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25.09.2003 Autor: TimHolaschke 0

Deftones: Frankfurt - Jahrhunderthalle (24.09.2003)

Endlich war es nun soweit, die Deftones beehren nach der Festivalsaison vier ausgewählte Locations um ihr aktuelles selbstbetiteltes Album live vorzustellen,nachdem es bei Rock Am Ring/Im Park etwas schwächere Auftritte zu sehen gab.Im Gepäck haben sie die wohl zur Zeit angesagteste Supergroup im Alternativbereich:A Perfect Circle um den Tool-Mastermind und Querdenker James Maynard Keenan, die gerade ihr grandioses Zweitwerk "Thirteenth Step" veröffentlicht haben. Insgesamt also ein absolutes Schmankerl, was wohl den erhöhten Ticketpreis erklärt. Als Anheizer wurden Revolution Smile angeheuert die ihre Sache ganz ordentlich machen, jedoch noch zulegen müssen um aus dem Gros der New Rockbands herauszustechen. Als schließlich A Perfect Circle die Bühne betraten, wurde man Zeuge eines wirklich hervorragenden Konzerts, das seines Gleichen sucht. Der Sound war glasklar, alle beteiligten Musiker spielten nahezu perfekt, besonders Josh Free, der zeigte warum er einer der besten seines Faches ist.A Perfect Circle zogen das Publikum mit neuen Material in den Bann wie zum Beispiel mit dem psychodelischen “Lullaby” oder der ersten Single “Weak And Powerless” und lösten richtige Jubelstürme mit Krachern wie “The Hollow” und dem völlig genialen “Judith” aus, wobei die Band immer eine einzigartige nicht zu beschreibende Aura umgab. Trotz der leider nur knappen 40 Minuten war man gespannt, ob die Deftones noch eine Schippe drauflegen konnten. Um es gleich vorweg zu nehmen, ja die Mannen um Chino Moreno konnten, und wie. Überraschenderweise begann das Set mit “Minerva”, das die mittlerweile gut gefüllte Jahrhunderthalle zum Kochen brachte. Im Folgenden zeigte das Quintett aus Sacramento seine ganze Klasse und Live-Qualität mit einer gelungenen Mischung aus neuem und alten Songs, wobei Klassiker wie “My Own Summer” und “Be Quiet And Drive Far Away” frenetisch gefeiert wurden. Leisere Songperlen wie etwa “Digital Bath” passten perfekt ins Programm und standen so im Gegensatz zu richtig harten Brocken wie “Headup” und “7 Words”. Unumstrittener Höhepunkt war die Zugabe “Change(In The House Of Flies”), die den Abend gebührend beendete. Mit diesem druckvollem Gig zeigten die Deftones ihre wahre Klasse und rundeten einen perfekten Konzertabend ab.

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