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The Fest 17

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10.09.2018 | 17:29 » Moderation benachrichtigen
Ich möchte auch bitte, und diesmal hast du ja sogar die richtige Handynummer :bigsmile:
13.09.2018 | 16:06 » Moderation benachrichtigen
Ich hab nur drauf gewartet :cheers:

Insgesamt schon 14 Interessenten...ihr seid zu krass!

Zuletzt geändert von LUNACHICK 13.09.2018 16:13

15.09.2018 | 00:37 » Moderation benachrichtigen
Nummer geschickt. :smile:
02.10.2018 | 16:27 » Moderation benachrichtigen
ES IST FEST MONAT!!! AAAAAAAAAAAAAAH!!!! :elefant::dogrun::bunny_4:

Die App ist raus und wir stellen uns schon unser Programm zusammen. Freude!
19.10.2018 | 11:32 » Moderation benachrichtigen
So Leute. Morgen geht's los! Kaum zu glauben nach all den Monaten...Mittwoch sind die ersten Konzerte in Tampa, die WhatsApp Gruppe läuft und später wird hier bei Interesse nochmal alles nachgeholt. Ich wünsch euch was :winke:
19.10.2018 | 12:01 » Moderation benachrichtigen
Guten Flug und viel Spaß!
19.10.2018 | 12:22 » Moderation benachrichtigen
Jo, Baby, viel Spaß. Bin mehr als gespannt auf den Ticker! :cheers:
20.10.2018 | 23:36 » Moderation benachrichtigen
Ich wünsch dir auch 'ne tolle Zeit :headbang:
05.11.2018 | 23:55 » Moderation benachrichtigen
ICH BIN WIEDER DA! Und ich hab verdammt viele tolle Geschichten und Konzerte für euch parat! Dadurch, dass wir diesmal 5 Tage nonstop festen waren, war wirklich wenig Zeit, die WhatsApp Gruppe ausführlich zu nutzen. Wer also Lust hat bekommt hier nochmal ein paar mehr Eindrücke, und wenn nicht, ja, dann Tschüß ne :bigsmile:

Also soll's mal losgehen!

Tag 1 Pre-Fest 6 in Ybor

Ybor ist ein historischer Stadtteil von Tampa, den wir gleich ins Herz geschlossen haben. Eine lange Straße mit abwechslungsreichen Bars, Restaurants, Tattoo-Läden, Irish Pubs, Zigarrenläden (Ybor ist ein kubanisch geprägtes Viertel), eine große Homo-Bar, eine Karaokebar...also scheißegal, worauf man Lust hat - Ybor hat es! Am Vorabend waren wir hier schon was essen und ca. 50 Meter weg von der Homo-Bar standen schon die militanten Christen. Jesus verzeiht auch, wenn du schwul bist. Puh, dann haben die ja in der Warteschlange hinter uns ja alle nochmal ganz schön Glück gehabt. :rolleyes:

Mittags brütet die Sonne und wir holen unsere Bändchen ab. Hinter uns erzählt ein Typ seinem Kumpel, er bekommt so viel Gras von seinen Freunden, er weiß gar nicht, wohin damit. Cool. Und am Merchstand schafft die geschminkte Trine es nicht, 30 und 17 Dollar zusammenzurechnen. Das ist jetzt leider kein Scheiß, die hat für 30 und 17 das Handy rausgeholt und das ausgerechnet. Ich fass es nicht! Es soll aber nicht das einzige mal in diesem Urlaub bleiben, dass ich fassungslos zuschaue, wie Leute ihr Handy rausholen, um zu berechnen wieviel Dollar 20% Trinkgeld sind etc.



Mit den Bändchen am Arm sind wir dann zu "Floridas bestem Barbecue" gegangen und es war richtig geil. Draußen steht ein Typ und hackt Holz und feuert den Smoker an, drinnen gibt's megagutes Essen (natürlich wie so oft von Plastikgeschirr) und mehrere, große, breite, schwarze Typen aller Altersklassen, die über Football diskutieren. Irgendwie find ich's geil, nicht nur vom Essen, aber von der ganzen Atmosphäre.

Nach dieser leichten Zwischenmahlzeit sind wir erst nochmal heim und haben ein Nickerchen gemacht um uns auf den ersten Abend vorzubereiten.


Hier seht ihr von links nach rechts The Bricks, Crowbar und Orpheum, also alles ganz einfach auf Laufabstand voneinander getrennt. Und im roten Kreisel, da war unser Airbnb, also ideal gelegen. The Bricks ist ein recht hübscher Laden, sehr viele Biere, Skateboardfotos an der Wand, verschiedene Ausstellungen zum Thema Skateboard und einmal die Woche gibt's nen Nintendo-Abend. Dazu kann man lecker Sandwiches vertilgen.
Das Crowbar ist dann schon ein Konzertvenue. Ich mag es ja, wenn die Räume breiter als lang sind. Und ja, Konzertvenues, das können sie, die Amis! Man kann sitzen, es gibt eine kleine Erhöhung, es gibt genug Platz, um seine Getränke abzustellen und man sieht von beinahe überall im Laden richtig gut. Draußen ist ein Biergarten, dort gibt es vegane Hot Dogs und Tacos, Bänke, Tische, eine Bar und genügend Sitzgelegenheiten.
Und das Orpheum ist noch etwas größer, mit einer richtig großen Empore, auf der es eine dritte Bar gab, unten zwei Bars und auch hier wieder viel Platz und eher breit als lang. Unser Abend sah in der App dann so aus:


Wolf Face
Die erste Band aus der Kategorie "Masken/Weird". Die selbsternannte beste Teen-Wolf Band, aus der Tampa Bay Area, komplett in Basketballoutfits oder zum Teil nur in Unterhosen, mit Teen-Wolf Zitaten zwischen den Songs und Gassenhauern wie "Fuck me, I'm a Werewolf". Braucht man das? Nein. Macht's Spaß? KLAR! Als Lokalmatadore kennt man sie in Tampa und die Fans begrüßen die Band mit Wolfsgeheul.


Dikembe haben wir noch ein bisschen von der Empore des Orpheum aus gesehen, aber irgendwie war der Sound nicht so gut und wollte der Funke nicht so wirklich überspringen.

RVIVR

Ja nu, die hab ich ja nun schon ein paar Mal gesehen, was soll ich da noch groß sagen. Es war ein bisschen arg laut, die neuen Songs klingen sehr gut (hat jemand was anderes erwartet?!), Erica hat knallhart ihre Achseln nicht rasiert und Mattie trägt Ohrringe, die niemand tragen sollte. NIEMAND, Mattie, hörst Du??

Bad Cop/Bad Cop
Ich hab mich sehr auf dieses Konzert gefraut, auf der großen Festivalbühne fand ich sie im Sommer irgendwie deplaziert. Ich mag ihre Musik, ich mag ihre Texte, ihre Einstellung, ich mag wie sie aussehen, ihre Message, ihre Spielfreude auch nach monatelanger Tour. Soll ich weitermachen?


Und weil ich ja seit neustem den Arsch in der Hose habe, mit Bands zu quatschen, bin ich auch hier nach der Show hin und habe noch kurz Stacey und Linh Hallo gesgt. Linh ist großartig. Ein verdammter Rockstar. Ich hab Ihnen gesagt, es gibt viele verschiedene Frauen in vielen verschiedenen Musikrichtungen, aber BC/BC ist die Band, die ich mir mit 14 als Identifikationsfigur gewünscht hätte. Immerhin, mit 36 hab ich sie ja doch noch gefunden: Mädchen im Punk, in denen ich mich wiederfinden kann. Schönes Gefühl :smile:

Sö, das war's schon mit Tag 1, das ging schnell, was? Ich kann euch noch nicht sagen, wie schnell ich alle 5 Tage beisammen bekomme, da es recht viel Arbeit ist. Ich hoffe, es interessiert und gefällt euch. Bis morgen zu Teil 2, hoffe ich :smile:

Zuletzt geändert von LUNACHICK 05.11.2018 23:59

06.11.2018 | 08:41 » Moderation benachrichtigen
Immer noch der totale Neid. :cheers: :bow:
06.11.2018 | 11:10 » Moderation benachrichtigen
Toller Bericht, ich lese so gern von deinen Konzerten :cheers:.
Mir doch hacke, dass ich keine einzige Band kenne.
06.11.2018 | 11:27 » Moderation benachrichtigen
Es soll aber nicht das einzige mal in diesem Urlaub bleiben, dass ich fassungslos zuschaue, wie Leute ihr Handy rausholen, um zu berechnen wieviel Dollar 20% Trinkgeld sind etc.LUNACHICK, 05.11.2018 23:55 #

So ähnlich dürften die wohl auch zu ihren Wahlergebnissen kommen.
Falls sie das nicht gleich an russische PC-Spezialisten outgesourct haben :tongue: .
06.11.2018 | 13:45 » Moderation benachrichtigen
Toller Bericht, ich lese so gern von deinen Konzerten :cheers:.
Mir doch hacke, dass ich keine einzige Band kenne.Crackerman, 06.11.2018 11:10 #

Auf jeden Fall hast Du mich inspiriert mehr mit Bands zu quatschen! Ich hab irgendwann an dem Wochenende gedacht, ich werde langsam der Cracker vom Fest :smile: Oder wie Olsen in der Gruppe schrieb: Ich war auf Du und Du mit den Schtaaaars :cheers:


Tag 2 Pre-Fest in Ybor

So sah der Zeitplan aus:

Sehr übersichtlich und sehr geil! Wir hatten tierisch Bock!

Die erste Band an diesem Tag waren Signals Midwest, die uns schon letztes Jahr als richtig gute Liveband überzeugt haben. Es sind bei den ersten Songs nur wenige Menschen im Orpheum, die Band bedankt sich trotzdem artig und zeigt Verständnis und begrüßt die Leute mit "Guten Morgen". Im Laufe des Sets füllt sich der Saal aber und auch wenn es nicht so viele sind wie beim Fest letztes Jahr, finden sich viele Mitsänger. Aber selbst wenn das nicht passiert wäre: Signals Midwest machen live einfach total viel Spaß und ich glaube, die würden genauso motiviert auch vor 20 Leuten spielen. Kann man hören und sollte man sehen!


Da Garett Dale von Red City Radio die ganze Zeit durchs Orpheum wuselt gehe ich einfach irgendwann hin. Ich sage, Hi, ich bin Janine, Du wirst mich nicht mehr kennen aber...
Und in dem Moment sieht man es in seinem Hirn rattern und bevor ich weiterreden kann und ihm sagen kann, wer ich bin, unterbricht er mich und sagt OH THAT WAS YOU!!! Ja, er wusste es noch, dass ich diejenige war, die ihm vor 3, 4 Jahren in Weinheim ein Stickbild überreicht hat und er hat das kürzlich auch noch auf einem Instagram Foto auf seinem Verstärker stehen. Er fängt an, mir etwas über Kunst und Inspiration zu erzählen und von seinen Fans, für die er Musik machen möchte und am Schluss macht er ein Foto mit mir.

Garett ist ein total netter, witziger Typ, das hat sich über die Jahre nicht geändert, der sich durch das Dauer-Druffsein gerne selbst reden hört, aber der sich für jeden, der kurz quatschen will, Zeit nimmt.
In der Facebook Gruppe wurde nach dem Fest gewitzelt:
"Hat eigentlich irgendjemand Garett Dale gesehen?!"
"Der Typ ist wie Beetlejuice, sag seinen Namen drei Mal und er erscheint und schnorrt dich um Weed an!"

OK ok, ab zur nächsten Band! Die ist auch im Orpheum und heißt Direct Hit! und ist eine von Thorstens Lieblingsbands und zwar völlig zurecht. Da macht man einfach nichts verkehrt, weder auf Platte noch live. Wie immer ein sehr unterhaltsamer Mix irgendwo zwischen poppigen Mitsingrefrains und fiesem Gekreische mit unterhaltsamen Ansagen. Denen könnte ich echt stundenlang zuhören - und das solltet ihr auch!


Ab ins Crowbar rüber!



Dort tippt mir jemand auf die Schulter und sagt "Cool Shirt". Ich dreh mich rum und es laufen lachend die Damen von Bad Cop/Bad Cop an mir vorbei! Die werden wir das ganze Wochenende nicht los, denn sie spielen insgesamt 5 Mal und man sieht sie eigentlich über das komplette Fest hinweg überall...ein bisschen wie Garett Dale :bigsmile:

Es folgt ein großes Highlight: PEARS!!!!!

Nicht nur modisch ganz weit vorne, sondern auch unterhaltsam wie Sau! Die Fotos sind fast alle verwackelt weil eigentlich konstant nur gezappelt und abgespackt wird, weshalb ich euch Bewegtbilder mit mediokrer Soundqualität ans Herz legen möchte, die den Spaß dieser 30 Minuten allerdings nur in kleinsten Dosen wiedergeben können.

Die Ansagen, die Tanzeinlagen, die Witze über sich selbst, jeder der auch nur IRGENDWIE irgendwas mit Punk in irgendeiner Form anfangen kann sollte sich das bei der nächsten Tour nicht entgehen lassen!!!
Wir sind auch froh, dass wir sie schon auf dem Pre-Fest gesehen haben, denn in Gainesville spielen sie in der Location 8 Seconds, die einfach nur schlimm ist. Aber dazu bestimmt später mal mehr. Pears sind eine geile Band, geht hin und habt Spaß!

Danach haben die Nightbirds die wirklich undankbare Aufgabe, nach Pears auf die Bühne zu gehen. Wie erwartet gefallen sie mir live besser als auf Platte, wer klassischen Punk mag ist hier super aufgehoben.

Es wird Zeit für einen kleinen Imbiss. Daher hier noch ein paar Eindrücke:






Thorsten gönnt sich einen Burger, eingebacken im Pizzateig. Wohl bekomm's :bigsmile:

Zurück ins Orpheum!




Ich will erst die Menzingers wieder sehen und quatsche einen der vielen, VIELEN Deutschen an, weil er ein T-Shirt trägt von Hysterese/WSDT (Das Label eines Bekannten). Irgendwie fand er das aber wohl nicht so cool und er grüßt auch den Rest des Wochenendes nicht mehr. Da sind die Amerikaner dann doch irgendwie wieder angenehm anders, als wir Deutschen. Ständig kommt man mit jemandem ins Gespräch, das ganze Wochenende bekomme ich High Fives und Umarmungen und kurze Gespräche zustande: nur mit Deutschen irgendwie nicht.

Während ich auf die Menzingers warte quatscht mich der nächste Typ an. Ich frage ihn, ob Shows in den Staaten immer so extatisch sind, wie auf dem Fest. Aber er sagt, Fest ist für jeden wie ein kleiner Urlaub, darum sei die Stimmung hier nochmal eine Spur ausgelassener. Die Leute freuen sich das ganze Jahr drauf, viele kommen von weit her, alle sind entspannt, das zeige sich an der Stimmung. Mir soll's Recht sein, denn so freundlich wie hier ist es ansonsten höchstens auf dem Herzberg. Ich gebe zu, ich habe von den Menzingers nicht ein Foto gemacht. Der Grund ist vor allem, weil einer meiner besten Freunde dank der Zeitverschiebung gerade aufgestanden war, und ich einen Song live für ihn gestreamt habe während seiner Morgentoilette.
Während ich nicht der größte Fan ihrer neueren Platte bin ist um mich herum jeder erstaunlich textsicher, und plötzlich klingen auch die neueren Songs interessanter. Vielleicht sollte ich es einfach nochmal probieren.
Die Menzingers sind ja nun inzwischen schon recht bekannt und wissen schon, wann sie mal das Publikum singen lassen müssen und wann sie welchen Hit einbauen. Es ist schön, sie in dieser Atmosphäre erleben zu dürfen. Wer Lust hat schaut hier und überzeugt sich von der Gänsehautstimmung und der Textsicherheit der Anwesenden


...war das WIRKLICH schon das ganze Pre-Fest? Das ging ja so schnell vorbei! Und es war super! Tolle Atmosphäre, ganz toller Stadtteil, tolle Bands. Time flies! Am nächsten Tag also Wecker stellen und ab nach Gainesville! Tschüss, lieb gewonnenes Ybor!

Zuletzt geändert von LUNACHICK 06.11.2018 14:34

06.11.2018 | 13:56 » Moderation benachrichtigen
Vielen Dank noch mal für das Teilhabenlassen bei Whatsapp. Das war sehr unterhaltsam.
15.11.2018 | 08:53 » Moderation benachrichtigen
Alle Fest-Geschenke sind verteilt, alle Karten angekommen. Sorry an alle, die dieses Jahr leer ausgingen, es ist nicht so leicht, allen was mitzubringen. Ich hab sogar extra noch einen Rollkoffer für Handgepäck gekauft, um alles mitzubekommen. Also bitte nicht traurig sein oder gar persönlich nehmen! :friends:

Bericht geht bald weiter, leider ist die Arbeit grade stressiger als erwünscht.
18.11.2018 | 22:43 » Moderation benachrichtigen
Es geht weiter!! Nach Gainesville! Hurra!

Wir verlassen unser hübsches Häuschen im hübschen Tampa und fahren los. Es sind nur zwei Stunden bis nach Gainesville. Auf halber Strecke machen wir Pinkelpause. Ich sag noch, da hinten stehen Leute mit bunten Haaren und kaum bin ich ausgestiegen winken sie auch. Wieder so ein Fest-Moment. Der Winkende Herr ist im wahrsten Sinne des Wortes ein bunter Hund, wie wir am Abend noch feststellen werden.

Auf dem Weg vom Klo zurück ins Auto treffen wir auf einen älteren Herren mit grauem Haar und großem Bart und Sandalen. "You guys enjoying your Fest?" fragt er uns und erzählt danach ganz stolz, dass sein Sohn dort auch spielt, morgen, vor Crusades. Allein dass dieser unscheinbare Herr den Namen "Crusades" kennt und damit was anzufangen weiß ist gerade etwas unwirklich.
Wir kommen näher und es fängt an zu schütten.

Sunshine state my ass!

Und dann sind wir wieder da...wir fahren an am Civic Media Center vorbei, dieser linken Bibliothek, in der wir voriges Jahr Beach Slang akustisch genießen durften. Da vorne, am Eck, Big Lou's Pizzeria! Und da ist auch schon "unser" Parkhaus! Unser Fest in Gainesville beginnt so, wie letztes Jahr: mit einem Abstecher ins Wunderland, einem der Tattoostudios in Gainesville.


Und genau wie letztes Jahr entzündet sich mein Tattoo wieder, aber das weiß ich an diesem Tag natürlich noch nicht, dass ich wenige Tage später für 130 Dollar einen Arztbesuch plus Antibiotika einplanen muss. Thorsten zögert kurz vor seinem ersten Tattoo, aber ich sage ihm, dass man vor dem Traualtar keine kalten Füße bekommen sollte!! Also legt er sich unter die Nadel. Ich feier es mehr als er :-)

Danach gehen wir ins Holiday Inn, wo wir voriges Jahr unsere Bändchen abgeholt haben, denn auch dieses Jahr ist wieder Flohmarkt da und ich kaufe ein bisschen unnötigen Krimskrams. Bis wir da ins Hotel gespurtet sind, eingecheckt haben und wieder in der Stadt sind, sind wir allerdings auch schon zu spät für unseren Plan A: Pkew Pkew Pkew's Secret show im Palomino zu sehen. Das Palomino werden wir auch dieses Jahr nicht von innen sehen. Die Schlange ist kurz vor Beginn der Show größer als der Laden. Also schenken wir uns das. Unser Plan B ist auch gar nicht mal so schlecht: BIG LOU'S PIZZA!! Wenn man sich 12 Monate auf eine Pizza freut und sie dann endlich vor sich stehen hat...halb BBQ Chicken, halb Bacon Cheeseburger...und ja, es ist genauso geil und pervers wie es sich liest. Ach, Big Lou :heart:

Okay ich mach ja schon mit Musik weiter! Da das ja mit Pkew Pkew Pkew nicht geklappt hat fangen wir mit einem meiner absoluten Highlights aus dem letzten Jahr an: The Eradicator! Er deckt die Kategorien "Sport/Weird/Bands mit Masken" ab und liefert genau wie letztes Jahr 30 Minuten Vollspaß hab, einer der ganz wenigen Auftritte, die es vom Unterhaltungsfaktor mit den Pears aufnehmen können. Vielleicht erinnert sich jemand an meinen Bericht vom letzten Jahr, der Typ mit Sturmmaske, der über Squash singt! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, euch das zu erklären, das ist viel zu abgefahren und hat in einem unserer Lieblingsclubs in Gainesville, dem High Dive, diesmal mindestens 3 mal so viele Leute angezogen, wie letztes Jahr noch. Völlig zurecht! Er kommt auf die Bühne gestürmt, bedroht das Publikum mit seinem Squash-Schläger, reißt den Leuten "beleidigende" Plakate aus der Hand, aber sie haben noch eins, und noch eins! Die Leute rasten aus, singen jede Zeile mit. "I am...The Eradicator!" ruft er. "This is my Band. They're called....The Eradicator! We're now playing a song for you off our album The Eradicator. And it's called....The Eradicator!!!" Und alle wissen, was zu tun ist! "Who am I?" - "The Eradicator" - "Who are you?" - "NO ONE!". Und dann geht's ab.
Er spielt auch Songs der neuen Platte "The court is closed for christmas" (deren Special Edition 'The court is closed for Fest' wir natürlich verpasst haben, der Typ vor uns hat uns die letzte vor der Nase weg gekauft...), nämlich den Song, den die Ramones gnadenlos von seinem Großvater geklaut und schamlos umgedichtet haben: "I wanna be a Squash Man". Schade, dass er nicht auch den Song spielt, den die Descendents von ihm geklaut haben: "I'm not the one" ist nämlich auch sehr lustig.
Es ist wirklich schade, dass ich hier keine Videos hochladen kann und ihr euch mit einem unbewegten Bild begnügen müsst. Ein absolutes Highlight, dieser Typ. Ach so, musikalisch liegt das übrigens irgendwo zwischen Punk und Hardcore, falls sich das jemand gefragt hat.


Wir gehen rüber zum Bo Diddley Plaza, der einzigen Bühne an der frischen Luft. Und auch, wenn es nicht mal annähernd so voll ist, wie bei Against Me! letztes Jahr, die Menzingers passen auch definitiv auf größere Bühnen. Sie spielen ein anderes Set als am Vorabend und es ist schon schön, dass man nicht 2 mal die selbe Show aufgetischt bekommt. Und so, wie auch hier die neueren Songs gefeiert werden, bin ich fast versucht, nochmal reinzuhören und der Platte nochmal eine Chance zu geben.

Wir verlassen Bo Diddley und gehen ins Wooly's. Da war es letztes Jahr schon toll und dieses Jahr gefällt es uns auch wieder. Wir schauen uns Free Throw an, eine Band, die eher der Thorsten als ich sehen wollte, aber es ist definitiv unterhaltsam und sehenswert. Der Sänger erklärt, dass er sich freut, gleich freitags spielen zu dürfen, dann kann er sich den Rest des Wochenendes nämlich besaufen, sie hätten sich sogar extra T-Shirts bemalt für's Fest dieses Jahr. Wir können bestätigen: Ja, er hat das Shirt das ganze Wochenende getragen, ja, er hat sich definitiv besoffen und ja, er hatte das ganze Wochenende Spaß. Ist das nicht geil? Auch das mag ich so am Fest. Wenn die Bands nicht gleich weitermüssen festen sie einfach mit. Man sieht eigentlich 5 Tage lang Bands im Publikum. Nicht mit VIP Bändchen, für umme saufen und ganz cool im Backstage, nein! Neben Dir, an der Bar, mit einem 3 Dollar Bier, neben Dir, im Moshpit, über Dir, beim stagediven oder vor Dir, wenn sie ihr eigenes Merch verkaufen.

Wir bleiben im Wooly's, gleich spielen RVIVR wieder und wir sind halt schon mal da. Kurz eine rauchen gehen, da sehen wir diese Schlange:

Uh oh. Naja uns kann's egal sein. "Did you have a nice break?" spricht uns dieser große, breite Typ mit den pinken Haaren, zu viel Schminke und schwarzem Lippenstift und Nagellack an. Er heißt Ryan und ist der Typ von der Raststätte! Ein netter Kerl, der die meisten Bands hier persönlich kennt und als "seine Babies" bezeichnet. Man sieht ihn das ganze Wochenende mit vielen Leuten und einigen Bands, also scheint das wohl zu stimmen. Er ist sehr nett und ich bin froh, dass er sich selbst vorstellt, denn ich hätte weiß Gott nicht gewusst, wie ich ihn ansprechen soll. Ein Problem, dass auch Mattie von RVIVR gleich auf der Bühne ansprechen wird. Mattie, das weiß ich aber auch nur dank einem Instagram Post, möchte als Frau angesprochen werden und hasst es, wenn Leute sie mit "What's up Bro" begrüßen. Sie möchte respektvoll behandelt werden, so wie andere Menschen auch. Das Publikum klatscht genauso zögerlich, wie bei der Gleichberechtigungsrede von Erica kurz vorher. Ich sag mal so: ich hätte es weder bei Ryan noch bei Mattie gewusst. Es ist ja nicht so, dass ich Leute nicht so behandeln möchte, wie sie es sich wünschen oder wie sie es verdienen. Mir ist das sogar sehr wichtig! Aber hier hätte mir genauso ein Fehler unterlaufen können.
In der WhatsApp Gruppe habe ich noch folgendes geschrieben: Männer, Frauen, und alles dazwischen oder außerhalb davon. Schwarz, weiß und alles dazwischen. Gesund, behindert und... Ihr versteht. Es ist nicht schwer, das Fest zu lieben.

Wir gehen wieder ins High Dive rüber und sind froh, dass wir viele Konzerte hier sehen werden. Es ist groß, es gibt einen Biergarten, es gibt zwei Stufen an den Seiten, auf die man sich wahlweise setzen oder stellen kann und der Sound ist hier prima! Leider sind die Crusades auch beim ersten ihrer letzten beiden Konzerte keine besonders starke Liveband. Wie schon in Mannheim fehlen mir hier einfach die Nuancen, die live nicht rauskommen wollen, und eine gesangliche Meisterleistung ist das auch nicht. Das ist sehr schade, aber auch keine Überraschung. Dennoch eine Band, die wir vermissen werden. Und wer auch noch Crusades vermisst, dem können wir The Creeps ans Herz legen, die neue Band des Herrn in der Mitte.


Es ist inzwischen 1:30 und es reicht für heute. Gute Nacht, Gainesville, und bis morgen!
18.11.2018 | 22:50 » Moderation benachrichtigen
Übrigens hier noch der Grund, warum wir uns die erste der beiden Crusades Farewell-Shows angeschaut haben. Wir hatten eigentlich vor, ins Boca Fiesta zu gehen, denn da im Biergarten spielten Red City Radio und danach Masked Intruder. Wir kamen eigentlich zeitig an, aber auch da: eine sehr lange Schlange. Wir wurden zwar direkt reingelassen, kamen dann aber gleich wenige Meter weiter zum Stillstand. Nach vielen Minuten Stillstand war uns dann klar, dass wir dieses attraktive Double sehr wahrscheinlich nicht sehen werden, selbst wenn wir noch ein paar Meter weiter kommen. Da hat man dann gleich eins der positivsten und eins der negativsten Dinge am Fest abgedeckt: die populären Shows sind oft SO unglaublich populär, dass man keine Chance hat, reinzukommen, wenn man nicht schon ewig vorher da ist. Aber es gibt ja noch 12 andere Locations und die haben auch alle hübsche Bands. :cheers:
22.11.2018 | 11:36 » Moderation benachrichtigen
Fest-Samstag! Unser "ruhiger" Tag, quasi. Es stand gar nicht so viel auf dem Programm und wir haben gesagt, wir entscheiden spontan, was wir machen. Einer der must-sees war gleich um 12:50 Spanish Love Songs.

Ausgeschlafen noch einen Kaffee im Volta trinken bevor die erste Band des Tages anfängt. Aber...äh. Nein. Doch nicht. Und warum? Darum:



Das ist die Schlange vor uns. Es war 11:55. Die Schlange geht vorne nochmal ums Eck und als dann um 12:20 Einlass war waren hinter uns mehr Leute als vor uns. Aber Spoiler: es wird sich gelohnt haben! Und so ne Warteschlange kann auch ganz unterhaltsam sein.



Am Ende kommen nicht alle rein, obwohl das High Dive eine der größten Locations des Wochenendes ist. Und wer drin ist hat irgendwie das Gefühl, jetzt passiert gleich was besonderes. Ich glaube, es ist wieder dieses Fest-Phänomen. Leute freuen sich, dann stehen sie zusammen und freuen sich noch mehr, dann kommt die Band und freut sich, dass so viele Leute da sind und spielt sich in nen Rausch, was die Leute wieder freut und das mit Tanz und Gesang zum Ausdruck bringen. Es ist ein Geben und Nehmen. Und genau so kommt es auch. Schon nach wenigen Momenten fliegen die ersten Leute, irgendwann hängen T-Shirts von der Decke (warum eigentlich?). Ich habe Glück und werde beim Versuch, weiter nach vorne zu kommen, von einem freundlichen Typen spontan auf die Treppenstufen gezogen obwohl ich eigentlich woanders hin wollte - aber der Platz ist so gut, dass ich bleibe. Es ist 30 Minuten Liebe zwischen Publikum und Band.



Ich greife mal ein paar Stunden vor, denn wie ihr wisst hab ich euch ja den Cracker gemacht und als ich die Band abends an der High Dive Bar erwische (in meiner Hand übrigens die köstliche Pink Lemonade...siehe Fusel News Thread, eine köstliche Mischung aus Zitronenwodka und irgendwelchen beerigen Limonaden) gehe ich hin und sage einfach Hallo. Sie sind...SUPERNETT! Auch schon angetüdelt, aber supernett. Ich erzähle, dass wir heute morgen in dieser elend langen Schlange standen und wir diese Entscheidung absolut nicht bereut haben. Sie erzählen, dass sie dachten, es käme kein Mensch, weil sie die erste Band des Tages sind, und dass sie völlig überwältigt waren, dass um 11 Uhr schon ein paar Leute am Eingang standen. Der Merchguy kommt dazu, bestätigt meine Geschichte und erzählt stolz, er hat uns heute Morgen Merch verkauft (dass er sich bei 3 einfachen Zahlen um 10 Dollar verrechnet hat verschweigt er aber:bigsmile:). Ich erzähle Ihnen, ich komme aus Deutschland und dass ich eine WhatsApp Gruppe über das Fest führe und dass viele in dieser Gruppe da gerne dabei gewesen wären.
Meredith sagt, "Make your friends jealous, tell them we love you!", Merchguy nimmt mir das Handy ab und macht ein paar Schnappschüsse.


Ich soll natürlich noch allen ganz liebe Grüße ausrichten.

Es mag eine Mischung aus Bier, Fest-Feeling und amerikanischer, übertriebener Freundlichkeit gewesen sein, ich mag es aber, mir einzubilden, dass es nicht so war. Ich mochte sie vorher, aber live haben sie mich gekriegt und menschlich haben sie mich als Fan dazugewonnen.

So viel Text, und das war ja jetzt nur eine Band. Uff.

Völlig gehypt geht's zum entspannen zum Bo Diddley Plaza. Bisschen gemütlich in der Sonne sitzen. Wir hören die letzten Töne von Sundowner und schauen ein bisschen Banner Pilot. Währenddessen spricht mich und das Mädel neben mir der Typ vom Instagram Account "Backpatches of Fests" an, ob er ein Foto machen darf von unseren Jeansjacken. Was er nicht weiß: ich folge dem Account schon seit letztem Jahr und als ich mir den Patch drauf gemacht habe habe ich schon gehofft, dieses Jahr dabei zu sein :lol1::lol1: In Vielerlei Hinsicht bin ich doch so ein simpler Mensch

Es folgt ein köstliches Mittagessen im Raggae Shack Cafe.


Der Laden scheint irgendwie kult zu sein. Läuft man daran vorbei läuft man an Postern aller Fest-Editionen vorbei. Raggae und Punk passt irgendwie doch ganz gut zusammen! Und es ist wirklich richtig lecker hier! Jamaikanisch kann was! An der Wand hängen die Reggae Platten, hinter uns sitzt Ryan mit irgendeiner Band und gegenüber rechnen die Mädels mit dem Handy 10% ihres Rechnungsbetrages aus wegen dem Trinkgeld. Ist auch alles nicht so einfach.

Zuletzt geändert von LUNACHICK 22.11.2018 13:06

22.11.2018 | 13:05 » Moderation benachrichtigen
Zurück ins High Dive, Thorsten möchte Sincere Engineer sehen. Wer sie noch nicht kennt: Deanna spielt ihre Songs mal allein und akustisch und mal mit Band. Dass die Fest-crowd tierisch drauf abfährt habe ich letztes Jahr schon mitbekommen und auch Thorsten hört sie gern. Ich kann nicht mal genau sagen, warum mich das nicht anspricht, aber ich mag weder ihre Texte, noch ihre Songs, aber ich mag ihre Persönlichkeit auf der Bühne und wie sie so total authentisch erzählt, dass sie nur hier sein kann weil ihr Papa sie von Chicago hergefahren hat. Als Dank kann Papa sehen, wie das High Dive seine Tochter und ihre Band abfeiert und wie die Shirts quasi vom Merchtisch fliegen. Dass die Story stimmt sieht Thorsten am nächsten Morgen am Hotel...als er vom rauchen zurück kommt fährt Papa sie und ihre Gitarre gerade wieder in die Stadt. Irgendwie süß, irgendwie sympathisch, und irgendwie kann ich sie nicht mögen. Tut mir ja auch leid :sad:

Wir bleiben im High Dive, die Copyrights spielen die erste ihrer beiden Shows an diesem Wochenende und bevor wir die Location wechseln wollen wir noch ein paar Songs mitnehmen. Ich kann gar nicht viel sagen, sie haben letztes Jahr als letzte Band an genau diesem Ort mein Herz geklaut, als wir eigentlich nur da waren, um noch nicht heim zu müssen. Heute verlassen wir sie etwas früher, weil Thorsten eine andere Band sehen möchte und weil sie ja morgen eh nochmal spielen. Bis morgen, Copyrights!

Aber als wir dann schon von weitem die Schlange für Rockey's Piano Bar sehen erschrecke ich und habe ein schlimmes Deja-Vu. Schon letztes Jahr hat Thorsten wegen mir einen Teil eines Sets verpasst, was er unbeding sehen wollte, und genau so sollte das jetzt auch werden, denn die Schlange war echt lang. Ich hätte ja echt nicht gedacht, dass die Hillbilly-Punks von Days N Daze so eine Menge Leute ziehen. Aber es ist, als wir dann endlich drin sind, tatsächlich sehr unterhaltsam. Instrumental gesehen sieht das ein bisschen aus wie bei Janoschs Traumstunde, klingt aber eher wie Janoschs Albtraum :bigsmile:
Um euch das besser vorstellen zu können habe ich mal ein Video rausgesucht, auf dem eher die Stimmung als die Soundqualität im Vordergrund steht - inklusive NOFX-Cover mitten im Lied.


Es ist kurz vor 20 Uhr und wir laufen zum Loosey's, dort waren wir nämlich noch gar nicht und die Schlange dort ist immer lang. Also schauen wir mal jetzt rein, wo es gerade etwas leerer ist. Und innerlich weine ich ein kleines Tränchen, denn ein paar Meter nebenan spielen Comeback Kid, allerdings im 8 Seconds und ja, eine weitere CBK show mit miesem Sound und schlechter Sicht wollte ich mir dann doch lieber ersparen. Echt so eine Band, die ich wohl bis zur Auflösung verpassen werde. Auf Bildern sehen die Shows im 8 Seconds immer total geil und intensiv aus, aber wenn die Bilder hinterher das beste am ganzen Laden sind, dann verzichte ich aufs Konzert. So einfach is das.

Also, wir sind im Loosey's, es ist Platz, an der Tür hängt ein Schild, dass hier jeder willkommen ist, egal wie er aussieht, wen er liebt, wo er herkommt etc. Es ist auf der einen Seite sehr schön, dass man überall solche Schilder sieht, auf der anderen Seite weiß man, dass es wohl scheinbar immer noch nötig ist, das extra zu betonen. Drinnen spielt ein Trio namens Weakened Friends. Thorsten gefällt's und er kauft sich eine Platte. Als mir der Bandname das zweite Mal begegnet ist es bei den Plattenkritiken in der Visions: 9 Punkte. Thorsten ist da ein bisschen wie Ofsi und hat da oft nen guten Riecher. Mein Ding ist es leider nicht so ganz, aber was sagt das schon, ich höre ja auch die Copyrights, die seit 18 Platten den selben Song spielen.

Wir bleiben kurz im Loosey's, denn die Band von dem Typen, in dessen Plattenladen wir in Tampa waren, soll gleich auftreten und laut Brooklynvegan.com sollte man sich die unbedingt anschauen. Brooklynvegan.com erweist sich aber als wenig glaubwürdig und nach 2 Songs sind wir abgedampft. Wohin nun? Ach, vielleicht mal ins Atlantic, da haben wir letztes Jahr mit Sharptooth einen der besten Auftritte des Festivals gesehen. Dort spielen Timesharesgleich ein Everclear Coverset. Everclear. Da war mal was. So vor 20 Jahren. Na komm, dann mal hin.
Ich mag das Atlantic immer noch mit am liebsten, mit diesen halbrunden Ledercouches und diesem Cocktailbar-Feeling. Da kann man sich auch mal nen Painkiller gönnen (auch siehe Fusel-News: Fruchtgepansche, 3 Sorten Rum und dann den Spaß im Stile eines Frozen Margharitas eingefroren. ME GA GEIL!!).
Und die Show ist auch lustiger, als ich erwartet habe. Es ist unglaublich, dass ich wirklich jeden einzelnen Song kenne, auch wenn ich 90% schon wieder völlig vergessen hatte und keinen einzigen vor diesem Konzert beim Namen hätte nennen können. Ob wir uns vielleicht öfter solche Coversets anschauen sollten? Immer mal wieder spielen mehr oder weniger bekannte Bands Coversets, das ganze Wochenende über. Und wenn man nach einem Set von EVERCLEAR schon das Gefühl hat, man sollte sich das vielleicht öfter anschauen...:hm: Wir haben uns dann für später gleich mal das Samiam-Coverset vorgemerkt!

Aber erst nochmal zurück ins High Dive. Eigentlich wollen wir The Creeps sehen, die neue Band des Crusades Sängers. Letzten Endes sehe ich keinen einen Song, weil die Spanish Love Songs draußen stehen und das oben genannte passiert. Auf der einen Seite sehr schade, ich hätte die Creeps gerne gesehen, aber es war so schön draußen dass ich es irgendwie auch nicht bereue. Die letzten Songs sehe ich noch so halb, aber da mir jemand mein 10 Dollar Getränk aus der Hand schlägt, ich Pipi muss und den Thorsten nicht finde habe ich am Schluss tatsächlich keine 2 Minuten am Stück bewusst angeschaut.

Uuuuund wieder zurück ins Atlantic gewuselt zum letzten Konzert des Tages: Nightmarathons spielen Samiam. Und das ist so spaßig, nicht nur wegen dem zweiten Painkiller! Sondern vor allem, weil die Leute natürlich jede Zeile mitsingen können. Manche sogar so gut, dass sie gar nicht zur Band gehören und trotzdem die Bühne stürmen, das Mikro in die Hand nehmen und in die Menge halten. Wie praktisch, dass sie dazu noch ein knallrotes Lederoutfit tragen!


Es war ein weiterer schöner Tag, und der letzte steht uns noch mit großen Highlights bevor!
22.11.2018 | 13:35 » Moderation benachrichtigen
Ich fand deine Berichte letztes (?) Jahr schon grandios, aber dieses jahr ist es mindestens genauso gut :smile:

Irgendwann werd ich mich auch mal auf den Weg dorthin machen müssen ...

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