlich wieder da ist, um seine aktuelle Band TWILIGHT SINGERS live zu präsentieren. Nach seinem grandiosen Schaffen als Songwriter der AFGHAN WHIGS, spielt er nach langjähriger Abstinenz dieses Jahr auf einer winzigen Deutschlandtour neue Songs. Die beiden (sehr schönen) Alben wirken doch ziemlich melancholisch und sphärisch, aber das Livematerial dagegen nicht - im Gegenteil, was die Jungs um Kettenraucher und Pilsfetischist DULLI (immer, wenn er einen leeren Becher nach hinten wirft, wird prompt ein neu gefüllter Becher geliefert)hier miten im Nirgendwo vor einem sehr überschaubaren Publikum darbierten, ist scmutziger Indieblues & Soulrock vom Feinsten, teilweise erinnert das Ganze vom ersten Song an an die guten alten AFGHAN WHIGS. GREG ist gut drauf und will einfach rocken, auch wenn er nicht allzu viel Konversation mit dem Publikum betreibt. Ein Highlight ist zweifelsohne auch der Drummer, der ekstatisch paranoid die Trommeln bedient, als hätte er drei Kilo "Speed" zu sich genommen. Nach genau einer Stunde sind die hörbar begeisterten Zuhörer scharf auf eine Zugabe und DULLI setzt sich plötzlich ans Keyborad, während sich der (sichtlich nervöse)Keyboarder die Gitarre schnappt. Nach 75 Minuten heisst's dann endgültig "Good Night and Danke schön"!Ein im wahrsten Sinne cooles Konzert im Underground-Bar-Stil ist zuende und man fährt äusserst befriedigt durch die weiten Felder auf der Suche nach der nächsten Autobahn langsam in Richtung Heimat...

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