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Die Alben des Jahres 2019

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12.12.2019 | 20:27 » Moderation benachrichtigen
entschuldige mich im voraus für mangelnde Teilnahme und Rückmeldungen. komme seit 3-4 Wochen nur noch hirntot aus der Arbeit.Woas Sois..., 12.12.2019 15:53 #


wenn der hier mal nicht mitliest
irgendwer muss ja die ganzen löcher in den käse machen! :klugscheiss:
13.12.2019 | 04:13 » Moderation benachrichtigen
Zweitens: Torche... die machen doch auch so 'nen nicht unspektakulären Genre-Mashup?fennegk, 12.12.2019 19:03 #
Torches Sludgepop hallt ja jetzt auch schon 15 Jahre / 5 Alben durch die Boxen, so neu ist das ganze nimmer. ABER die beste Platte seit der Meanderthal, mindestens, und wie ich finde!JustusMeinFreund, 12.12.2019 20:04 #
Haben sich ganz schön lang' vor mir versteckt.
13.12.2019 | 10:13 » Moderation benachrichtigen
meine lieblinge 2019 - diesesmal extra mit viel mühe text;
here we go:

hvob – "rocco"
keine andere platte habe ich in diesem jahr öfter und lieber gehört – und das obwohl die rund 80 minuten laufzeit und die themen (es geht um verlust, trennungen und all die anderen schönen dinge des lebens) alles andere als einladend sind. tja. Aber wenn das ganze so schön elektronisch gefüttert & mit anna´s dreampopstimme perfekt umrahmt ist – wer kann dazu schon nein sagen? ich nicht. zwischen ambient-elektro und harschem techno bietet das duo auf dem vierten und abwechslungsreichstem longplayer alles auf, was 2019 im elektro bereich gut und richtig ist. love it.

dominik eulberg – "mannigfaltig"
greta thunberg´s lieblingsalbum dieses jahres: zwischen ökostrom und den grünen findet eulberg die richtige mischung zwischen zartschmelzendem biogeplucker und forschem uptempo-elektronikbeats; aber immer schön ausufernd und schwelgerisch! dazwischen gibt’s – wie bei dem ornithologen mittlerweile usus - jede menge geparkter geräusche aus flora und fauna, konzeptalbumstrance und ambientgetöse. funktioniert am besten über kopfhörer, umgeben von natur pur. wo auch sonst?

max cooper – "yearning for the infinite"
zum dritten mal in ebensovielen jahren findet cooper wieder muße für diversive klänge, die sich im ohr zwischen den polen entschleunigter ambient vs. zeitgeistigem elektrosound für bbt-nerds aufspannen; qualitätsverlust ausgeschlossen!
anfangs lediglich als untermalung für ein audiovisuelles projekt angedacht respektive das ganze auch ohne bilder tragen zu können ist ein weiterer aspekt , der erwähnt werden sollte aber hier nicht ins gewicht fällt :
unter den stolzen 14 tracks findet man ebenso einige reminiszenzen an die chaotischen anfangstage wie klassische und originäre klänge - und genau dieses „zähne zeigen“ rundet das ganze umso schmackhafter ab – nachzuhören u.a. auf nanotech oder void, die die oft ausladenden ambientteppiche präzise durchtrennen.
tatsächlich kann yearning for the infinite auf den ersten blick deshalb erschlagen: als doktor der bioinformatik scheint cooper es aber zu verstehen, mit riesigen datenmengen jonglieren zu können. dass sich das auch klangästhetisch bemerkbar macht, zeigt dieses album. yfti kreiert abstrakte digital-urwälder, die intensive sinneserfahrungen ermöglichen wollen - immer wieder versucht der künstler die winzigkeit der menschheit innerhalb und außerhalb des universums zu verdeutlichen. zeitweise überwältigen seine stücke, denn auf diesen maximalismus muss man vorbereitet sein. atmosphärisch lässt cooper uns klein und unbedeutend wirken, stellt
naturgesetze, physikalische phänomene und die großen fragen des Lebens als buntes schauspiel dar.

trentemøller – "obverse"
eightieswave, reduzierte elektronika, instrumentale soundlandschaften, mehr kopf als bauch - so einfach könnte man die neue trente umschreiben, aussagekräftig ist das dann aber nur mit vorbehalt:
denn – auch die stücke mit gastbeiträgen funktionieren top, sind mehr gegenwartselektro denn 80er-wavepop mit unterkühltem sound und klassischem songcharakter. dass dieses ausloten in verschiedene richtungen richtig und wichtig war, spiegelt sich auch auf dem cover und dem neugewonnen sound wieder: mehr schärfe bringt so manche bewegung in die kalte jahreszeit; bei „cold wave“, diesem ebenso einlullendem wie biestigem waverockstück bleibt selbst eti frau holle nicht mehr jungfräulich!

varg – "sky city: a weak heart to break (spit)" / "even in the heart of heaven, angels can still feel fear"
zwei ep´s, eine (fast identische) marschrichtung – volle kraft voraus! während die letzten werke sich konzeptuell verausgabten und nicht minder hochwertig in der nordischen flora glänzten, sind diese zwei zeitgleich losgelassenen rundlinge mehr berghain-techno als kopfmusik: more simpel, more geradlinig! deswegen aber noch lange kein kirmeselektro, den man allzuoft in den charts findet – eher hochglanzbeats mit wahnwitzigen extras, deren repetitiven charakter man entweder achselzuckend oder auszuckend begegnet.

tourist – "everyday"
der glücklichmacher des jahres! stell dir vor, du sitzt auf einer flauschig-weichen schäfchenwolke, links groovt john hopkins vorbei, rechts stolpert burial in zeitlupe durch die großstadt – da kann man ja nur entspannt mit einer tasse kamillentee von oben herab zusehen und einmal tief durchatmen. mehr braucht es nicht.

weval – "the weight"
Die wundertüte des jahres! das nichtssagende cover lässt erstmal keine rückschlüsse zu, die tracks passen dann auch in keine eigene schublade: obwohl die meisten lyrics bis zur unverständlichkeit mit effekten belegt sind, malen weval mit ihren klängen bilder von großen straßenschluchten, von düsteren clubs und wilden hauspartys – mitunter klingen die songs nach amplifier, denen man einen laptop unter die instrumente geschoben hätte.
Der beat ist dabei niemals nur rhythmus, das schlagwerk ist vielmehr auch melodisches instrument und steht klar im fokus der kompositionen. dazwischen stapelt das duo surrende bass- und schimmernde pop-synthies und groovende gitarren-riffs übereinander, welches „the weight“ spannend und sperrig zugleich machen.

haelos - "any random kindness"
raus aus der komfortzone! musikalisch verbinden haelos auf ihrem mutigerem zweitweg immer noch trip-hop — wie den von massive attack oder portishead, die sie neben the xx, talk talk und einigen weiteren zu ihren einflüssen zählen — mit ambient und electronica: any random kindness streckt seine fühler diesesmal aber in diverse richtungen aus, bietet dazu leicht poppige oder tanzbare abschnitte (london grammar!) - und - ist auch in richtung house offen, sodass die stimmung insgesamt nicht allzu drückend wird — längst beschreibt ein eigenes etikett diese mixtur: “dark euphoria”

andy stott – "it should be us"
dubtechno, verquere elektronika, dunkle fassaden – nichts ist wie es scheint; selbst das cover passt sich der musik an und gibt nicht alles auf den ersten blick preis: it should be us ist aber schon in den ersten minuten einwandfrei als werk des analog-alchemisten erkennbar: flirrende höhen, scharfe cuts, tonnenschwere dub-bässe und dennoch satt schimmernd. 2020 kommt dann auch schon der nachfolger dieser überlangen ep - die beschworene musikalische bedrohung ist aber schon jetzt und hier jederzeit absolut greifbar!

orphx / jk flesh - "light bringer"
black industrial techno aus der hölle, mal langsam köchelnd, mal hochexplosiv – die fiesen wortfetzen von satan, pardon, jk, geben dem ganzen diesen manischen anstrich, den man in der ersten reihe in der höllendisco gut gebrauchen kann: so klingt morgensport am todesstern!
(der titel muss wohl sarkastisch gemeint sein, trent reznor und fennegk sollten aber dennoch mal bei gelegenheit ihre grenzen austesten... :cool:)


wie immer gibts auch was zum reinhören:
klick me!

Zuletzt geändert von -pmh- 13.12.2019 10:44

13.12.2019 | 10:30 » Moderation benachrichtigen
Gute Liste, tatsächlich auch eine Überschneidung in der top 10:smile:

Weval (erinnert tatsächlich manchmal an Radiohead), Eulberg und HVOB fand ich gut, aber ist keine Musik, die ich ständig höre und über das gesamte Jahr präsent ist.
13.12.2019 | 10:36 » Moderation benachrichtigen
Gute Liste, tatsächlich auch eine Überschneidung in der top 10:smile:alvarez, 13.12.2019 10:30 #



welche?
mit weval & radiohead könntest du recht haben, da sind durchaus einige parallelen vorhanden...
13.12.2019 | 10:39 » Moderation benachrichtigen
Torches Sludgepop hallt ja jetzt auch schon 15 Jahre / 5 Alben durch die Boxen, so neu ist das ganze nimmer. ABER die beste Platte seit der Meanderthal, mindestens, und wie ich finde!JustusMeinFreund, 12.12.2019 20:04 #

Also für mich ist der Dreier Meanderthal, Harmonicraft und Restarter ungeschlagen. Mit der Admission werde ich auch nach großer Vorfreude nicht warm :sad:
13.12.2019 | 10:41 » Moderation benachrichtigen
Und Peter, natürlich kenne ich keinen Ton von deiner Liste, sorry :sad:
13.12.2019 | 10:43 » Moderation benachrichtigen
Und Peter, natürlich kenne ich keinen Ton von deiner Liste, sorry :sad:Harry Gant, 13.12.2019 10:41 #



ist kein ding, lässt sich aber schnell ändern... :wink:
13.12.2019 | 10:45 » Moderation benachrichtigen
irgendwer muss ja die ganzen löcher in den käse machen! :klugscheiss:-pmh-, 12.12.2019 20:27 #

Wo ist denn Onkel Pö, wenn man ihn mal braucht :heul: ?
13.12.2019 | 11:07 » Moderation benachrichtigen
Gute Liste, tatsächlich auch eine Überschneidung in der top 10:smile:alvarez, 13.12.2019 10:30 #



welche?
mit weval & radiohead könntest du recht haben, da sind durchaus einige parallelen vorhanden...-pmh-, 13.12.2019 10:36 #


Haelos natürlich. Erstling war ja bei mir 2016 ganz oben, die aktuelle finde ich genau so gut, wenn auch anders. Live auch ein ziemlich tolles Erlebnis.
13.12.2019 | 11:08 » Moderation benachrichtigen
Peter, das sind wirklich hervorragende Texte, macht sehr viel Spaß zu Lesen. Steht dir auch wesentlich besser als dein Durchstreichsarkasmus.
Ich nehme mir auch fest vor, da reinzuhören.
13.12.2019 | 11:12 » Moderation benachrichtigen
Peter, das sind wirklich hervorragende Texte, macht sehr viel Spaß zu Lesen. Steht dir auch wesentlich besser als dein Durchstreichsarkasmus.
Ich nehme mir auch fest vor, da reinzuhören.Drunken Third, 13.12.2019 11:08 #



muss gestehen dass ich mir ein paar zeilen aus dem internet "geborgt" habe, aber so in etwa 90% sind doch von mir persönlich; kann mir aber schwer vorstellen dass du musikalisch fündig wirst - irre mich aber gerne.

dass mit dem sarkasmus werde ich überdenken. ist leider eine schlechte angewohnheit, die ich schwer kontrollieren kann.
13.12.2019 | 11:14 » Moderation benachrichtigen
Elektronik schreckt mich nicht mehr ab, solange es eher flächig und melancholisch bleibt.
13.12.2019 | 11:22 » Moderation benachrichtigen
hab jetzt auch mal in ruhe alle texte gelesen und kann d3 nur mit nachdruck beipflichten! du machst sehr neugierig auf viele sachen, die ich nicht oder nur namentlich kenne. besondere ehre natürlich, mich auch durchgestrichen zu finden. :smile:

muss ich der dekaden-playlist wohl die 19er-playlist hinterherschieben. :hm:
13.12.2019 | 11:24 » Moderation benachrichtigen
Elektronik schreckt mich nicht mehr ab, solange es eher flächig und melancholisch bleibt.Drunken Third, 13.12.2019 11:14 #



alles klar... dann aber alle zehn finger weg von orphx! :klugscheiss:
ich hab im gegenzug greet death mal ausfindig gemacht, könnte ja gefallen.
13.12.2019 | 12:51 » Moderation benachrichtigen
Schön wird eine Liste ja erst mit einer textlichen Eingrenzung, ansonsten hat man ja keinen Bock, sich da hineinzustöbern.
Eulberg finde ich reißbrettartig/seicht/eingängig. Hab's schon einmal versucht, hör's jetzt auch seit zwei Stunden. Stört nicht, trotzdem Müll.

Andy Stott ist überragend, "Faith in Strangers" allen voran ein richtig aufwühlendes Album. Das neue - eine EP soll das ja wohl sein, sagt er - ist wieder fantastisch. Einige Dinger preschen mir zu hart, das läuft etwas dem Flow entgegen. Ansonsten ist es erstaunlich, dass mir das immer viele Anläufe abverlangt, bis man ein "Verständnis" entwickelt, was das eigentlich sein soll.
13.12.2019 | 14:10 » Moderation benachrichtigen
Torches Sludgepop hallt ja jetzt auch schon 15 Jahre / 5 Alben durch die Boxen, so neu ist das ganze nimmer. ABER die beste Platte seit der Meanderthal, mindestens, und wie ich finde!JustusMeinFreund, 12.12.2019 20:04 #

Also für mich ist der Dreier Meanderthal, Harmonicraft und Restarter ungeschlagen. Mit der Admission werde ich auch nach großer Vorfreude nicht warm :sad:Harry Gant, 13.12.2019 10:39 #

Mir ging das schon mit Restarter so. Admission ebenfalls, die Melodien, die Brooks zur Verfügung standen, scheinen erstmal aufgebraucht. Aber Harmonicraft ist so ein fettes, geiles Brett. Wenn Fenne das nicht zusagt, kann er Torche -meiner unmassgeblichen Meinung nach- bleiben lassen. Meanderthal ist noch mehr wie die älteren, hat von beiden Seiten Gutes.
13.12.2019 | 14:21 » Moderation benachrichtigen
Hätte da noch eine Exemplar der „Harmonicraft“ auf Vinyl abzugeben :floet:
13.12.2019 | 14:23 » Moderation benachrichtigen
@ Peter: Texte top, ein Spaß zu lesen. Du siehst mir nach, wenn ich nicht verspreche, in irgendwas reinzuhören. Bei deiner Musik (wenn ich denn mal reinhöre (eben Orphx)), denke ich oft, so fühlen sich kleine, zarte Eispickel auf der Schädelbasis an :agree:. Ich verstehe, wenn du auch bei mir nichts anhörenswertes findest.
13.12.2019 | 14:25 » Moderation benachrichtigen
Hätte da noch eine Exemplar der „Harmonicraft“ auf Vinyl abzugeben :floet:Drunken Third, 13.12.2019 14:21 #

Ich habe die schon....tue aber, wie oben zu sehen, mein Bestes.

Nebenbei, ich hoffe wegen doppelt vorhanden? Alles andere wäre ein Eklat :klugscheiss:.

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