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Brand New - Science Fiction

64 Beiträge - 16293 Aufrufe

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22.08.2017 | 15:28 » Moderation benachrichtigen
Album des Jahres.
24.08.2017 | 08:03 » Moderation benachrichtigen
Hat sie hier eigentlich mal jemand live gesehen?


Ich bin etwas spät mit der Antwort, aber ich habe sie vor 2 Jahren Live im FZW Dortmund gesehen (meine zumindest es war 2015). Musikalisch über jeden Zweifel erhaben, sie haben echt abgeliefert. Jesse wirkte aber die erste Hälfte über eher distanziert, taute dann aber etwas auf (subjektiv wahrscheinlich). Die Leute haben die Band auch ordentlich abgefeiert, bis auf eine Person im Zorro- Kostüm die in der ersten Reihe oft mit dem Rücken zur Band stand. Seltsam, wurde auch in der Visions- Rezi zum Konzert erwähnt. Jesse hat sich irgendwann auch seinen Hut geschnappt und aufgesetzt, da hat er auch mal gelächelt (also Jesse).

Das neue Album habe ich noch nicht gehört, sorry das ich da uninformiert bin, aber kommt das Vinyl auch in den "normalen" Vetrieb? Das letzte ist immernoch eines der Lieblingsalben von mir und Frau Bolzen.
24.08.2017 | 09:37 » Moderation benachrichtigen
Bin jetzt kein Überfan, würde mir z. B. ein neues Album von denen nie blind kaufen, Daisy fand ich auch verzichtbar. Aber das Ding gefällt mir auf Anhieb ziemlich gut.
24.08.2017 | 12:06 » Moderation benachrichtigen
Hat sie hier eigentlich mal jemand live gesehen?Go Ahead Eagle, 18.08.2017 10:11 #


Yep, 2014 in Freiburg. Im Waldsee oder wie der Laden heiß. Der Name war jedenfalls Programm, denn es handelte sich dabei um ein Restaurant etwas außerhalb, gefühlt mitten im Wald und an jenem Tag schön von Nebelschwaden umhüllt. Das Konzert selbst fand dann in einem größeren Nebenraum der Wirtschaft statt. Als Anheizer spielten The Front Bottoms, die ich damals eher doof fand. Brand New waren gigantisch. Mit wie viel Kraft und Leidenschaft sie diese ja damals schon uralten Songs spielten war unglaublich. Zuerst gab es blöckchenweise Songs von "Daisy" und "Deja Entendu". Der Rest gehörte dann "The Devil & God...". Als letzter regulärer Song wurde, glaube ich, "You Won't Know" in einer gewaltigen Version gespielt. Zum Schluss blieb Jesse noch alleine auf der Bühne und spielte "Soco Amaretto Lime".

Ein denkwürdiger Abend jedenfalls. Ich hoffe, sie kommen vor ihrer Auflösung (?) im nächsten Jahr nochmal rum.
24.08.2017 | 12:12 » Moderation benachrichtigen
Auflösung? Gibts da einen begründeten Verdacht? Abgesehen davon, dass sie ja irgendwie immer kurz vorm Abgrund zu stehen scheinen.
24.08.2017 | 12:21 » Moderation benachrichtigen


Letztes Jahr gab es dieses Shirt zu kaufen und ein Banner mit dem Motiv hing soweit ich weiß auch auf bei den letzten Konzerten. Da kann man schonmal stutzig werden.
24.08.2017 | 12:54 » Moderation benachrichtigen
Oh. Die haben echt nicht alle Latten am Zaun.
24.08.2017 | 13:02 » Moderation benachrichtigen
Auch einer der Gründe, warum ich bisher so zurückhaltend bei der Band war. Dieser ewige Konzeptfetisch. Einfach nur Musik machen gibt's bei denen nicht.
24.08.2017 | 21:52 » Moderation benachrichtigen
Dieser ewige Konzeptfetisch. Einfach nur Musik machen gibt's bei denen nicht.Olsen, 24.08.2017 13:02 #

Und das wäre ja in einer Welt voller Alben mit zusammenhangslosen Singles und ein paar Fillern eine Frechheit, nicht wahr?:bigsmile:

Ich glaube, dass es gerade die übergeordneten Konzepte der jeweiligen Alben (Deja Entendu - damals zeigenössischer Kommentar auf moderne Kunst; Devil And God - Jesse's Depression und der Tod von mehreren Bekannten/Verwandten im Umfeld der Bandmitglieder; Daisy - metaphorische Bezüge über Natur/Wald zum Nicht-Geliebtwerden und Angst) sind, die Brand New zu diesem Ruhm verholfen haben. Zumal die Konzepte nicht eine jeweils zusammenhängende Geschichte erzählen, sondern auch einzeln als Statement funktionieren.

Was das Thema der Auflösung angeht:
Die Band hat bereits vor 10 Jahren zu verstehen gegeben, dass sie nur fünf Alben machen will (wäre also konsequent).
25.08.2017 | 07:47 » Moderation benachrichtigen
Dieser ewige Konzeptfetisch. Einfach nur Musik machen gibt's bei denen nicht.Olsen, 24.08.2017 13:02 #

Und das wäre ja in einer Welt voller Alben mit zusammenhangslosen Singles und ein paar Fillern eine Frechheit, nicht wahr?:bigsmile:

Was das Thema der Auflösung angeht:
Die Band hat bereits vor 10 Jahren zu verstehen gegeben, dass sie nur fünf Alben machen will (wäre also konsequent).Powder To The People, 24.08.2017 21:52 #

Ich finds einerseits absolut super, dass sie sich diesem Standard-Marketing-Quatsch, den Promotouren, den Interviewstrecken etc. verweigern und hier eigene, völlig unkonventionelle Wege gehen.

Andererseits machen sie es damit allerdings sowohl den Hörern schwer und schießen sich zudem auch noch selbst ins Knie.
"Ruhm" erlangen sie so wohl nur in unserer winzigen Nerdarena.

Es wäre schön und schade, wenn sie sich an die 5 Alben halten und dann aufhören.
Schön, weil: endlich mal ne konsequente Band - siehe Coheed & Cambria, die sich besser mal dran gehalten hätten.
25.08.2017 | 10:01 » Moderation benachrichtigen
"I'm gonna stay eighteen forever
So we can stay like this forever"

...hieß es ja schon 2001 auf dem ersten Album. :klugscheiss:

Werde mit "Science Fiction" noch nicht so ganz warm. Finde den Anfang enorm stark, gegen Ende zieht es sich dann aber doch. Zudem vermisse ich ein wenig die Dynamik zwischen laut und leise.
25.08.2017 | 10:15 » Moderation benachrichtigen
Andererseits machen sie es damit allerdings sowohl den Hörern schwer und schießen sich zudem auch noch selbst ins Knie.
"Ruhm" erlangen sie so wohl nur in unserer winzigen Nerdarena.Go Ahead Eagle, 25.08.2017 07:47 #


Nur kurz als Einwurf: Platz 1 der amerikanischen Albumcharts, also eine relativ große Nerdarena.
25.08.2017 | 11:07 » Moderation benachrichtigen
Na gut, selbst das vorletzte Hirsch Effekt Album landete in Deutschland in den Alben Top 10.
Unsere Nerdarena stürzt sich auf Alben am VÖ-Tag und hat Monate zuvor bereits vorbestellt.
Der Effekt verpufft eine Woche drauf wieder.

Trotzdem bin ich ein wenig überrascht!
26.08.2017 | 16:15 » Moderation benachrichtigen
Na gut, selbst das vorletzte Hirsch Effekt Album landete in Deutschland in den Alben Top 10.
Unsere Nerdarena stürzt sich auf Alben am VÖ-Tag und hat Monate zuvor bereits vorbestellt.
Der Effekt verpufft eine Woche drauf wieder.Go Ahead Eagle, 25.08.2017 11:07 #

Nun ja. Den amerikanischen Markt mit seiner Hip-Pop-Fixierung als düstere Indierock-Band anzuführen, kommt wohl doch nicht von ungefähr. In Deutschland kommst du in einem schlechten Monat schon mit ein paar tausend verkauften Einheiten in die Top Ten. Da braucht es schon deutlich mehr, wenn du bei den Amis an den High Rollern vorbei willst. Man darf auch nicht vergessen: Devil And God war bereits bei Erscheinen Kritikerliebling, entwickelte sich in den folgenden Jahren aber zur bedeutendsten Veröffentlichung im Bereich Emo nach dem Millennium. Du glaubst gar nicht, wieviele Bands sich explizit auf dieses Album beziehen, wenn es um Einfluß-Darlegung geht.

Meine aktuelle Position zur Platte:

Fantano hatte in seinem Review den zu zurückhaltenden Gesang von Jesse kritisiert. Das würde ich nicht sagen. Ich gehe aber insoweit mit, dass die Songauswahl an sich ein wenig zu träge wirkt. Ein "Mene" oder meinetwegen auch "I Am A Nightmare" (auch wenn ich letzteres nicht sonderlich mag) hätte dem Album gut getan. Ein paar Wutausbrüche allgemein sicherlich auch. Dennoch haben sie mich wieder bei den Eiern. Es ist nach wie vor schwer zu erklären, wie sie mich gefangen nehmen. Recht simple Akkordstrukturen und dutzende Querverweise auf Grunge und Indie der 90er sollten mich eigentlich mit den Schultern zucken lassen. Aber was und wie die Band intoniert, saugt mich völlig ein. "Can't Get It Out" klingt nach einem Pinkerton-Überbleibsel (im positiven Sinne), "Could Never Be Heaven" ist ein Singer/Songwriter-Kleinod. "137" klaut sich den Einstieg bei der herzförmigen Box und bricht irgendwann aus; passend zur Atomwaffentodlyrik ("Let's all go play Nagasaki, we can all get vaporized"). "Desert" ist ein herrliches Statement zu Bigotterie und Religionszweifel, gekleidet in ein beschwingtes Korsett mit der Rhythmik von Radioheads "House Of Cards" und einem Klebe-Chorus, den ich schon seit Tagen vor mich hin summbrabbele ("Don't come running to me, when they're coming for you"). "Batter Up" als Abschluss lässt mich bei einer sternenklaren Nacht auf den höchsten Berg schlafwandeln, nur um dann, wach geworden, über's Runterspringen nachzudenken. Den Vogel schiesst aber echt "Waste" ab. Anfangs hab ich immer die Gitarrenmelodie von der Strophe von "Zombie" (Cranberries) eingeblendet, aber dann wird dieser Song so aufbauend schön und gleichzeitig so abgrundtief traurig - so was kriegt bei mir nur diese Band hin.
"I'm hoping that in time, you can lay down
All this weight you've been carrying around and maybe one day
You'll find your way
To climb up out of your grave
With the bits of you you managed to save
And for the last time
Yeah, you say good-bye"
Der Typ und Cory Lockwood von A Lot Like Birds. Hier ist meine Haut, hier ist die Tattoonadel - schreibt was drauf.
27.08.2017 | 04:45 » Moderation benachrichtigen
Auch einer der Gründe, warum ich bisher so zurückhaltend bei der Band war. Dieser ewige Konzeptfetisch. Einfach nur Musik machen gibt's bei denen nicht.Olsen, 24.08.2017 13:02 #


Kann ich nicht verstehen, da die Einzelsongs der Alben auch immer "so" funktionieren. Gut, die Interludes wie "--" jetzt nicht wie die Singles, aber im Gegensatz zu den von dir ja sehr geschätzten Coheed fragt man sich da nicht, warum jetzt auf einmal ein ewig langer Break kommt, oder was der Text bitte vermitteln will.

Andererseits machen sie es damit allerdings sowohl den Hörern schwer und schießen sich zudem auch noch selbst ins Knie.
"Ruhm" erlangen sie so wohl nur in unserer winzigen Nerdarena.Go Ahead Eagle, 25.08.2017 07:47 #


Nur kurz als Einwurf: Platz 1 der amerikanischen Albumcharts, also eine relativ große Nerdarena.alvarez, 25.08.2017 10:15 #


Wait, das hat einen regulären Release gekriegt? Ich dachte, das wäre erstmal nur im Eigenvertrieb zu beziehen?
28.08.2017 | 00:00 » Moderation benachrichtigen
Auch einer der Gründe, warum ich bisher so zurückhaltend bei der Band war. Dieser ewige Konzeptfetisch. Einfach nur Musik machen gibt's bei denen nicht.Olsen, 24.08.2017 13:02 #


Kann ich nicht verstehen, da die Einzelsongs der Alben auch immer "so" funktionieren. Gut, die Interludes wie "--" jetzt nicht wie die Singles, aber im Gegensatz zu den von dir ja sehr geschätzten Coheed fragt man sich da nicht, warum jetzt auf einmal ein ewig langer Break kommt, oder was der Text bitte vermitteln will.Alphex, 27.08.2017 04:45 #


Damit meinte ich nicht das Albenkonzept, sondern das Bandkonzept. Dieses "Wir bringen nur fünf Alben raus und 2018 lösen wir uns auf" und so.
29.08.2017 | 18:30 » Moderation benachrichtigen
War (dir) das wirklich schon immer bekannt? Iron Maiden haben solche Sachen auch schon gesagt; das ist jetzt eher ein seltsamer Grund, eine Band nicht zu hören.
20.10.2017 | 13:59 » Moderation benachrichtigen
Endlich gehts für mich auch los.
Erster Eindruck: leider verdammt ruhig.
Erste Entdeckung: versteckte Botschaft auf dem Cover! Das Nummernschild lautet SOS 666! :yikes:
20.10.2017 | 14:01 » Moderation benachrichtigen
Viel Spaß dann noch!
20.10.2017 | 14:24 » Moderation benachrichtigen
Dann heb ich hier auch mal meinen Senf dazu.
Bis jetzt hatte ich nur die The Devil... und für die habe ich ewig geraucht bis sie sich in mein Ohr gegraben hat, diese hier war da schneller, es sind aber auch so viele kleine Schätze drauf, die meisten würden hier sicher schon genannt, ich hab's nicht so sehr mit Songtiteln.
Aber warum muss ich bei Can't get it out immer an die Pinkerton denken? Übrigens auch ein großartiger Song.

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