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Alben des Jahres 2018

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09.01.2019 | 11:56 » Moderation benachrichtigen
Oh, danke für die Blumen! Mach das ruhig mal, ich würde das sehr gerne lesen!
Shittys Bewertung zur Foxing ist genau das, was ich auch gern geschrieben hätte, wenns mir eingefallen wäre. Da gehen wir wirklich 100% konform.
09.01.2019 | 13:16 » Moderation benachrichtigen
Sehr gut, auch nochmal danke an Shitty und Schmirglie.:cheers:
10.01.2019 | 19:16 » Moderation benachrichtigen
dieses Wochenende kommt endlich mein Text, schwöre (wer schon im Blog geluschert hat: Text wird anders:klugscheiss:)
13.01.2019 | 11:56 » Moderation benachrichtigen
Dann wollen wir mal:

10. Denzel Curry - TA1300
Ich bin ja wirklich kein großer Freund von der unfassbaren Schwemme an mäßig talentierten Rappern, die meinen, der neue heiße Shit zu sein. Aber Denzel Curry ist es wirklich. Auch er kommt aus dem Soundcloudkosmos, ist aber mit 23 Jahren bereits ein alter Hase und dies sein drittes Album. Diese Scheibe sollte sein endgültiger Durchbruch sein, denn er hat einfach die besten und interessantesten Songs im HipHop 2018. Über das gesamte Album hat der Mann eine solche Präsenz und Energie, dass ein bisschen in den Hintergrund gerät, wie geil die Beats und edel ausgewählten Features sind. This shit slaps.

9. Spanish Love Songs - Schmaltz
Viel wurde schon über diese Platte erzählt, weil sie einfach bei verdammt vielen Leuten richtig gut ankam. Un das ist absolut verständlich. Jeder Song eine Hymne, die zum Mitsingen, aber auch Reflektieren anregt. Das Tempo bleibt, nachdem sich der Opener Nuevo aufgebaut hat, durchgehend hoch und Dylan Slocum zittert sich durch seine persönlichen Texte. So viele Emo-Punkrockhits findet man wirklich selten und hier gibt es nach jedem Durchgang einen neuen Ohrwurm.

8. Illuminati Hotties - Kiss Yr Frenemies
Der Bandname ist ja erstmal etwas abschreckend, aber hier versteckt sich eine kleine Indiepop-Perle. Oder ‘Tenderpunk’, wie Sarah Tudzin ihre Musik unter diesem Namen nennt. Selten habe ich ein Album gehört, das kleine, persönliche Geschichten über das Erwachsenwerden so nachempfindbar erscheinen lässt. Das hängt denke ich stark damit zusammen, dass ich in einem ähnlichen Alter wie Tudzin bin. Aber auch die Songs sind variabel und sich für keine noch so weit hergeholte Idee zu schade. Macht in ihrer jugendlichen Imperfektion einfach richtig Spaß, die Scheibe.

7. Lucy Dacus - Historian
Im Gegensatz zur leider nur okayen boygenius war Lucy Dacus Soloplatte 2018 ein richtiger Kracher. Musikalisch wirkt das hier alles deutlich erwachsener als bei ihren Mitstreiterinnen, trotz ihrer erst 23 Jahre. Ihre warme Stimme saugt einen förmlich in dieses ‘Softrock’-Opus(fiese Bezeichnung, haut aber hin). Bei wem Night Shift nicht im Ohr kleben bleibt oder wer Timefighter nicht für einen der besten Songs des Jahres hält, der sollte dringend nochmal an Historian ran.

6. Low - Double Negative
25 Jahre im Business und immer noch für solche Überraschungen gut. Einmal ihren Sound komplett dekonstruiert, ein paar Dronescheiben daneben gelegt und kurzerhand mit klassischen Slowcore-Bauplänen wieder aufgebaut. Double Negative ist ein Album, das bei jedem Durchlauf einfach spannend bleibt, da es zerstörerische Soundexperimente mit der zerbrechlichen Schönheit Slowcores verbindet. In einer Art, die es so erscheinen lässt, als ob es genau so sein muss und nicht anders. Meister am Werk.
13.01.2019 | 12:00 » Moderation benachrichtigen
5. Beach House - 7
Kennste eins, kennste alle? Das mussten sich Beach House oft vorwerfen lassen, da sie ihren einzigartigen Sound niemals verändern mussten. Dass sie es können, ohne ihre Identität aufzugeben, zeigen sie auf ihrer siebten Platte. Diese entwickelt einen noch größeren Sog als die meisten Vorgänger: Psychedelische, trippige Nuancen, ein gefühlt noch dichteres Soundbild und einfach 11 verdammt gute Songs machen 7 zu ihrem vielleicht besten Album.

4. Mewithoutyou - [untitled]
Am Ende des recht ruhigen Vorgängers Pale Horses brodelt es gewaltig, aber auf den Ausbruch musste man 3 Jahre warten: Auf [untitled] wird Aaron Weiss direkt im Opener richtig von der Leine gelassen und bellt sich ungewohnt aggressiv durch 9:27am, 7/29. Insgesamt ist die Stimmakrobatik und musikalische Untermalung abwechslungsreich wie nie, wie das hymnische Julia (in einer fairen Welt ein richtiger Hit) oder das wunderschöne Winter Solstice. Mewithoutyou liefern hier eines ihrer besten Alben ab und sind mit ziemlicher Sicherheit die aktuellen Könige des Post-Hardcores.

3. The Beths - Future Me Hates Me
Meine Überraschung des Jahres. Es kam am selben Tag wie Foxing raus und war so erstmal etwas unter dem Radar. Aber mit der Zeit schummelte es sich immer wieder in meine Hörgänge. 10 Songs, 10 Hits, Punkt. Auch wenn Little Death das Highlight unter Highlights ist, schlägt jedes Lied hier voll ein und bei jedem Durchlauf wirst du von einer anderen unwiderstehlichen Melodie durch den Tag begleitet. Besser wird Indie-Powerpop nicht und das es bereits so ausgefeilt auf dem Debüt zugeht, ist Hexerei. Da ist doch was im Wasser in Neuseeland.

2. Foxing - Nearer My God
Wenn jemand sagt, dass Rockmusik langweilig ist, sollte diese Person mal Foxing hören. Denn auf Nearer My God ist einfach mal alles drauf, was man sich wünschen könnte und es wird exakt 0 Sekunden langweilig. Foxing transzendieren, denn Emo ist das nicht mehr. Mühelos hüpft die Bands durch die Genres und nimmt einen mit auf eine Reise durch religiöse Reflexionen, Politkritik und DnD-Referenzen. Ein actiongeladenes Paket auf dem auch Handclaps, Dudelsäcke und Gitarrensolos nicht nur koexistieren, sondern genau da hingehören, wo sie sind.

1. Rolo Tomassi - Time Will Die and Love Will Bury It
Manchmal ist die Suche nach dem Album des Jahres doch sehr leicht. Man erwartet einfach vor Release, dass man es hören wird und dann werden diese Erwartungen noch übertroffen. Die Vorabtracks zwischen dem Quasi-Pop von Aftermath und der Raserei von Balancing The Dark ließen noch auf keine definitive Richtung schließen: Spätestens bei The Hollow Hour wird dann klar, dass Rolo Tomassi da angekommen sind, wo sie hingehören, den Balanceakt zwischen Hölle und Himmel, Schatten und Licht perfektioniert haben. Das beste der Vorgänger Grievances und Astraea vereint. Auf dem absolut makellosen A Flood of Light zeigen sie dann ihr ganzes Können und fusionieren alle Elemente zu einem der herausragenden Songs des Jahres, der sowohl die schönsten als auch die markerschütterndsten Momente des Jahres bereit hält. Dieses Album ist ein absoluter Triumph, für mich ein persönlicher potentieller Klassiker der harten Musik und die Platte, an der sich viele Bands von nun an messen lassen müssen.
13.01.2019 | 12:51 » Moderation benachrichtigen
Alvi delivert.:cheers: Ja zu den ersten beiden und auch sonst schöne Kurzrezis. Die mewithoutyou wird jetzt auch endlich eingesackt, ich hatte mit der schon geliebäugelt aber irgendwie noch keine grossartige Beschäftigung investiert. Jetzt nochmal den Opener (wie befohlen) gegeben und ja, her damit. Das Aaron Weiss auch mal ganz gerne kreischt ist bekannt, schliesslich hat er schon am Ende von Norma Jean's Evergreen eine Schimpftirade losgelassen:
13.01.2019 | 13:25 » Moderation benachrichtigen
Ist das die junge Kanzlerin auf dem Bild?

Was sind Dnd-Referenzen?
13.01.2019 | 13:27 » Moderation benachrichtigen
Beths, Beach House und Low sind vermerkt.
13.01.2019 | 13:45 » Moderation benachrichtigen
alvi, reihenfolge ist unverändert die gleiche wie im blog, oder?
13.01.2019 | 14:06 » Moderation benachrichtigen
Wieder schöne Text über gute Musik. Leider habe ich im Moment echt nicht genug Zeit und Gelegenheit, mir all das anzuhören, was ich ganz offensichtlich im vergangenen Jahr verpasst habe. Eine Schande, aber so ist das halt.
13.01.2019 | 14:12 » Moderation benachrichtigen
alvi, reihenfolge ist unverändert die gleiche wie im blog, oder?etienoir, 13.01.2019 13:45 #


Ja, ich habe nur noch neue Texte geschrieben.
15.01.2019 | 10:57 » Moderation benachrichtigen

3. MaidaVale - Madnes is too PureDIRTY_PUNK, 06.01.2019 14:12
:thumbsup:
"Oh, Hysteria!" und besonders "Trance" - aber halt doch alles!reduqtif, 06.01.2019 19:10 #

Bei mir sind's Gold mind und Dark clouds - aber halt doch alles! :cheers:

Des Schmuddelpunks Liste hält einige Überraschungen bereit. BRMC etwa hat mich ebenfalls enttäuscht. Von einer neuen The Vines wusste ich gar nichts, ich glaube ich habe die etwas zu recht aus den Augen verloren. Hatten mich zuletzt doch eher gelangweilt. Dann Dana Fuchs und Ana Popovic. Überraschung :smile:. Beide vor ziemlich langer Zeit live gesehen, aber kaum eine Erinnerung mehr daran. Wenn, dann noch eher an Popovic. Ich glaub', so ok, aber es ist nicht viel hängengeblieben. Ausser, dass es kein Schmuddelpunk ist und dass derselbe also viel mehr zu bieten hat, als man dem Namen nach denkt :wink:. Und dann natürlich die neue Mascis. Ist, glaub' ich, die erste Liste in der die erscheint. Die wartet auch noch auf's Gehörtwerden. Ja, sehr schöne Angelegenheit :thumbsup:.

Die anderen Listen auch alle. Bombig zu lesen, nur leider gar nichts, wozu ich feedbacken könnte :sad:.
18.01.2019 | 10:24 » Moderation benachrichtigen
Dieses Jahr gab es für mich persönlich nicht so viel zu entdecken. Es gab viel Gutes, aber für mich eben wenig Mitreißendes. Am Ende stehen hier nur drei Alben, die ich oft und gerne und immer wieder höre. Vielleicht schleicht sich ja noch im Nachgang aus dem Jahrgang 2018 in meine Sammlung (z.B. Vennart mit seinem wirklich ideenreichen To Cure A Blizzard Upon A Plastic Sea) ein weiterer Kandidat, aber hier und jetzt bleibt es bei einer mageren Top 3. Einen positiven Aspekt hat das Ganze. Die Einschränkung auf nur drei Kandidaten bedeutet, auch übers Jahr verteilt, wesentlich mehr Aufmerksamkeit für die Auserwählen. Alleine Schmaltz hat meine Gehörgänge unsagbar oft besucht und ist diese Gänge wie ein Duracelhase rauf- und runtergelaufen, gerannt oder gegangen. So stark habe ich mich lange nicht mehr auf so wenig Auswahl konzentriert. Es erinnerte mich an die Zeiten, in der Musik nicht jederzeit und überall und in diesem erschlagenden Umfang zugänglich war. Es war ein wenig wie damals, als ich mir ein Album gekauft und es vor der Anlage unzählige Male, mit dem Booklet in den Händen, verschlungen habe, bis erst Wochen oder gar Monate später ein neues Album mein Herz erobert hat. Nicht wie damals, aber ein wenig schon.


3. Pianos Become The Teeth – Wait For Love
„Zwar hat mich der Vorgänger mehr begeistert, war aber auch 2014 unter meinen persönlichen Top 3 am Ende des Jahres. Es war somit nicht wirklich zu erwarten, dass „Wait For Love“ noch einen draufpackt. Ist auch völlig okay so, weil ich auch dieses Album sehr großartig finde. Es versprüht wieder eine bestimmte und besondere Atmosphäre und ist wunderbar homogen. Die Entwicklung der Band, die vermutlich viele alte Fans enttäuscht zurücklässt, kommt mir dafür sehr entgegen. Ich kann den Schritt zum Klargesang und mehr Indie nur begrüßen.“
Diese Worte habe ich vor einigen Monaten hier geschrieben und sie haben immer noch ihre Gültigkeit. Deshalb möchte ich dem gar nichts weiter hinzufügen.

2. Thrice - Palms
Es wurde bereits viel über Thrice, dieses Album und die Vergleiche zum Vorgänger geschrieben. Es wurde gefühlt so ziemlich alles darüber geschrieben, was man dazu schreiben kann. Was soll ICH also noch schreiben? Nicht viel, außer, dass ich das Album mag, sogar sehr, es mir, wie so ziemlich allen, auch besser gefällt, als der Vorgänger (wobei ich auch diesen ziemlich mag, wohl mehr als so ziemlich alle :smile:), die kleinen Spielereien im Sound das Album spannend halten und es eine vage Zusammenfassung (den Start im Hardcore mal ausgenommen) des musikalischen Schaffens dieser großartigen Band ist. Nun, am Ende ist es ein tolles Album, dass trotzdem in seiner Großartigkeit für sich steht.

1. Spanish Love Songs - Schmaltz
Auch diese Worte von mir landeten bereits vor einigen Monaten hier im Forum, nachdem dieses Schätzchen eine unglaubliche Begeisterung bei mir ausgelöst hat. Und auch hier hat sich bis zum heutigen Tag kaum etwas geändert. Deshalb (mit ein paar kleinen Korrekturen)...
„Mein bisheriges Highlight des Jahres!!!
Mit uns fing es etwas zögerlich an. Dabei kennen wir uns seit dem „ersten“ Tag. Ich gebe zu, es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Zaghaft und ein wenig schüchtern haben wir uns bei wiederholten Treffen angenäht, die immer häufiger stattfanden, an allen möglichen Orten, zu allen erdenklichen Zeiten. Bis eines Tages bei einem dieser Treffen mein neuer Freund Schmaltz mich an die Hand nahm und ohne Vorwarnung losrannte und mitriss, ohne ersichtliches Ziel. ... Ich rannte mit, habe mich treiben lassen. Etwas erschöpft aber voller Glück umarmten wir uns, bevor die letzten langsamen Schritte uns zum Ziel führten. Und jetzt begriff ich, wohin der Weg führte. Direkt in mein Herz. Dort ist jetzt ein Platz für ihn reserviert. Forever? Ist ... so was von egal!
Tja, was soll ich sagen, wir sehen uns ... regelmäßig ... . Es gibt immer eine liebevolle und feste Umarmung, und wir laufen gemeinsam unsere Runden des Glücks. Die Liebe hält an ... .
Wer Punk liebt, verliert sein Herz an Schmaltz.
Iron Chic, Red City Radio, etc. sind die offensichtlichen Referenzen. Ich würde aber auch Okkervil River zu Zeiten von "The Stage Names" in Punk einwerfen. Vor allem die Stimmen der Sänger, die sich fast überschlagen, wecken bei mir diese Assoziation. Fast hysterisch und auf jeden Fall leidenschaftlich werden die Gesangsmelodien einen um die Ohren geschmettert. Ansonsten ist auch alles in der richtigen Dosis an den richtigen Stellen. Sei es der Chor, die Gitarrenmelodien oder das Tempo. Alles wo es hingehört. Alles passt.
Hört mehr Schmaltz!!!“

Zugegeben, ich habe es mir etwas leicht gemacht. Aber wenn es doch so immer noch passt (und aus Zeitmangel)...

Schönen Tag und ein noch schöneres Wochenende!
18.01.2019 | 13:15 » Moderation benachrichtigen
Ausser, dass es kein Schmuddelpunk ist und dass derselbe also viel mehr zu bieten hat, als man dem Namen nach denkt :wink:.Crackerman, 15.01.2019 10:57 #

Was, Ana Popovic ist kein Schmuddelpunk? Darum klingt das so seltsam!:mad:
Die Neugier und die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Facetten des musikalischen Spektrums ist fest im Charakter des gemeinen europäischen Schmuddelpunks homo sapiens nonsapiens verankert, also was ist jetzt erstaunlich?
Nichtzuletzt fangen fast alle wichtigen Punkbands spätestens mit der dritten Platte an, andere Richtungen auszuprobieren.
Man denke nur an The Clash, die in diversen Musikrichtungen wilderten, und später solo oder in anderen Projekten genauso vielfältig weiter machten. Joe Strummer solo, Big Audio Dynamite ...
Auch Poly Styrene und Lora Logic haben nach dem Ende von X-Ray Spex ganz andere Sachen gemacht. Man höre mal Translucence von Poly Styrene.
Besonders krass ist die Entwicklung bei David Johansen von den New York Dolls. Die wunderbare erste Solo-Scheibe nach den New York Dolls steht unter dem Motto "funky but chic". Danach hat Johansen unter dem Namen Buster Poindexter nochmal völlig das Genre gewechselt.
In Nordamerika versuchten sich Punk-Bands mit Country-Alben (The Vandals, Supersuckers) ...
Auch Johnnie Rottens PIL war eher kein Punk mehr.
Und Iggy Pop hat mehrfach französisch chansoniert.
Im Prinzip ist das auch alles richtig gut so, wenn es stagniert wird es schnell langweilig.
18.01.2019 | 21:09 » Moderation benachrichtigen
Übrigens, die von dir empfohlene Band hab ich mir neulich angehört. Die ersten paar Songs waren auf jeden Fall meine Kragenweite, im weiteren Verlauf aber leider zu gemächlich für meinen Geschmack. Aber schon ganz gut.HIRNTOT, 14.12.2018 14:16 #

Ist halt ein ungewöhnliches Ding vom Foxing-Sänger. Dessen Extrovertiertheit bleibt, aber so mit Power Pop-Hintergrund find ich das schon ganz cool umgesetzt. "No One Likes You" ist ein brutaler Hit.Powder To The People, 14.12.2018 16:13 #

Sagst du mir noch mal, wie die Band hieß?HIRNTOT, 14.12.2018 22:37 #

Äh, huch? Jetzt erst gesehen. Smidley heissen die.
18.01.2019 | 23:34 » Moderation benachrichtigen
@ Schmuddelpunk: gut beschrieben, kann ich unterschreiben. Die Platten habe ich alle :cheers:.
Nur einem widerspreche ich immer: The Clash waren für mich nie Punk, sondern schon immer viel mehr :bow:.
19.01.2019 | 05:16 » Moderation benachrichtigen
Kurz und schmerzlos mal ein paar Worte.

Auch gut:

Black Peaks - All That Divides
Post-Wasweißich... einfach gute Rockmusik, der Freunde von Arcane Roots oder Mastodon mal ein Ohr schenken können.

Deafheaven - Ordinary Corrupt Human Love
Für mich als Deafheaven-Amateur ihr bisher bestes Album. Finde es runder, besser produziert und zugänglicher als Sunbather.

Pusha T - Daytona
Hip Hop ist nur ein sehr kleines Steckenpferd von mir, da ich keinerlei Ahnung davon habe sage ich nur: Geil! (und hört euch The Games We Play an)

Tengil - shouldhavebeens
Wer Deafheaven mag, kann auch ruhig hier mal reinhören. Vom Gesang her zwar deutlich weniger vom Black Metal beeinflusst, aber komplett kann man den BM-Einfluss nicht abstreiten. Insgesamt ein buntes Potpourri an musikalischen Zutaten (Post-Blackgaze oder so), die hier ein stimmiges Ganzes ergeben. Nur die Produktion der Platte finde ich persönlich ausbaufähig.

The Creeps - Beneath The Pines
Frühe/Mittlere Gaslight treffen Banner Pilot und nehmen nach 'nem entspannten Spa-Aufenthalt ein Album auf. Passende Hashtags um hier Aufmerksamkeit zu erhaschen: #Canada, #Ex-Crusades

The Wonder Years - Sister Cities
Es ist zwar diesmal kein Übersong wie Cigarettes & Saints drauf, aber die Herren liefern auch ohne Übersong wieder ein Album ab, das sehr gut ins Ohr geht.

Trash Boat - Crown Shyness
Nach ihrem überragendem letzten Album habe ich etwas gebraucht, um mich komplett auf ihre neue Veröffentlichung einzulassen. Mit der Zeit kam aber die Erkenntnis, dass Trash Boat hier wieder mal eine Scheibe mit diversen Ohrwürmern wie z.B. Inside Out oder Old Soul abgeliefert haben.

Typhoon - Offerings
Eine tolle Band. Die letzten paar Jahre habe ich mich gefragt, ob ich einfach einen dermaßen abwegigen Geschmack habe, oder noch nie jemand von ihnen gehört hat. Mit Veröffentlichung des neuen Albums habe ich aber mit Freude festgestellt, dass ihr Name auch hier im Forum hin und wieder mal fällt. Am besten Live anschauen. Schade, dass auf dem neuen Album die Bläser verschwunden sind.



Die Besten:

10.) Thrice - Palms
Thrice stehen für Qualität. Egal welchen Schwerpunkt sie setzen, sie liefern immer mindestens gute Arbeit ab. Dieses Album linst in den sehr guten Bereich hinein. Palms finde ich im Vergleich zum Vorgänger einen Tick abwechslungsreicher & stimmiger, angereichert mit z.B. elektronischen Anleihen in Only Us.

9.) Svalbard - It's Hard To Have Hope
Eigentlich schon allein aufgrund des Bandnamens Top 10-Kandidat, aber diesen Sympathievorschuss brauchen Svalbard gar nicht.
Melodischer, atmosphärischer Hardcore von allerfeinster Güte. Während man das Album hört, bewegt sich konstant mindestens ein Körperteil und seien es nur die Lippen, die die famosen Texte mitgrunzen (in meinem Fall). Knapp 38 Minuten pure Passion, die einen komplett packen und voller Energie hinterlassen. Einfach geil!

8.) Basement - Beside Myself
Hat mich völlig überrascht, da ich Basement bisher nie wirklich als Albumband wahrgenommen habe (wohl fälschlicherweise). Direkter, erfrischender Rock ohne Ausfälle. Elf Ohrwürmer (Changing Lanes nehme ich mal aus), die man ziemlich schnell mitsummt und -singt. Jimmy Foovana machen einfach Spaß.

7.) Valleyheart - Everyone I've Ever Loved
Sehr spät im Jahr erschienen und entdeckt, deswegen nur auf einem hinteren Platz. Vom Potential her deutlich weiter vorne.
Hier waren Manchester Orchestra, Thrice und moderne PBTT im Geiste anwesend, als ein Post-wasweißich-Album voller großer Melodien aufgenommen wurde.
Beim Einstiegsriff von Crave packt mich das Verlangen, mir das morgens auf den Frühstückstoast zu schmieren und genüsslich zu verspeisen. Bisher habe ich das Frühstück als Mahlzeit zwar immer ausgelassen, aber Valleyheart haben mich bekehrt. Delicious.

6.) Gillian Carter - This Earth Shaped Tomb
Pill Sick als Einsteiger zeigt schon, wo die Reise hingeht. Eine gute halbe Stunde treibender Screamo gepaart mit Post-Rock-Atmosphäre, was in der Summe eine verdammt packende Mischung ergibt. Insgesamt etwas direkter, convergiger als meine Favoriten Øjne & Sed Non Satiata, aber doch nicht ohne ein gewisses Pop-Appeal. Sehr schön.

5.) Tiny Moving Parts - Swell
Meine Freunde aus Minnesota sind der Dieter Eilts des twinkligen Pop Punks. Jedes Album durchgängig solide Wertarbeit, die trotzdem noch Platz für besondere Schmankerl lässt. Einen Song wie Applause kann man eigentlich nicht besser schreiben. Ein Ohrwurm oberster Kajüte. TMP hört man einfach an, dass sie Spaß haben und das überträgt sich auf den Hörer. Wenn nach Guter-Laune-Musik gefragt wurde, fiel es mir immer schwer eine Antwort zu geben. Gerade mit den letzten beiden Alben haben es TMP mir um einiges leichter gemacht. Ich würde sie gerne adoptieren.

4.) Trophy Eyes - The American Dream
Als ich das neue Album gehört habe, war ich erstmal überrascht und zwiegespalten. Deutlich poppiger und ruhiger kam das Ganze daher. Auch wenn ich die zuckersüßen Melodien durchaus zu schätzen wusste, hatte ich doch Sorge, ob sie sich nicht eventuell schnell abnützen und langweilig werden würden.
Inzwischen kann ich zumindest für mich Entwarnung geben. Es macht immer noch sehr viel Spaß das Album anzuhören. Schlicht und ergreifend verdammt catchy. Und dann ist da ein Song wie Miming In The Choir, der bei mir so emotional einschlägt wie dieses Jahr eigentlich nur noch schmaltzige Lieder.

3.) Spanish Love Songs - Schmaltz
"Überragend! Das Album verbreitet beim Anhören direkt verdammt gute Laune!" So zumindest mein Eindruck bei den ersten 2-3 Durchläufen, bei denen ich nicht großartig auf die Texte geachtet habe.
Aber irgendwas war da. Zuviel Emotionen im Vortrag, um sie zu ignorieren. Ich war einfach neugierig auf die Texte. Also nochmal genau hingehört, parallel dazu Texte mitgelesen und dann wurde der Kloß im Hals verdammt dick. Textstellen wie [Well, I want to wake up and maybe be better / I want to come through and not be second guessed] schlagen einfach viel zu nah bei mir ein.

2.) Pianos Become The Teeth - Wait For Love
Die Rhythmussektion ist einfach so verfickt gut, dass man gar nicht auf den Gedanken kommt, Herrn Durfey zu fragen, ob er mal in einer anderen Tonlage singen möchte. Warum auch? Hier möchte man Trommelfell und Gitarren-/Bassseite sein, hautnah erleben, wie die auf den ersten Blick unspektakulären Songs, die sich mit jedem Abspielen deutlicher als hartnäckige Ohrwürmer entpuppen, entwickelt werden.
PBTT schreiben große Hymnen auf eine Art und Weise, die nahe legt, dass sie darauf angesprochen abstreiten würden, jemals Lieder komponiert zu haben. Man fährt am Refrain vorbei und denkt "Hier fehlt mindestens eine Hand und ein Fuß!" und wenn man in den Rückspiegel schaut, macht er auf dem Mittelstreifen den Hampelmann. Wunderschön!

1.) Suede - The Blue Hour
Suede erzählen hier eine Geschichte, eine wunderschöne noch dazu. Worum es geht? Ich weiß es noch nicht so genau.
Nachdem sie mich mit Night Thoughts etwas enttäuschten, schaffen es Suede diesmal, mich über die komplette Spieldauer in ihrem Konzept gefangen zu nehmen.

Suede vollbringen hier das Kunststück ein dichtes, atmosphärisches Album abzuliefern, das aufgrund gekonnt eingeschobener Interludes und symphonischen Anleihen sehr homogen, fast schon musicalhaft, daherkommt, aber trotzdem jedem Lied gebührend Raum dazu bietet, großen Eindruck zu hinterlassen. Wastelands, Beyond The Outskirts, Cold Hands & Co. schreien eigentlich danach im Radio immer und immer wieder gespielt zu werden, aber diese Zeiten sind wohl doch schon länger vorbei... Schöner kann Pop-Rock nicht sein, einfach perfekt. Ganz großes Ding!
19.01.2019 | 07:57 » Moderation benachrichtigen
boah, larry! für die wahl der suede gibt's :cheers:, ach was: :friends:!

sehr gut beschrieben auch. ich bin auch noch dabei, mich mehr und mehr in die übergreifende geschichte einzufühlen. nur mit dem wunsch nach mehr airplay bist du wohl etwas zu idealistisch-optimistisch, wie du ja auch selbst feststellst. aber unter musikliebhabern (:victory:) könnte das album durchaus mehr runden vertragen.

bei mir ist letztens endlich das vinyl eingetroffen, was das ganze dann auch sehr wirkungsvoll abrundet: außenrum nachtblaue farben über einem verwahrlosten ort, innen gatefold mit s/w-fotos und texten, innenhüllen auch noch beschrieben, und vinyl selbst in sehr anständiger qualität.
19.01.2019 | 08:21 » Moderation benachrichtigen
Ey Larry, bitte schreib viel mehr über Musik!
Allein wegen solch fantastischen Formulierungen:

Man fährt am Refrain vorbei und denkt "Hier fehlt mindestens eine Hand und ein Fuß!" und wenn man in den Rückspiegel schaut, macht er auf dem Mittelstreifen den Hampelmann. Wunderschön!


Große Klasse, super zu lesen, hab mir direkt sieben Namen (!) zum Reinhören notiert.
20.01.2019 | 20:11 » Moderation benachrichtigen
Hier die obersten 8 Plätze.

20. Red Apollo – The Laurels of Serenity
19. Iskandr - Euprosopon
18. Wang Wen – Invisible City
17. Azusa - Heavy Toke
16. LLNN - Deads
15. Alkaline Trio - Is this Thing Cursed
14. Daughters – You Won‘t Get what You want
13. Ivar Bjornson & Einar Selvik – Hugsjá
12. God is an Astronaut - Epitaph
11. Rolo Tomassi - Time Will Die and Love will Bury it
10. The Ever Living - Herephemine
9. Sumac - Love in Shadows

8. Birds in Row – We Already Lost the World (9 tracks / 34 minutes; Deathwish)
During those time when not releasing his own Converge-music through Deathwish Jacob Bannon releases some of the world’s best bands, and sometimes initiates new waves, like he did it with the black-gaze movement with Deafheaven and Oathbreaker. He also found some bands that could succeed his own band to the hardcore throne, Cold Orange Kids, Give up the Ghost or this fantastic French three-piece. Birds in Row are point-blank rage, always sharp in their creation and their expression. If asked to explain why this album is so great, use one word: Dynamics. The album is dynamic in its changes of patterns, styles, beats, damn, even in its switching from one genre to the next. While We Count so We don’t Have to Listen can speed up and down from being a straight forward hardcore-track to mixing in some great post-punk parts you will find other songs incorporating doom parts or being a simple punk song (I don’t Dance) or even some kind of a ballad (15-38) – only until the break in between reminds you that they already lost the world so why care about you? As they do not care about their own identities they also don’t care about the audience, even though they do so in such a loving way that we have to love them for it.

7. Ultha – The Inextricable Wandering (6 tracks / 66 minutes; Century Media)
Black metal. Again. Yes. I do not know why, but 2018 was my black metal year. Although lots of the albums on here are not regarded as true black metal by a lot of the trvest of trvest. This one will be. This is black metal as we all know it – and hate it. But Ultha are different. They push you around, smash your head to the walls, scream at you and hold you by your throat. They stare into your eyes as about to devour them. And all you do is feel hugged. The underlying layers of this album are so virtuously composed that we always enjoy a warm breeze coming towards us. It is the gentle touch of a summer wind on a warm beach beneath a black sun. The moments when they break up the tornadoes of drums and riffs to incorporate a long helix of classical metal up the hill with the melodies going higher and higher and spiraling up through the chaos until we reach the highest point and enjoy the view the ocean. “There’ll be no one like you again” - well, hopefully there will be more from this five-piece, the world needs warm black metal.

6. Svalbard – It’s Hard to Have Hope (8 tracks / 37 minutes; Holy Roar Records)
The album starts off Holy Roar’s holy trinity this year (although no HRR release disappointed the open-minded ears) yet it also displays a totally different musical and ideological identity. This here is hardcore blended with some very nice post-metal moments. It has some of those fine moments that define Pijn’s Loss, it has some aggression but this has something else – it has an outspoken stance on society and even politics. One cannot listen to lines like “Girls held at ransom over an act of intimacy / No longer his girlfriend, do they no longer deserve dignity? / Private photos so maliciously leaked, they only serve to kill off women’s self esteem” (Revenge Porn) without agreeing to the display of criminal injustice. These lyrics make you think, scream, cry for justice. The twist to this album is that the lyrics are written by guitar player Serena but larger parts are sung by fellow axe-bearer Adam who easily delivers Serena’s lines with the necessary aggression and outright spitting against people who want to confine women to a position held 150 years ago. And now everybody - “We are merely fighting for equality”!

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