Zur mobilen Seite wechseln

Alben des Jahres 2016

572 Beiträge - 31574 Aufrufe

« erste Seite | zurück | 24 - 25 - 26 - 27 - 28 | weiter | letzte Seite » | Seite 26 von 29 , 572 Ergebnisse

18.01.2017 | 22:33 » Moderation benachrichtigen
10. Danny Brown - Atrocity Exhibition

Ain’t It Funny / Really Doe (Feat. Kendrick Lamar, Ab-Soul & Earl Sweatshirt)Powder To The People, 18.01.2017 20:22

Der erste Song ist kuhl, der zweite langweilig. Ich steh halt nicht so auf Beat, drüber quaken und ein wenig Plingpling. Muss schon was mehr sein wie halt beim ersten Stück. Lohnt es sich da für mich mal beizugehen?
18.01.2017 | 22:37 » Moderation benachrichtigen
Da geh ich schwer von aus. Typ hat sehr unkonventionelle Geschichten dabei und auch reichlich Noise am Start.
18.01.2017 | 22:52 » Moderation benachrichtigen
Sehr gut. Dann kümmere ich mich mal. Danke für den Tip.
19.01.2017 | 09:42 » Moderation benachrichtigen
großartige Liste und noch bessere Texte dazu :bow:

vielen Dank Powder.

Ist mir ja doch einiges durchgerutscht dieses Jahr, bzw sollte ich bei vermeintlichen uninteressanten Dingern mal doch reinhören.
19.01.2017 | 20:23 » Moderation benachrichtigen
Bin mit der Danny Brown durch. Kann man ganz gut hören. Aber Ain't it funny ist schon mit großem Abstand der beste Song. Insgesamt hätte es noisiger ausfallen dürfen. Und der Typ klingt nicht wie Donald Duck sondern wie der von Cypress Hill, dem sie das Gras gegen Meth ausgetauscht haben.
19.01.2017 | 20:45 » Moderation benachrichtigen
Danny Brown
der Typ klingt nicht wie Donald Duck sondern wie der von Cypress Hill, dem sie das Gras gegen Meth ausgetauscht haben.AERPELSCHLOT, 19.01.2017 20:23 #

Ok, das hat mich überzeugt, da höre ich auch mal rein!
19.01.2017 | 21:39 » Moderation benachrichtigen
Danny Brown
der Typ klingt nicht wie Donald Duck sondern wie der von Cypress Hill, dem sie das Gras gegen Meth ausgetauscht haben.AERPELSCHLOT, 19.01.2017 20:23 #

Ok, das hat mich überzeugt, da höre ich auch mal rein!der_acki, 19.01.2017 20:45 #

:hm: hat der da gerade etwa dick gesagt?

Ist ok, wenngleich ich da keinen großen Unterschied zu Haiyti sehe.
27.01.2017 | 15:57 » Moderation benachrichtigen
What lang warez wird finally good. Powder HC/Punk-Alben des Jahres:

20. Departures - Death Touches Us, From The Moment We Begin To Love
Ein Album, das die Hinterlassenschaft von „The Wave“ zu 100% widerspiegelt. Melancholischer Schönklang-HC. Wie er im Buche steht. Offene Akkorde, viel Dur, heiseres Geschrei. Hallo Defeater. Hallo Touché Amoré. Hallo Wiederholung. Ich stehe diesem Klang sehr offen gegenüber und werde es auch weiterhin. Weil es tausendmal besser ist als jeder Bollo-Bullshit. Dennoch muss ich sagen, dass ich mittlerweile Probleme habe ein solches Album am Stück durchzuhören. Mir fehlt da einfach manchmal Aggression oder was chaotisches. Drauf geschissen. Gutes Ding.
Need to listen: The Last Dance / 1994

19. Weekend Nachos - Apology
Weekend Nachos! Starten mit einem Sechsminüter! Warte…wattsefuck??? Der Song heisst „2015“, vielleicht ist das ihre Abhandlung des Jahres. Danach geht alles seinen gewohnten Gang. Powerviolence mit diesmal weniger Blasts und teilweise äh „netteren“ Akkorden. Wer auf’s Maul braucht ist hiermit versorgt. Gastvocals vom Gestörten von Full Of Hell übrigens; nur, falls noch jemand Fragen hat.
Need to listen: Dust / POW MIA

18. On Broken Wings - Disintegrator
Es gibt Bands, die wissen vor lauter Songmaterial nicht mehr wohin damit. On Broken Wings haben ein gegenteiliges Problem. Schon vor ihrer Pause war die letzte Veröffentlichung nur eine Kombination aus 4 neuen Songs und der Neuaufnahme ihrer ersten EP. 2012 brachten sie dann eine Mini-EP mit 2 guten Songs heraus, die aber ebenfalls auf diesem Album vertreten sind. Dazu gesellen sich 5 neue Tracks und 4 recht unnötige Interludes und schon nennt man sowas Album. Nun gut. Der Grund, warum das hier nicht im Underwhelmed-Sektor steht, ist vorrangig meine Notwendigkeit einer Tough Guy Scheibe pro Jahr. Und bevor ich mir irgendwelchen Beatdown-Dreck gebe, lass ich’s mir lieber von Jon Blake’s asozialer Röhre besorgen (insert irgendwas wie hö hö), die immer wieder mal einen kurzen, sporadischen Cleangesang der Deftones-Marke einbringt. Das für’s Genre beeindruckende Songwriting des Debüts und die Vollbreitseite von „It’s All A Long Goodbye“ wird natürlich nicht mehr erreicht, aber 24 Minuten Pit-Aua tun es für mich allemal.
Need to listen: Crowns Meant For Kings / Ego Ideal

17. Architects - All Our Gods Have Abandoned Us
Seit 10 Jahren krachen die Briten ihren mit Ecken und Kanten versehenen Metalcore in die Szene und bis heute war das immer Qualität. Das ändert sich mit diesem Album nicht. Ok, man kennt mittlerweile was sie machen. Ich erwarte keine wirklichen Überraschungen. Ist aber schlicht nicht notwendig, denn so potent muss man diesen Stil auch erstmal aus den Boxen drücken. Atmosphärisch dicht, politisch engagiert, angepisst. Kann so weiter gehen.
Need to listen: Phantom Fear / Nihilist

16. Fero Lux - No Rest
Alle Jahre wieder findet sich ein interessanter Norma Jean-Soundalike. Wobei der diesjährige Spitzenkandidat genügend Eigeninterpretation und Ungewöhnlichkeiten mitbringt. Der verschachtelte Mathcore der russischen Fero Lux wird aufgebrochen von hin und wieder kurz einpreschendem Eierkneifgesang (wirklich nur kurz jeweils) und ein zum Albumende hin ausklingendes Post-HC Doppelgespann mit Alternativemomenten. Ansonsten gibt es reichlich Breakdowns und wuchtige Shouts, alles verpackt in mal mehr, mal weniger interessante Zweieinhalbminüter. Der Ostblock holt auf. Uffjepasst!
Need to listen: No Insignia / I Saw Rats

15. Exalt - The Shape You Took Before The Ache
Die Deftones des Bollo, nee, warte, das waren ja eigentlich On Broken Wings. Obwohl, rifftechnisch und im fast ständigen Midtempo verortet, passt das eigentlich viel besser hier. Mit ihrem zweiten Album schaffen die Typen aus Ontario auch tatsächlich eine ähnlich krude Stimmung wie ihre grossen Vorbilder. Dabei liegt der Fokus klar auf derb krachendem Halftime-Hardcore mit prolliger Rülpse. Immer wieder scheinen aber düstere Soundanleihen durch, die mal ein auf Gitarre und Cleangesang reduziertes Stück erzeugen oder das abschliessende „I Dove Into The Sun“ sogar zu einem reinen Alternativetrack zwischen Tool und Chevelle werden lassen. Tritt viel Arsch doch bleibt atmosphärisch. Muss man erstmal so hinkriegen.
Need to listen: Leave Them All Behind / I Dove Into The Sun

14. Frameworks - Smother
Siehe Departures: Der Nachteil eines Soundboomes ist die Verwässerung durch zig Bands, die dasselbe Schema verfolgen. In geringem Maße fällt das auch den Frameworks auf die Füsse. Ihren ohne jeden Zweifel gut gemachten Hardcore der „Wave“-Schule kennt man mehr oder minder von Defeater, Touché Amoré oder sogar Landsmännern wie The Tidal Wave. Nicht zwingend in besser, aber eben in schon so ähnlich gehört. Das ist der Grund warum das Album keinen so starken Eindruck bei mir hinterlassen hat, obwohl ich diesem Stil mit offenen Ohren gegenüber stehe. Das ist aber nicht fair. Denn die Jungs geben sich echt Mühe. Am effektivsten sind sie immer dann, wenn sie coole Gitarrenmelodien einflechten („Purge“) oder druckvoll voran preschen. Dazwischen bleibt der Ausschlag reduziert, was auch an der wenig variablen Stimme liegt. Aber jammern wir mal nicht zu sehr auf hohem Niveau hier.
Need to listen: Purge / Song Of Myself

13. Of Roofs, Genes And Stolen Meanings
- III
Estland hat man nicht so häufig auf dem Zettel, weswegen ich auch eher zufällig auf die Band gestossen bin. Wäre schade, das verpasst zu haben. Ihr drittes Album beeindruckt durch abwechslungsreichen Hardcore mit Ecken und Kanten, aber auch einigen Clean-Momenten. Assoziationen von Norma Jean bis frühen 2000er Emocore kommen da schon mal auf. Das Ganze dennoch frisch und eigen verpackt. Empfehlung!
Need to listen: Imprinting / Lovelace

12. Mothman - Answers To No One
Ich unterteile Grindcore meistens in die Metal- und die HC-Version. Erstere wuchtet entweder mit Sludgeelementen (Nails) oder Deathgrind (Mortician) wahlweise Gebirge oder Leichenberge beiseite, zweitere ist die ausgeflippte Punkversion von jugendlichen Wahnsinnigen (Graf Orlock, As The Sun Sets). Zu letzterem gehören Mothman, die aber gar nicht so extrem grinden, sondern häufiger auch mal Unberechenbarkeitsscreamo der Marke Orchid fabrizieren. Die 20 Songs machen sich eher selten die Mühe über die 2 Minuten Grenze zu marschieren. Wozu auch? Es geht darum den Puls flächendeckend über 160 zu halten und die vermutlich 2 Sänger in einer halben Stunde Dauerkotzen bei Laune zu halten. Da heuer gar nicht mehr so viel Musik dieser Art fabriziert wird, geniessen wir dies nun bei einer Tasse Tee mit Reißzwecken.
Need to listen: Burn / Fiery Faith

11. Casey - Love Is Not Enough
Irgendwo zwischen Defeater und Emo der frühen der 2000er war noch Platz. Casey füllen diese Lücke hervorragend. Das Konzept des Todes bzw. des Vorgangs ist aktuell wohl populär. Auf „Love Is Not Enough“ geht es um einen Gehirntumor (soweit ich das textlich richtig entschlüsselt habe) und den Begleitumständen. Das wird mit melancholischem Hardcore umsponnen, ruhig gesungenen Cleanpassagen untermalt und Postrockelementen angereichert. Die Beschreibung klingt wie schon tausendmal gehört und weit entfernt von bereits bekanntem ist das wahrlich nicht. Trotzdem schafft es die Band eine eindrucksvolle Atmosphäre zu schaffen, die fasziniert. War Sputnik sogar die höchste Gesamtnote für ein HC-Album 2016 wert. Und da ist zumindestens ein bisschen was dran.
Need to listen: Little Girl / Darling
27.01.2017 | 16:10 » Moderation benachrichtigen
10. Planes Mistaken For Stars - Prey
Des Ofsis Herz schlägt Purzelbäume beim Punkrock der Buben und auch ich kann nicht umhin zu bemerken, diese Band immer begleitet zu haben. Weil sie irgendwie anders sind in diesem Genre. Weil sie diesen außergewöhnlichen Sänger haben, der nach wie vor klingt, als wäre er als Kind in eine Topf voll WC-Reiniger gefallen. Weil sie dieses ungewöhnliche Songwriting haben, bei dem man anfangs gerne mal denkt „WTF? Wie kommt ihr jetzt darauf?“ und dann am Ende trotzdem alles Sinn ergibt. Weil sie der Produktion diesen verhallten Touch geben (nicht shoegazig), den Gesang ganz speziell in die Musik fliessen lassen. Sie haben auch auf „Prey“ nichts von ihrer Atmosphäre eingebüßt und werden von mir weiterhin uneingeschränkt empfohlen.
Need to listen: She Who Steps / Clean Up Mean

9. Èglise - s/t
Der Ofsi hat ja schon geschwärmt und auch für mich kam dieses Jahr keine Band näher an den Converge-Sound, ohne ihre Identität dabei zu verlieren. Dänemark als seltene Herkunft lässt nochmal einen separaten Exotenbonus mitschwingen. Die vertonte Katharsis ist technisch und emotional einfach zermalmend konsequent. Dabei agieren sie vielleicht nicht ganz so chaotisch wie ihre Vorbilder, lassen dafür aber einen Hauch mehr Gitarrenschönklang zu. Was auch immer das in diesem Zusammenhang heissen soll. Ähnlich wie die französischen Calvaiire sind sie somit reguläre Erben eines zu bewahrenden Klangs, der mich immer kriegen wird.
Need to listen: The Mountains / Light Conqueror

8. Touché Amoré - Stage Four
Ich nehme an, ich muss dich der Frage erwehren, warum dieses Album nicht deutlich höher in dieser Liste sitzt? Ganz einfach - Texte sind nicht alles. Ja, der Kampf gegen Krebs ist für Angehörige ein hartes Thema. Bolm weiss natürlich wie man sowas in Worte verpackt. Das bleibt Champions League. Doch die persönliche Tragödie in allen Ehren: Wer mal eine zeitlang auf einer Palliativstation gearbeitet hat, trifft auf wesentlich jüngere, tragischere, noch viel intensivere Schicksale als eine scheidende 69-jährige. Das klingt gemein, ich weiss. Aber ich weiss auch, wovon ich rede. Das soll Bolm’s Intention nicht relativieren, aber sehr wohl den Blick mal weg von textlichen Bezügen lenken. Und rein musikalisch gesehen ist das guter Indie-Punkrock. Gut; nicht hervorragend oder besonders super. Bolm’s Versuche clean zu singen erscheinen vielleicht im ersten Moment ambitioniert, mangeln aber schlicht an Talent. Ich brauche keine mässigen Joy Divison-Interpretationen. Bevor das Forum brachialempört aufschreit - das bleibt alles gut gemacht. Und ist vielleicht sogar ihr bestes Album (obwohl mir persönlich die rasenden Ausbrüche zu sehr fehlen; ist aber vielleicht auch auf das Konzept zugeschnitten). Sollte in jeder HC-Jahresbestenliste auftauchen. Nur halt nicht zu weit oben.
Need to listen: Posing Holy / Skyscraper

7. The Fall Of Troy - OK
Es ist schon witzig wenn eine Band völlig natürlich wieder so klingt wie vor 14 Jahren. Nach zwischenzeitlichen Prog-Ausflügen frickelt, faucht und singsangt sich Thomas Erak wieder durch knackige 3 Minüter. Das ist kurzweilig, das ist nach 30 Minuten vorbei, das mach ich direkt wieder an. Die Blaupause für alles was Blue Swan Records ausmacht. Ob man das jetzt Emo, Screamo oder Post-HC (der vor dem Post-HC) nennt, spielt keine Rolle. Ein knackiges Album mit dem Charme der frühen 2000er.
Need to listen: Auto Repeater / Your Loss

6. Holy Gold - Feral Children
Und dann kommt da aus dem Nichts eine Band mit Ex-Mitgliedern von Norma Jean und The Chariot und der Powder muss reinhören. Und höret, es wart geil. Und das obwohl die EP gar nicht unbedingt so losgeht, wie man es erwarten könnte. Es tropft schwerer Southern Rock aus den Boxen, erinnert mal an Maylene And The Sons Of Disaster, mal an die groovenden Passagen von Every Time I Die, zielt auch mal kurz in Richtung Down und klingt dabei stets einprägsam und vor allem viel clean gesungen. Und dann kommt „Pyramids“ und man erinnert sich wieder daran, wessen Geistes Kind das ist. Und man sitzt plötzlich neben Botch. Und was haben mir diese 6 Songs Spass gemacht und was tun sie es immer noch.
Need to listen: Crooked Path, Crooked Smile / Pyramids

5. Norma Jean - Polar Similar
Ja eine Lieblingsband und ja ich bin nicht vollends begeistert. Rio will das nicht lesen und falls doch, dann will ich es zumindest versuchen zu erklären. All das was ich auf diesem Album von ihnen höre, hab ich so schon von ihnen gehört. In anderen Versionen. Geschenkt. Aber im Gegensatz zu fast allen Vorgängern, blieb bei mir kaum was hängen während der ersten Durchläufe. Kein Wahnsinn und kein Noise, der so wahnsinnig und so noisig wie auf ihren grössten Hits durchschimmert. Atmosphärisch ist das Album, keine Frage. Also innerhalb der Songs. Unnötige Interludes wie bisschen Ambientgeplucker mit Telefonstimme und Dead Man-artige, einsam vor sich hin dödelnde Gitarren, beeindrucken mich nicht mehr. Haben schon viele andere Bands gemacht. Genug genörgelt. Wir reden hier immer noch von Speerspitzen des komplexeren Metalcores. „1.000.000 Watts“ ist erste Sahne, „Forever Hurtling Towards Andromeda“ heizt in bekannter Manier ein (auch wenn Coalesce-Auspuff Sean Ingram hier eher wie ein abhustender Opa klingt), „IV. The Nexus“ bringt wieder schwere Riffgewitter (nur das mit dem ewigen Ausklang beim letzten Song können sie sich langsam sparen). Gehört gehört.
Need to listen: 1,000,000 Watts / Forever Hurtling Towards Andromeda

4. Dance Gavin Dance - Mothership
Ich bin müde darin zu erklären, warum auch das x-te Album dieser Band bei mir ungefragt hoch dekoriert wird. Ich stehe einfach auf den Sound. Natürlich klingt das seit 3 Alben nahezu identisch. Kann man kritisieren, hat Bestand. Mir egal. Das ist und bleibt meine Arschwackelversion des Posthardcore. Die Lyrics sind cringeworthy, es bleibt auch nicht mehr allzu viel Ironie übrig und das Wechselspiel im Gesang ist nur noch Erfüllungsgehilfe. Dennoch hat sich Tilian als guter Sänger etabliert. „Betrayed By The Game“ ist so simpel wie effizient und hat mir dieses Jahr ziemlich geholfen. „Man Of The Year“ ist einer ihrer ambitioniertesten Tracks der letzten Jahre. „Inspire The Liars“ ist ziemlich super. Also ich finde nach wie vor genügend Material, welches mich dancen und schmunzeln lässt. Danke, Will Swan. Du offensichtlich von Bud Spencer gezeugter Hawaiianer.
Need to listen: Betrayed By The Game / Inspire The Liars

3. The Dillinger Escape Plan
- Dissociation
Nur Platz 3? Hmm. Könnte damit zu tun haben, dass ich diese Band in- und auswendig kenne. Und deswegen nicht mehr so leicht von ihr zu beeindrucken bin. Also auf dem Papier. Was die spielen bleibt meinem simplen Musikerverstand nach wie vor verschlossen. Aber die erste Albumhälfte (abgesehen vom gottgleichen Opener „Limerent Death“) hab ich von ihnen so ähnlich schon gehört. Und eben in besser. Auch wenn ich nix gegen Loungejazz-Ausflüge habe, gelingt es ihnen nicht, das Ganze so schlüssig wie sonst für mich zu verbinden. Das alles ändert sich ab „Honeysuckle“. Ab da wuchtet mich ihre Erstklassigkeit an die Wand. Wo ich hin gehöre. Meine Güte, ist „Nothing To Forget“ stark. „Manufacturing Discontent“ wahnsinnig. Der Titeltrack diffus gruselig. Macht’s gut, ihr Irren. Ihr habt den Spirit von Hardcore und Punk auf Studioversionen und im Livewahnsinn schon immer 10 x mehr verkörpert, als es Hatebreed je konnten. Deswegen guck ich euch auf eurer Abschlusstournee noch ein letztes Mal auf die Finger und verneige mich.
Need to listen: Limerent Death / Honeysuckle

2. Every Time I Die - Low Teens
Sollten eigentlich Every Time I Listen To Them, They Won’t Disappoint heissen. Obwohl sie ihren hardcorepunkigen Southern Metal seit Äonen nur in Nuancen ändern, ist dieser Sound so spezifisch und unverkennbar für sie geworden, dass quasi alle Alben ein Selbstläufer sind. Warum mir „Low Teens“ noch besser gefällt als ihre letzte, hat interessanterweise mit der Produktion zu tun. Mal überlegen: Die Letzte wurde doch von Kurt Ballou produziert! Wie kann ich es wagen??? Nun, das stimmt. Und das war auch gut. Nur Kurts zwar direkte, aber untenrum immer ein bisschen dünne Produktionen passen eben hauptsächlich in seinen eigenen Kosmos. Wieviel Druck diese Band zusätzlich erzeugen kann, wenn sie etwas - pardon - fetter produziert wird, verdeutlicht dieses Album eingehend. Unfassbar welche Energie da rüber kommt. Plus Ex-Norma Jean Drummer Davison mit seinen eindrucksvollen Grooves. Und mal eben kein einziger auch nur mittelmässiger Song. Stimmlich ist Buckley in Hochform, switcht so selbstverständlich wie noch nie zwischen seinen stets klugen Cleangesängen und dem heiseren Gefauche, dass man mittlerweile von ihm verinnerlicht hat. Qualität trägt, wie oben erwähnt, einen Namen.
Need to listen: Map Change / Awful Lot
27.01.2017 | 16:10 » Moderation benachrichtigen
1. Trophy Eyes - Chemical Miracle
Es ist (post-)faktisch gar nicht möglich, dass Drunken und Ofsi das hier nicht mögen könnten. Bei mir auch nicht. Diese erfrischende Mischung aus den Punkrock-Elementen, die ich wirklich mag und einer eigenen Herangehensweise, ist für mich so gesehen das Emoalbum des Jahres. Was man da alles taggen kann? Nun, die frühen Sachen von Make Do And Mend oder Balance And Composure, The Draft, hin und wieder Throwback-Momente an Blink-182 zur Jahrtausendwende, Moose Blood, etc. Dabei ist das aber nur unzureichend als Hinweis. Denn die unkonventionellen Songwritinggeschichten, die auch mal vor kurzen Blastbeats nicht halt machen (allgemein: unwahrscheinlich geiles Drumming!), lassen ein ganz eigenes Gefühl entstehen, das eben nicht im Hab-ich-doch-schon-1000-Mal-gehört-Sumpf festsitzt. Mit reichlich hymnischen Gänsehautmomenten. Ganz anders als ihr Debüt, welches zwar auch ganz guten Hardcore-Punk lieferte, aber nicht ansatzweise so abwechslungsreich agierte. Wie eine Band doch innerhalb von 2 Jahren als Musiker reifen kann. Ein ganz ganz tolles Album.
Need to listen: Suicide Pact / Home Is
27.01.2017 | 16:30 » Moderation benachrichtigen
1. ich kann die Kommentare über The-Wave-Bands der neueren Prägung gut nachvollziehen, Frameworks und Departures sind für mich auch eher Epigonen, die nichts wirklich falsch aber eben auch nicht wirklich viel aufregendes machen. anders ausgedrückt: hier wird dem Sound nichts neues hinzugefügt, es fehlt eine eigene Note und zu vieles läuft nach Schema F.

2. Touche Amore - sehr erfrischend, dass du das Album nicht so abfeierst wie gefühlt alle anderen. Ich gebe dir Recht in Bezug auf die Texte und die cleanen Gesangspassagen, für mich ist sie klar schwächer als die letzte. an Stelle der übrigen Bandmitglieder wär ich sogar angepisst, dass Bolm diesem Album zu 110 % seinen Familienstempel aufzwingt...

3. ETID - auch hier Zustimmung, was die Produktion im Vergleich zum Vorgänger angeht. den Sound von Ballou fand ich auch erschreckend dünn, ist mir immer wieder aufgefallen, dass die Songs auf eigens erstellten Samplern immer leiser ausfielen als andere Bands. Aber egal, bei Low Teens passt ja alles wunderbar :cheers:

4. Trophy Eyes - hatte ich so noch nicht auf dem Zettel, werden aber ausprobiert, danke für den Tipp.
27.01.2017 | 16:45 » Moderation benachrichtigen
1. ich kann die Kommentare über The-Wave-Bands der neueren Prägung gut nachvollziehen, Frameworks und Departures sind für mich auch eher Epigonen, die nichts wirklich falsch aber eben auch nicht wirklich viel aufregendes machen. anders ausgedrückt: hier wird dem Sound nichts neues hinzugefügt, es fehlt eine eigene Note und zu vieles läuft nach Schema F.Colfax Road, 27.01.2017 16:30 #

Ja, das wird wohl langsam zum Problem. Im Gegensatz zum völlig verwässerten Metalcore-Genre hab ich bei diesen Bands aber nicht so grosse Probleme mit Repetition. Klingt irgendwie trotzdem noch alles gut.

@TA: :cheers:
27.01.2017 | 17:52 » Moderation benachrichtigen
1. Trophy Eyes - Chemical Miracle
Es ist (post-)faktisch gar nicht möglich, dass Drunken und Ofsi das hier nicht mögen könnten.Powder To The People, 27.01.2017 16:10 #

So schaut's aus. :cheers:
27.01.2017 | 17:59 » Moderation benachrichtigen
Geil, Powder hat wieder geliefert.
Das sind jetzt einige Tipps, die ich mir mal in Ruhe zu Gemüte führen muss.
Vielleicht auch erst im März.
Aber ich werde drauf zurück kommen. :cheers:
27.01.2017 | 20:28 » Moderation benachrichtigen
1. Trophy Eyes - Chemical Miracle
Es ist (post-)faktisch gar nicht möglich, dass Drunken und Ofsi das hier nicht mögen könnten.Powder To The People, 27.01.2017 16:10 #

So schaut's aus. :cheers:LarryRansomInferno, 27.01.2017 17:52


Gut, dass ihr meine Meinung dazu wohl überlesen habt :floet:
27.01.2017 | 22:45 » Moderation benachrichtigen
1. ich kann die Kommentare über The-Wave-Bands der neueren Prägung gut nachvollziehen, Frameworks und Departures sind für mich auch eher Epigonen, die nichts wirklich falsch aber eben auch nicht wirklich viel aufregendes machen. anders ausgedrückt: hier wird dem Sound nichts neues hinzugefügt, es fehlt eine eigene Note und zu vieles läuft nach Schema F.Colfax Road, 27.01.2017 16:30 #


Überraschend, das zu lesen, da ja auch die von dir so gelobte My Iron Lung (in meinen Ohren) exakt wie der 293te Aufguss des Wave-Schemas klingt, mit stärkerer Neigung Richtung La Dispute. Deswegen find ich die auch eher öde. :hm:
27.01.2017 | 22:52 » Moderation benachrichtigen
1. ich kann die Kommentare über The-Wave-Bands der neueren Prägung gut nachvollziehen, Frameworks und Departures sind für mich auch eher Epigonen, die nichts wirklich falsch aber eben auch nicht wirklich viel aufregendes machen. anders ausgedrückt: hier wird dem Sound nichts neues hinzugefügt, es fehlt eine eigene Note und zu vieles läuft nach Schema F.Colfax Road, 27.01.2017 16:30 #


Überraschend, das zu lesen, da ja auch die von dir so gelobte My Iron Lung (in meinen Ohren) exakt wie der 293te Aufguss des Wave-Schemas klingt, mit stärkerer Neigung Richtung La Dispute. Deswegen find ich die auch eher öde. :hm:SHITHEAD, 27.01.2017 22:45 #


siehst du und genau das sehe ich komplett anders. die my iron lung platte finde ich vom sound und vom songwriting her deutlich eigenständiger und abwechslungsreicher als die oben genannten bands. deshalb sticht sie für mich eben aus dieser wave-nachfolge-schwemme stark heraus. so unterschiedlich kann man musik wohl aufnehmen und bewerten.
28.01.2017 | 10:16 » Moderation benachrichtigen
Coole Liste Paudi!
Nachdem ich von den Plätzen 20-11 gar nix gehört hab, bin ich froh, dass ich zumindest die Top10-Alben fast alle kenne und auch mag. Die Trophy Eyes ist vermerkt.
Architects haben mich nach Hollow Crown verloren. The Here and Now war so unfassbar 0815-Metalcore, das fand ich nicht nur langweilig, sondern sogar schlimm. Danach hab ich höchtens mal noch Singles gehört, die mich nicht überzeugt haben. Vielleicht hör ich mir die letzte interessehalber mal an.

Ich glaube die TA ist ausdiskutiert, oder? Ich persönlich mag den cleanen Gesang mittlerweile sogar sehr (siehe letztes Konzert) und widerspreche der Aussage, dass ihm das Talent dazu fehlen würde. Ich weiß nicht ob sie einen passenden Rahmen finden um das auch beim nächsten Album einzubauen, hätte aber kein Problem damit, wenn sies tun würden. Ich hab aber auch Verständnis dafür, wenn man das Album nicht so abfeiert, es ist halt eine sehr persönliche Sache.
28.01.2017 | 13:18 » Moderation benachrichtigen
Stark, Mr. People! Da gibt's auch noch eine Menge anzuhören für mich.
04.02.2017 | 21:58 » Moderation benachrichtigen
14. Oranssi Pazuzu - Värähtelijä
Man sollte häufiger mit Corpsepaint kiffen. Die Finnen machen das zweifellos, anders ist ihr Psychedelic-Metal mit BM-Gekeife nicht zu erklären. Das ist hypnotisch und treibend und könnte bis auf den Gesang auch Cracker respektive Phil gefallen. Ich brauche sowas nicht oft, aber wenn dann so. Eines der Cover des Jahres übrigens.
Need to listen: Saturaatio / Hypnotisoitu ViharukousPowder To The People, 28.12.2016 23:35 #

erst jetzt gesehen.. der name kommt mir bekannt vor, vlt aus einem visions review? danke für den tipp powder, werd ich beizeiten mal reinhören.

« erste Seite | zurück | 24 - 25 - 26 - 27 - 28 | weiter | letzte Seite » | Seite 26 von 29 , 572 Ergebnisse

Home » Community » Forum » Platten » Alben des Jahres 2016