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Die Alben des Jahres 2019

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01.01.2020 | 23:10 » Moderation benachrichtigen
Und dann mach ich's am letzten Tag auch noch rund. Zum Thema Hip Hop:Powder To The People, 31.12.2019 15:36 #


Viel Zeug dabei, in das mich reinhören muss :cheers:
Slowthai oder Little Simz nichts für dich?
01.01.2020 | 23:11 » Moderation benachrichtigen
doppelt. Rette ich hiermit:

1. Greet Death – New Hell
2. Angel Du$t - Pretty Buff
3. Chastity - Home Made Satan
4. Blankenberge – More
5. Whirr - Feels Like You
6. Departure Chandelier - Antichrist Rise To Power
7. Blood Incantation - Hidden History Of The Human Race
8. Lana Del Rey - Norman Fucking Rockwell !
9. Idle Hands – Mana
10. White Ward - Love Exchange FailureJustusMeinFreund, 31.12.2019 11:40 #


Sehr schön. LDR und Blood Incantation in einer Einzelliste nebeneinander sieht man wohl auch nicht so häufig.:bigsmile:
02.01.2020 | 07:08 » Moderation benachrichtigen
Und dann mach ich's am letzten Tag auch noch rund. Zum Thema Hip Hop:Powder To The People, 31.12.2019 15:36 #


Viel Zeug dabei, in das mich reinhören muss :cheers:
Slowthai oder Little Simz nichts für dich?alvarez, 01.01.2020 23:10 #


Berechtigte Fragen
02.01.2020 | 13:51 » Moderation benachrichtigen
1. Greet Death – New Hell
2. Angel Du$t - Pretty Buff
3. Chastity - Home Made Satan
4. Blankenberge – More
5. Whirr - Feels Like You
6. Departure Chandelier - Antichrist Rise To Power
7. Blood Incantation - Hidden History Of The Human Race
8. Lana Del Rey - Norman Fucking Rockwell !
9. Idle Hands – Mana
10. White Ward - Love Exchange FailureJustusMeinFreund, 31.12.2019 11:40 #



hab mal in ein paar mir unbekannte namen reingehört... ziemlich bunt gemischt und durchaus unterhaltsam...
mit den allseits gelobten greet death hab ich so meine problemchen, weiß auch nicht woran es genau liegt:
an der produktion? am gesang? :hm:

aus den (wie immer top formulierten) listen von powder kenn ich genau gar nichts, aber da weiß ich ohnehin - finger weg! :floet:
(nix für ungut)
03.01.2020 | 11:50 » Moderation benachrichtigen
Ohne Reihenfolge haben mir im Jahr 2019 folgende Alben besonders gut gefallen:

We Never Learned To Live - The Sleepwalk Transmission
neánder - neánder
Black Lung - Ancients
Lysistrata - Breathe In/Out
Brutus - Nest
Stake - Critical Method
Elbow - Giants Of All Sizes
La Dispute - Panorama
The National - I Am Easy To Find
Rival Sons - Feral Roots
Nick Cave & The Bad Seeds - Ghosteen

und ein Livealbum, welches die Besonderheit dieser großartigen (vor allem Live-)Band vollends zum Ausdruck bringt: Turbostaat - Nachtbrot :bow:
03.01.2020 | 11:57 » Moderation benachrichtigen
Kurz, knackig und mit vier Alben beseelt, die mir 2019 auch den Pullover wärmten; im Falle von La Dispute sollte ich also vielleicht doch ein Ohr riskieren.
03.01.2020 | 12:59 » Moderation benachrichtigen
Turbostaat - Nachtbrot :bow:SvenHü, 03.01.2020 11:50 #

Die hatte ich in meiner Liste total vergessen, finde es aber auch super Livealben separat laufen zu lassen. Ebenfalls vergessen hatte ich die Defeater, aus welchen Gründen auch immer. Deswegen wird es jetzt bei mir auch eine Liste mit elf Alben, die so seltsam wie gedacht dann doch nicht geworden ist. Außerdem hat sich die Frage nach dem besseren der beiden Foals-Alben insofern erledigt, dass am Ende beide nicht in der Liste gelandet sind, was zumindest dafür spricht, dass das Jahr soo schlecht dann auch wieder nicht gewesen sein kann (die Antwort wäre aber wohl: Part 1).

Da eine klare #1 fehlt, die Alben in alphabetischer Reihenfolge:

Bon Iver - I,i
Der Eagle sagt "Die Kuscheldecke im riesigen Haufen Elektroschrott." und der Eagle hat Recht. Der Vorgänger war trotzdem besser :tongue:

Frank Carter & The Rattlesnakes - End of Suffering
Der Sprung von Album 2 zu 3 ist nicht mehr so groß wie von 1 zu 2, aber Stillstand kann man Frank Carter wirklich nicht vorwerfen. Möglicherweise stattdessen zwar, dass er ein wenig viel von den Arctic Monkeys geklaut hat, aber was macht das schon, wenn solche Hits wie "Crowbar" und "Supervillain" dabei rumkommen? Carter hat dieses Jahr auf beeindruckende Art endgültig bewiesen, dass er ein Album quasi alleine mit seiner Stimme tragen kann. Und live finde ich ihn nach wie vor auch total sympathisch in seiner Rolle als auf dem Boden gebliebener Rock-Star. Wer hätte das vor 10 Jahren gedacht? Ich nicht.

Clowns - Nature/Nuture
Die Duracell-Häschen aus Melbourne sind permanent auf Tour und liefern trotzdem immer Punkrock auf höchstem Niveau. Ich mag besonders, wie die Band von Album zu Album ihren Sound erweitert, dabei aber nie den Fokus verliert.

Crows - Silver Tongues
Meine Visions-Entdeckung des Jahres. Postpunk auf höchstem Niveau, der mich über weite Strecken an Idles "Brutalism" erinnert, nur noch kratzbürstiger.

Defeater - Defeater
Defeater haben die glatte Produktion der letzten Alben hinter sich gelassen und setzen wieder auf rauhes Geschrei über krachigen Gitarren und scheppernden Drums. Dazu ist die Platte enorm hitlastig geworden, allen voran "Mothers' Sons". Für mich klar die positive Überraschung des Jahres.

Deichkind - Wer sagt denn das?
Ein lyrisches Meisterwerk. Man könnte seitenweise geile Texte von dieser Platte zitieren.
Musikalisch habe ich mich eine Zeit lang etwas schwer getan und hatte beinahe den Eindruck, dass eigentlich nur die Singles so wirklich herausstechen (die dafür aber alle famos sind!). Das Album ist aber ein Grower und auch deswegen, sorry, richtig gutes Zeug.

Lysistrata - Breathe In / Out
Feinste Frickelparts und fetteste Schredderparts. Dazu ein singender Schlagzeuger, da bin ich immer sofort hin und weg.

Psychedelic Porn Crumpets
Die Porn Crumpets haben mehr Rock in ihren Psychedelic gebracht und damit kamen Tempo und Druck gleich mit. Walzt gut, ist aber auch einfach herrlich bescheuert.

Slipknot - We are not your kind
Dieses Album ist nicht perfekt und wahrscheinlich auch bald aussortiert, aber unterm Strich muss ich einfach festhalten: Im Jahr 2019 habe ich mir diesen 63 Minuten langen Brocken ganz schön oft angestört. Am Stück. Ohne Skippen.

Spidergawd - V
Ich gebe es offen zu: Ich fahre total auf dieses Saxophon ab. Und der Rest ist auch geil.

We never Learned to Live - The Sleepwalk Transmissions
Das Konzept ist nicht neu, aber es zieht immer noch: Angenehm wuchtige Gitarrenmusik, bisschen Gesang, bisschen Geschrei. Und einfach nie die Spannung verlieren.
03.01.2020 | 13:05 » Moderation benachrichtigen
63 Minuten langen Brocken ganz schön oft angestört.schmirglie, 03.01.2020 12:59 #

Herr Freud :hm: ?
03.01.2020 | 13:26 » Moderation benachrichtigen
Crows - Silver Tongues
Meine Visions-Entdeckung des Jahres. Postpunk auf höchstem Niveau, der mich über weite Strecken an Idles "Brutalism" erinnert, nur noch kratzbürstiger.schmirglie, 03.01.2020 12:59 #

erst überrascht, die nochmal erwähnt zu sehen, dann nicht mehr so, weil die idles hier ja auch weiten konsens finden. der vergleich ist tatsächlich nicht weit hergeholt.

mir hat das album beim ersten hören auch recht gut gefallen. bei den weiteren 2-3 durchgängen musste ich mich aber leider schon fragen, warum nochmal (bin ja auch kein idles-fan). momentan bei mir ein platz irgendwo im soliden mittelmaß. werde ihm jetzt aber nochmal eine konzentrierte chance geben.
03.01.2020 | 13:31 » Moderation benachrichtigen
63 Minuten langen Brocken ganz schön oft angestört.schmirglie, 03.01.2020 12:59 #

Herr Freud :hm: ?eigenwert, 03.01.2020 13:05 #

Geil :lol1:
Ich glaube ich war schon bei "Stück". Aber immerhin zeigt mir das, dass meine Beiträge gelesen werden :smile:
03.01.2020 | 16:29 » Moderation benachrichtigen
Die Liste vom Schmirglie... Deichkind galore und die gleichen Bedenken empfand ich anfangs auch, aber nach dem zweiten Durchlauf war's nicht mehr und am Ende bleiben vielleicht anderthalb bis zwei schwächere Tracks in einer Party. Der Party des Jahres!
Dass derweil Slipknot ein zweites Mal unter den zehn besten Alben auftauchen... puh. Hatte beim Hören das Gefühl, halt RockAntenne zu hören. Prinzipiell ja nicht schlecht, aber unweigerlich fragte ich mich dann auch: Seit wann klingen die so? Klangen die vielleicht nicht doch immer schon so - nur dann bleibt aber dieses Adoleszenzerinnerungsfeeling aus. Hm.
03.01.2020 | 23:13 » Moderation benachrichtigen
Bilder* sagen mehr als tausend Worte...



...und da die Neunzehn aus einer Neun und einer Eins besteht, folgt noch die eine hyperhonorige Erwähnung von Deichkinds "Wer sagt denn das?".

---
*trotzdem zum "Nachlesen":
9 NIXA.- Opus Tierra
8 Spidergawd.- Spidergawd V
7 Hodja.- We Are The Here And Now
6 Jambinai.- ONDA
5 Cave In.- Final Transmission
4 Beastwars.- IV
3 Helms Alee.- Noctiluca
2 Black Lung.- Ancients
1 Raketkanon.- RKTKN #3
03.01.2020 | 23:38 » Moderation benachrichtigen
The National - I Am Easy To FindSvenHü, 03.01.2020 11:50 #


Ist überraschend selten in diesem Thread aufgetauscht. Wieder mal ein wunderbares Album. Hatte nicht viel gefehlt, dass "I Am Easy To Find" auch in meiner Liste landet.
04.01.2020 | 11:55 » Moderation benachrichtigen
Honorable Mentions

Lagwagon – „Railer“

Kurzweiliger Spaß und mit dem zwischen Selbstreferenz und Selbstparodie schwankendem „Bubble“ ein sicherer Kandidat für alle selbstgebrannten Best-Of-CDs (haha), aber in Summe zu angestaubt.

Cokie The Clown – „You’re Welcome“

Cokie alias Fat Mike alias Mike Burkett mit seinem niederschmetterndem Solodebüt. Musikalisch interessant und teils wirklich einfallsreich, zelebriert hier ein Urgestein des Punkrocks seine hässliche Nabelschau. Ich bin über jedes Jahr froh, dass er noch schafft.

Deutsche Laichen – „Deutsche Laichen“

Pöbelpunk mit ohne Attitüde aber mit Aussage. Hält der „Szene“ und jedem anderen den vollgespuckten Spiegel vor. Wichtig und gut.

Mercy Union – „The Quarry“

The Gaslight Anthem mit noch weniger Punk aber mit guten bis tollen Songs. Bedient mein spärliches Verlangen nach Americana vollkommen.

Chiefland – „Wildflowers“

Beachtenswertes Debüt einer deutschen Band, die man getrost irgendwo zwischen Defeater und Listener verorten kann.

The Get Up Kids – „Problems“

(Beinahe) zurück zu alter Stärke. Ein rundum gefälliges Album voller Powerpop und eben mit der Stimme von Matt Pryor.

Wear Your Wounds – „Rust On The Gates Of Heaven“

Musikalisch wesentlich wuchtiger als das Debüt, aber emotional lange nicht mehr so packend. Trotzdem: Das spannende Projekt von Jacob Bannon ist nun eine vollwertige, ernstzunehmende Band.

Shoreline – „Eat My Soul“

Eine späte Antworten Münsters auf den Holzfällerhemdpunkrock. Aber auch Jimmy Eat World’s „Futures“ scheint ab und an im Proberaum gelaufen zu sein. Absolut runde Sache, klingt auch angenehm „undeutsch“, kmowimsayin?


Top Ten

10. Joey Cape – „Let Me Know When You Give Up“

Lagwagon bringen ein neues Album raus, aber in der Top 10 steht das Soloalbum von Joey Cape? Ne, hätte ich mir vorher auch nicht geglaubt. Trotzdem hat mich „Let Me Know When You Give Up“ von Beginn an mehr begeistert als die neue von Joey’s Hauptband. Verrückt. Dabei macht er auf seinem schon vierten Solodingens nichts überraschend neu. Aber seine einzigartige Stimme zu ruhigen Balladen (wie der titelgebende Einstieg oder das schöne „Andalusia“) lässt halt mein Herz aufgehen. Und auch mit voller Band und angezerrten Gitarre liefert er ab („Fighting Atrophy“). [8/12]
Andalusia
Fighting Atrophy

9. Jimmy Eat World – „Surviving“

Jimmy Eat World mit einer völlig überraschend experimentellen EDM-Platte. Quatsch? Quatsch. Jimmy Eat World halten jetzt seit acht Alben an ihrem strikten Dreijahres-Rhythmus fest und klingen so sehr nach Jimmy Eat World, wie man es eben erwartet. Auf „Surviving“ versammeln sie aber im Gegensatz zu den letzten Alben wieder viele wirklich schöne Songs. Schmissigen Rockern wie „All The Way (Stay)“ (samt Saxophonsolo) stehen Träumerein wie „Recommit“ entgegen. Und mit „555“ findet sich dann tatsächlich ein elektronischer Synth-Pop-Song, der zwar ungewöhnlich klingt, aber mit ausladendem Refrain überzeugtt. Ansonsten machen die Texaner eigentlich gar nichts neu, aber alles eben so gut, wie vielleicht seit „Futures“ nicht mehr. Und wenn Jim Adkins singt, dann bewegt sich halt etwas im Herzen. Isso. [8/12]
555
All The Way (Stay)

8. Earth Moves – „Human Intricacy“

Ein schwer walzender Brocken von einem Album. Das ist wohl am ehesten Post-Metal, der das Tempo nur ganz selten mal anzieht („Other Voices, Other Rooms“), ansonsten aber mit der Wucht und der Geschwindigkeit eines Bulldozers alles plattwalzt. Trotzdem bricht ab und an mal der wolkenverhangene Himmel auf und etwas Licht flutet die Szene, die am Anschluss direkt wieder von der Apokalypse überrollt wird („Catatonic“). Fett, im besten Sinne. [9/12]
Catatonic

7. Strung Out – „Songs Of Armor And Devotion“

Die kalifornischen Skatepunklegenden gewinnen das inoffizielle Battle mit ihren kalifornischen Skatepunklegendenkollegen einigermaßen deutlich. Strung Out schaffen es nämlich im Gegensatz zu Lagwagon, ihren Trademarksound auch 2019 angenehm frisch und nicht angestaubt klingen zu lassen. Die Kalifornier (was sonst?) liefern gewohnte Spielfreude und sonnigstes Doppelgitarrengeschrubber, sind produktionstechnisch auf Höhe der Zeit und haben einfach den höheren Coolness-Faktor. Punkt. [9/12]
Ulyssess

6. Defeater – „Defeater“

Defeater haben vor etwas mehr als zehn Jahren mit ihren ersten Veröffentlichungen große Wellen geschlagen (Zwinkersmiley), danach hat sich ihr Storytelling-Hardcore aber zusehends abgenutzt. Ausgefranzte Story, musikalisch vorhersehbar und wenig mitreißend waren die letzten zwei Alben. 2019 jedoch wirkt die Band nach internen Turbulenzen (Substanzmittelmissbrauch, Streitigkeiten, Ausstieg von Jay Maas) frisch wie in den Anfangstagen. Die Kompositionen sind mitreißend, die Produktion angenehm schmutzig und besonders Drummer Joe Longobardi macht hier einen Ausnahmejob. Atmosphärisch verdichteter und auf den Punkt gespielter Hardcore, meistens schleppend („Desperate“), manchmal treibend („No Guilt“). [9/12]
Desperate
No Guilt

5. Frail Body – „A Brief Memoriam“

Nennt es Screamo, nennt es Skramz, nennt es Powerviolence – mir egal. Frail Body hauen Anfang November ein maximal intensives Album raus, dass in weniger als 22 Minuten alles sagt, was gesagt werden muss. Was Frail Body so besonders macht, ist erstens der anscheinend völlig dem Wahnsinn verfallene Drummer und zweitens ein für diese Schublade beinahe unheimliches Gespür für großartige Melodien. Das macht diesen hässlichen Brocken Verzweiflungscore nämlich erstaunlich verdaulich. [9/12]
Pastel
Cold New Home

4. SeeYouSpaceCowboy - „The Correlation Between Entry And Exit Wounds“

Wäre die Platte hier zwischen 2001 und 2004 erschienen, die Band mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen wäre mit Sicherheit durch die Decke gegangen. Leicht frickeliger Metalcore mit der perfekten Balance zwischen purem Wahnsinn und wärmender Melodie, irgendwo zwischen alten As I Lay Dying und noch älteren Poison The Well und allem, was damals noch so angesagt war. Manchmal an der Grenze zur Genreparodie (Songtitel, Aufmachung, Songwriting, alles), aber zu mitreißend und für 2019 zu erfrischend, um nicht zu begeistern. [9/12]
With High Hopes And Clipped Wings

3. American Football – „American Football (LP3)“

Album Nummer 3 der Meme-gewordenen Twinkle-Legende, jetzt mit zwei von drei Kinsellas. Für die einen ist ihr Wellness-Emo einschläfernde Langweile, für die anderen im allerbesten Sinne zurückgenommene Wohlfühlmusik. Hier kann man ganz tief eintauchen und sich sanft einlullen lassen. Gleichzeitig war und ist besonders die Rhythmusfraktion immer perfekt auf den Punkt und seit nun mindestens zwei Alben ist auch die Produktion perfekt. „Silhouette“ gibt den überlangen Anfang und verbreitet kurz etwas düstere Stimmung, danach aber herrscht Wohlklang vor. Man höre sich nur das umwerfend schöne „Heir Apparent“ an (samt schmeichelnden Chorus-Outro). Oder den verträumten Rausschmeißer „Life Support“, der auch auf dem legendären ‘99er Debüt gestrahlt hätte. Mike Kinsella bekommt auf dem Album übrigens drei Mal weibliche Unterstützung am Mikro, was in allen drei Fällen hervorragend funktioniert. Überhaupt gibt es hier an jeder Ecke eine Menge zu entdecken, wenn man nur genau hinhört (und nicht vorher einschläft). [10/12]
Heir Apparent
Life Support

2. Greet Death – „New Hell“

Zwei kauzige Typen veröffentlichen ohne Vorwarnung im November auf Deathwisch, Inc. ein Album, das aufgrund von Bandnamen, Albumtitel und Label eigentlich kratzbürstigstes Geballer sein müsste, einen aber stattdessen mit herzzerreißendem Indiefolkemogaze einlullt. 48 Minuten voller melancholisch-kaputter Atmosphäre. Nie klang Nihilismus schöner. Dieses Album berührt etwas ganz tief drin, auf das man nicht mit dem Finger zeigen kann. Aber es fühlt sich richtig an. Das Doppel aus „Let It Die“ und „You’re Gonna Hate What You’ve Done“ bleibt 2019 unerreicht. [10/12]
Let It Die
You‘re Gonna Hate What You’ve Done

1. State Faults - „Clairvoyant“

Die Kalifornier sprangen ohne jede Vorwarnung aus dem Post-Hardcore-Gebüsch und nutzten den Überraschungseffekt, um mit ihrem transzendentalen Screamo zu überrumpeln. Dabei reicht dem Trio schon das eröffnende „Dreamcatcher, Pt. II“, um bereits vollends zu überzeugen. Sie fackeln dann trotzdem noch zehn weitere Granaten ab, die zwischen Raserei und sphärischen Parts changieren und immer wieder mit kniefallwürdigen Melodiebögen begeistern. Wie „Cemetery Lights“ als Gegenpart zum genannten „Dreamcatcher, Pt. II“ das Album in den Äther entschweben lässt, ist ganz großes Gefühlskino. Believen Sie den Hype, bitte. [11/12]
Dreamcatcher, Pt. II
Cemetery Lights
04.01.2020 | 13:50 » Moderation benachrichtigen
Erstmal noch nice Listen hier gepostet.:cheers: Auch danke an Drunken für die Ausführungen. Ich mag das gern und lese immer alles, erwarte das aber nur bedingt bei meinen Listen. Ich sehe das eher als Fazit für mich, es kompakt niederzuschreiben. Ansonsten:
5 Cave In.- Final Transmissionfennegk, 03.01.2020 23:13 #

Also ich weiss nicht: Das Ding war als Compilation geplant und so klingt es auch. Auch die Produktion finde ich ein bisschen frech, einige Songs klingen sehr unterschiedlich zueinander. Natürlich verstehe ich den Schritt nochmal Ehrerbietung an Scofield zu erweisen und der Grossteil des Erlöses ging wohl auch an die Familie. Dafür natürlich schwere Props. Bei mir wäre die Platte aber nicht in die Nähe der Liste gekommen.
9. Jimmy Eat World – „Surviving“Drunken Third, 04.01.2020 11:55 #

Hat bei mir seltsamerweise nur bedingt gezündet, war mir teilweise zu "normalrockig". Allerdings habe ich der nicht wirklich viele Durchläufe gegönnt und werde das nachholen, da ich durchaus einige coole Momente wahrgenommen habe.
6. Defeater – „Defeater“Drunken Third, 04.01.2020 11:55 #

Ging nur knapp an meiner HC/Punk-Top-Ten vorbei, wäre aber definitiv bei den Honorable Mentions gewesen. War auch positiv überrascht.
4. SeeYouSpaceCowboy - „The Correlation Between Entry And Exit Wounds“Drunken Third, 04.01.2020 11:55 #

War mir, wie schon genannt, etwas zu nah am unangenehmen Emorevival (also dem unangenehmen Emo) und zuviel Hopesfall-Recall ohne daraus etwas eigenes zu machen. Die Compilation hat mich weitaus mehr gefickt bzw. war der edgy Faktor bei Wristmeetrazor grösser. Aber einige Songs sind echt gut.
04.01.2020 | 14:00 » Moderation benachrichtigen
9. Jimmy Eat World – „Surviving“Drunken Third, 04.01.2020 11:55 #

Hat bei mir seltsamerweise nur bedingt gezündet, war mir teilweise zu "normalrockig". Allerdings habe ich der nicht wirklich viele Durchläufe gegönnt und werde das nachholen, da ich durchaus einige coole Momente wahrgenommen habe.Powder To The People, 04.01.2020 13:50 #


So ähnlich geht mir das auch. Ein großes Problem ist der Einstiegssong, der genauso auch auf einer Danko Jones-Platte hätte stehen können. Und das ist keine gute Sache, weil ich mit diesem Proll-Partyrock noch nie konnte. Ich meine, ein einziger Basston für den Großteil des Stücks? Come on!
04.01.2020 | 14:10 » Moderation benachrichtigen
Der Opener ist furchtbar uninspiriert, in der Tat.
04.01.2020 | 15:17 » Moderation benachrichtigen
1. State Faults - „Clairvoyant“

Die Kalifornier sprangen ohne jede Vorwarnung aus dem Post-Hardcore-Gebüsch und nutzten den Überraschungseffekt, um mit ihrem transzendentalen Screamo zu überrumpeln. Dabei reicht dem Trio schon das eröffnende „Dreamcatcher, Pt. II“, um bereits vollends zu überzeugen. Sie fackeln dann trotzdem noch zehn weitere Granaten ab, die zwischen Raserei und sphärischen Parts changieren und immer wieder mit kniefallwürdigen Melodiebögen begeistern. Wie „Cemetery Lights“ als Gegenpart zum genannten „Dreamcatcher, Pt. II“ das Album in den Äther entschweben lässt, ist ganz großes Gefühlskino. Believen Sie den Hype, bitte. [11/12]
Dreamcatcher, Pt. II
Cemetery LightsDrunken Third, 04.01.2020 11:55 #

tatsächlich eine sehr gute, atmosphärisch dichte Platte, vielen Dank
04.01.2020 | 18:43 » Moderation benachrichtigen
5 Cave In.- Final Transmissionfennegk, 03.01.2020 23:13 #
Also ich weiss nicht: Das Ding war als Compilation geplant und so klingt es auch. Auch die Produktion finde ich ein bisschen frech, einige Songs klingen sehr unterschiedlich zueinander. Natürlich verstehe ich den Schritt nochmal Ehrerbietung an Scofield zu erweisen und der Grossteil des Erlöses ging wohl auch an die Familie. Dafür natürlich schwere Props. Bei mir wäre die Platte aber nicht in die Nähe der Liste gekommen.Powder To The People, 04.01.2020 13:50
Das verstehe ich und ich täte mich schwer, in langen Worten darzulegen, warum ich das Ding so mag... einfach grundsympathisch. Das ist so ein - wie's bei Listen auch mir manchmal geht - Gefühlsding.
War auch meine erste von Cave In, vielleicht spielte das noch dezent mit rein.
04.01.2020 | 18:49 » Moderation benachrichtigen
War auch meine erste von Cave In, vielleicht spielte das noch dezent mit rein.fennegk, 04.01.2020 18:43 #

:yikes::yikes::yikes: Das hingegen ist skandalös!

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