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03.09.2003 Autor: MATTMAXX 0

Boysetsfire: Frankfurt - Batschkapp (01.09.2003)

WOW!
Normalerweise schreib ich ja keine Reviews, sondern überlasse das den literarisch begabteren unter Euch, aber dieses Konzert war dann doch so überzeugend, dass ich das der Welt kundtun will!
Das ganze Konzert strotzte nur so vor positiver Energie (kann man diesen Ausdruck zu Zeiten eines Daniel K. noch benutzen?) und einem allgemeinen Zusammengehörigkeitsgefühl. Zudem haben Boysetsfire mit einer phantastischen Songzusammenstellung und perfektem Vortragen derselben mehr als überzeugt. Diese Überzeugung lässt sich am besten am Beispiel eines meiner Kumpels, mit denen ich das Konzert besuchte verdeutlichen:
Das Licht geht aus, ein paar Pre-Sounds kommen aus den Boxen, die Band betritt die Bühne, allgemeiner Beifall und Jubelrufe. Meint mein Kumpel so zu mir, wir stehen etwas weiter hinten, während mein anderer Kumpel schon zum Bühnenrand vorprescht: >Nein, ich geh jetzt noch nicht vor, ich brauch fünf Minuten (!) um überzeugt zu werden.<
OK, denk ich mir, während auch schon die Gitarren einsetzen. Eins, zwei, weg ist er.
Die nächste Stunde war geprägt von der allgemein feiernden, jubelnden und pogenden Crowd, wobei teilweise mehr Fans auf der Bühne gefeiert haben als Musiker darauf gespielt. Klar, dass die Bühne auch als Absprungpunkt fürs Crowdsurfen rege benutzt wurde. Die einzigen ruhigen Momente waren geprägt durch die Ansprachen des Sängers, der versuchte die Leute zum Überdenken ihres politischen Standpunktes zu überreden, wobei er jedoch klarstellte, dass er nur Anreize gibt und niemandem eine Meinung diktieren will. Somit war bei aller Party auch der Intellekt angesprochen.
Weshalb, trotz allen Lobes, also 11 anstatt 12?
Zwei Gründe: Einerseits wegen dem etwas zu lauten und vermutlich deshalb matschigen Sound in der Batschkapp, wodurch die Sänger leicht untergehen. Könnt aber auch an der Anlage oder der Akustik liegen, bin da kein Experte.
Andererseits wegen der Vorband Itchy Poopzkid, die vielmehr von Boysetsfire überzeugt waren als von sich selbst, und somit mit ihrem doch recht harmlosen eher College-Punk niemanden überzeugen konnten.
Auf viele weitere gute Konzerte!

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