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Visions 282

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31.08.2016 | 08:17 » Moderation benachrichtigen
textDerBolzen, 31.08.2016 08:02 #

dein erster satz ist natürlich unsinn. :smile:

und danach: zunächst mal bin ich nicht aufgeregt. und ansonsten kann ich mit schlechten kritiken selbstverständlich gut leben - wie du schreibst, ist das ja sowieso subjektiv. die oben genannten formulierungen bzw kritikpunkte in diesem speziellen review lassen mich aber daran zweifeln, ob der kritiker das werk tatsächlich verstanden hat. es scheint mir nicht so, dass es einfach seinen geschmack nicht getroffen hat, sondern eher, dass ihm der zugang verwehrt blieb. und das wäre eine vertane chance für ihn wie für die band, sowie vielleicht für einige leser, die sich dann die mühe nicht machen, und täte mir leid. ich schreibe ja nicht vor, die rezension sofort so zu bearbeiten, dass sie meinem urteil entspricht, sondern lege nahe, sich nochmal mit dem album zu beschäftigen, weil es für alle seiten lohnend sein kann.

mein persönliches urteil wird von dieser kritik natürlich nicht beeinflusst, aber ich würde mich freuen, wenn auch andere leute in den genuss kämen ...
31.08.2016 | 08:27 » Moderation benachrichtigen
Aber bei den Vinylheinzen ist es doch ein Onetracker, bzw. Two-Tracker :klugscheiss:
31.08.2016 | 08:32 » Moderation benachrichtigen
ja richtig. hat alles vor- und nachteile. deshalb bin ich froh, dass ich heutzutage die wahl habe, auch mit digitalen sachen zu spielen. früher, als es noch keine cds gab, hab ich tatsächlich alben in "meiner" reihenfolge auf tape gepackt, überspielt, nochmal etc. - was für eine arbeit.

die veils höre ich jetzt, wo erschlossen, wenn's geht als vinyl-album so wie vom künstler angeboten.
31.08.2016 | 08:39 » Moderation benachrichtigen
wenn ich merke, dass ich keinen rechten zugang zum album als ganzem finde, es aber für lohnend halte, breche ich es immer auf und erschließe mir die stücke einzeln. dabei ordne ich die stücke, die mir bereits gefallen, und die vielleicht leichter zugänglich sind, an den anfang, die schwierigeren ans ende. durch die begeisterung für die ersten fällt es mir wesentlich leichter, den zugang zu den folgenden zu finden, als wenn erstere wie inseln in einem ansonsten unverständlichen meer schwimmen. so sortiere ich immer wieder um, nach und nach gefallen mir dann immer mehr - am ende im besten fall das ganze album, und es ist keine individuelle sortierung mehr nötig.

die neue veils war dafür ein gutes beispiel, sonst würde ich vielleicht heute noch daran knabbern. sobald ich umgestellt hatte, reichten eigentlich noch ein-zwei durchgänge, und ich war hinüber. meine dabei gewählte anfangsreihenfolge: 5-8-11-12-10-9-6-7-3-2-4-1etienoir, 31.08.2016 07:10 #


Die Idee ist ja klasse!
Hab ich so noch nie gehört oder gelesen.
Klappt leider mit Vinyl eher so mäßig gut.
31.08.2016 | 08:44 » Moderation benachrichtigen
Wie groß ist der Stapel eines Rezenseten, den er im Monat durcharbeiten muss?
Hinzu kommt noch das ein oder andere Interview oder hier und da mal ein Artikel.
Mich würde interessieren, wie viel Zeit da für einen Autor überhaupt für ein einziges Album bleibt.
Und wie viele Durchgänge er sich geben kann, bis der Text geschrieben werden muss.

Ich als privater Genusshörer kann mir problemlos ein komplexes Album über Wochen lang schön hören und mich rein arbeiten.
Und merke dabei ja selber, wie sich ein Eindruck von einem Album von mal zu mal wandelt.
Diese Chance haben unsere Profis leider nicht.

Vielleicht wäre sowas mal ne Rubrik wert. Titel: Fehleinschätzung - unterbewertete Alben
Mich würde es schon interessieren, wenn ein Autor sagt, "von Album xy hatte ich bei VÖ einen komplett anderen Eindruck, in den letzten Monaten habe ich es immer wieder privat gehört, mittlerweile ist es eins meiner liebsten".
31.08.2016 | 08:52 » Moderation benachrichtigen
die neue veils war dafür ein gutes beispiel, sonst würde ich vielleicht heute noch daran knabbern. sobald ich umgestellt hatte, reichten eigentlich noch ein-zwei durchgänge, und ich war hinüber. meine dabei gewählte anfangsreihenfolge: 5-8-11-12-10-9-6-7-3-2-4-1etienoir, 31.08.2016 07:10 #


Wenn 5 und 8 deine Inseln sind, dann ersauf ich lieber. Ich hatte auch mal in das Album reingehört, das fand ich so ziemlich die nervigsten Tracks. Mir kam ständig das Wort Drama-Queen in den Sinn. Das ist total drüber, schrecklich. Erinnert mich auf fatale Weise an die schlimmsten Arcade Fire Momente (nicht musikalisch, nur von der psychischen Störung her :lipsrsealed2: ) Allerdings hat das Album auch kleine Momente. Immer dann wenn es wie etwas aufgekratztere Get Well Soon klingt, dann gehts. Aber da ist mir das Original (also GWS) doch erheblich lieber, weil unaufgeregter. Mir ist das alles viel zu plakativ und zu gewollt und ja... einfach drüber. Sowas nervt mich.
31.08.2016 | 09:00 » Moderation benachrichtigen
siehst du, mit deiner einschätzung kann ich sehr gut leben, weil ich weiß, dass das deinen geschmack erheblich verfehlt. :smile:

5, 8 und 11 waren in diesem fall die einfachsten stücke, daher am anfang. außerdem finde ich sie natürlich wunderschön. und für mich gibt es musik, bei der theatralik unbedingt sein darf. finn andrews steht sie z.b. sehr gut, passt wie angegossen.
31.08.2016 | 09:23 » Moderation benachrichtigen
So weit verfehlt sie meinen Geschmack gar nicht. Wie gesagt, häufiger GWS Assoziationen. Und GWS find ich richtig gut. Bei GWS klingt das aber so, daß er nicht anders kann. (5 Euro ins Phrasenschwein) Authentisch irgendwie. Bei The Veils klingt das so überzogen, so "ich will jetzt mal die Leute beeindrucken" (diese komische gestörte dicke Hose Attitüde, die auch Arcade Fire zu eigen ist) und dann an vielen Stellen doch wieder zu glatt gebügelt und gefällig, um möglichst vielen den Einstieg zu erleichtern. Insgesamt einfach nur aufgeblasen und kalkuliert.
Mich regt so Musik auf. Viel mehr als alle schlechtgemachte Kirmesmucke, weil ich permanent den Eindruck habe, da will mich einer verarschen.
31.08.2016 | 09:38 » Moderation benachrichtigen
kann ich nicht zustimmen. beide live gesehen und persönlich kennengelernt. finn ist ein unglaublich herzlicher, bescheidener und tatsächlich aber irgendwie tief(ab-)gründiger mensch (dabei überraschend witzig). konstantin dagegen irgendwie ein verschlossener, unsicherer kleiner junge. wirkt ein bisschen wie ein savant.

und was die musik angeht: gws mochte ich auch seit dem ersten album, aber ich finde, eher sie als die veils neigen zunehmend zur übertreibung. ein bisschen zuviel geklimper manchmal.
31.08.2016 | 10:34 » Moderation benachrichtigen
jetzt fühle ich mich irgendwie unwohl mit dem urteil zu konstantin gropper. das ganze gehört relativiert! und sympathisch ist er auf jeden fall. vielleicht hab ich ihn nur auf dem falschen fuß erwischt. zudem war es nur ein kurzes gespräch zu einem thema, das ihm anscheinend nicht besonders viel bedeutete.

und das neue album muss ich auch noch hören.
31.08.2016 | 13:00 » Moderation benachrichtigen
Wie groß ist der Stapel eines Rezenseten, den er im Monat durcharbeiten muss?
Hinzu kommt noch das ein oder andere Interview oder hier und da mal ein Artikel.
Mich würde interessieren, wie viel Zeit da für einen Autor überhaupt für ein einziges Album bleibt.
Und wie viele Durchgänge er sich geben kann, bis der Text geschrieben werden muss.

Ich als privater Genusshörer kann mir problemlos ein komplexes Album über Wochen lang schön hören und mich rein arbeiten.
Und merke dabei ja selber, wie sich ein Eindruck von einem Album von mal zu mal wandelt.
Diese Chance haben unsere Profis leider nicht.Go Ahead Eagle, 31.08.2016 08:44 #


Das stimmt so ungefähr. Je nach Kollege sind pro Monat grob geschätzt 30-60 Platten fällig, dazu kommen Interviews + Vorbereitung, das Schreiben von Storys und Rezensionen, Konzerteinsätze, Vorbereitung, Planung und Organisation der Ausgabe (einer der größten Posten), Specials, Online-Arbeit, Mailkontakt mit Lesern und Partnern - der Idealfall, dass wir für eine Rezension die Diskografie und viele Male die neue Platte hören, bleibt leider immer wieder auf der Strecke. Mit zunehmender Hör-Erfahrung werden auch die Fehleinschätzungen weniger, aber passieren eben ab und an doch manchmal.

Eigene Anekdote: La Disputes "Wildlife" hätte ich nach unkonzentriertem Hören fast 7/12 gegeben. Glücklicherweise war noch Zeit für einen Durchgang in ruhiger Minute.

Vielleicht wäre sowas mal ne Rubrik wert. Titel: Fehleinschätzung - unterbewertete Alben
Mich würde es schon interessieren, wenn ein Autor sagt, "von Album xy hatte ich bei VÖ einen komplett anderen Eindruck, in den letzten Monaten habe ich es immer wieder privat gehört, mittlerweile ist es eins meiner liebsten".


Schöne Idee, notiere ich mal für die Zukunft. Bzw.: So ähnlich existiert die Idee hier schon.
31.08.2016 | 13:10 » Moderation benachrichtigen
Hey Dennis, danke für die Antwort!

30 - 60 Platten ist ne echt heftige Anzahl.
Also quasi neben der sonstigen, sicher zeitaufwendigen Arbeit noch 2-3 Platten pro Arbeitstag hören müssen, um ein paar wertvolle und konkrete Zeilen hinterlassen zu können.
Und das auch noch sicher recht häufig leicht abseits des eigenen Geschmacks.
Das klingt dann doch eher nach Fließband, als nach großem Spaß im Traumjob.
31.08.2016 | 13:46 » Moderation benachrichtigen
Hey Dennis, danke für die Antwort!

30 - 60 Platten ist ne echt heftige Anzahl.
Also quasi neben der sonstigen, sicher zeitaufwendigen Arbeit noch 2-3 Platten pro Arbeitstag hören müssen, um ein paar wertvolle und konkrete Zeilen hinterlassen zu können.
Und das auch noch sicher recht häufig leicht abseits des eigenen Geschmacks.
Das klingt dann doch eher nach Fließband, als nach großem Spaß im Traumjob.Go Ahead Eagle, 31.08.2016 13:10 #


Es ist ein Traumjob - und gleichzeitig manchmal auch harte Arbeit. So hätte ich es formuliert. Fließband - so Momente gibt es, oft finden wir aber einen Weg, dass es sich zumindest nicht so anfühlt. Dass wir auch größere Mengen an Musik bewältigen und dabei trotzdem hungrig auf Musik bleiben, dürfen Leser meiner Ansicht nach auch von uns erwarten. Dafür bezahlen sie uns. Dass hier Menschen arbeiten, die auch mal einen schlechten Tag haben oder etwas nicht direkt exakt einordnen, muss genauso klar sein.
31.08.2016 | 14:00 » Moderation benachrichtigen
Dass hier Menschen arbeiten, die auch mal einen schlechten Tag haben oder etwas nicht direkt exakt einordnen, muss genauso klar sein.Dennis Drögemüller, 31.08.2016 13:46 #

um das dann da nochmal zu betonen, weil es vielleicht etwas biestig rüberkam: ich bin keineswegs sauer oder so, dass sascha krüger die veils anders bewertet als ich, oder dass sie auch im soundcheck nicht so gut wegkommt, wie sie es meiner ansicht nach verdient hätte. möchte nur empfehlen, dem album nochmal eine chance zu geben, könnte sich wirklich lohnen.

ansonsten respekt, was ihr da alles bewältigt, und trotzdem den spaß daran bewahrt! den spaß und die leidenschaft merkt man übrigens als leser immernoch deutlich - ein grund für die wahl der visions als meine einzige abonnierte musikzeitschrift.
31.08.2016 | 18:25 » Moderation benachrichtigen
Interessanter Einblick... insbesondere das Rezensionspensum ist ja wirklich orbitant.
31.08.2016 | 23:29 » Moderation benachrichtigen
Ich kann echt nicht in Worte fassen, wie ich die Idee, sich ein Album reihenfolgemäßig anders anzuordnen, finde. Außer: Bekloppt.
31.08.2016 | 23:58 » Moderation benachrichtigen
dann bin ich wohl schon mein leben lang bekloppt. :bekloppt:
bisher bin ich damit aber ganz gut durchgekommen.
01.09.2016 | 02:49 » Moderation benachrichtigen
wenn ich merke, dass ich keinen rechten zugang zum album als ganzem finde, es aber für lohnend halte, breche ich es immer auf und erschließe mir die stücke einzeln. dabei ordne ich die stücke, die mir bereits gefallen, und die vielleicht leichter zugänglich sind, an den anfang, die schwierigeren ans ende.etienoir, 31.08.2016 07:10 #

Ich kann mir nur vorstellen, dass das den Gegensatz zwischen "stark" und "schwach" für mich noch deutlicher machen würde. Mir ein Rätsel, wie das für dich so funktioniert.
01.09.2016 | 03:22 » Moderation benachrichtigen
Ein Mysterium, wahrlich. Wenn's aber funktioniert... why not?
Mir klingt das eher nach diesen Gedächtnisakrobaten, die sich für jede Zahl 'ne Figur herdenken und dann bei Zahlenketten zum Mond 'ne Geschichte kredenzen.
01.09.2016 | 07:06 » Moderation benachrichtigen
Ich kann mir nur vorstellen, dass das den Gegensatz zwischen "stark" und "schwach" für mich noch deutlicher machen würde. Mir ein Rätsel, wie das für dich so funktioniert.HIRNTOT, 01.09.2016 02:49 #

das kann natürlich auch passieren, bzw passiert leider sehr oft. das ist dann aber doch nicht schlecht, sondern quasi das trennen von spreu und weizen. wenn ein song schwach ist, ist er schwach, warum sollte ich ihn dann ihm albumkontext versteckt lassen? wenn er dort aber gut funktioniert, ist er eben nicht schwach. und wenn sich am ende - wie bei den veils - herausstellt, dass es keinen schwachen song auf einem album gibt - umso besser. ich bin eben nicht ausschließlich klassischer albumhörer, sondern schon eher songorientiert.

Ein Mysterium, wahrlich. Wenn's aber funktioniert... why not?
Mir klingt das eher nach diesen Gedächtnisakrobaten, die sich für jede Zahl 'ne Figur herdenken und dann bei Zahlenketten zum Mond 'ne Geschichte kredenzen.Fennegk, 01.09.2016 03:22 #

da erschließt sich für mich kein zusammenhang. versteh ich nicht.
verstehe auch generell nicht, wie da jetzt so'n hexenwerk draus gemacht wird. bei den ganzen toplisten pickt ihr euch doch auch die rosinen raus. bei mir ist es sogar oft so, dass ich über einige wochen immer mal wieder eine playliste nur mit den besten stücken der alben aus dieser zeit höre. warum sollte ich an ein album gefesselt bleiben, bei dem mir nur die hälfte gefällt, und bei dem ich z.b. drei stücke lang darauf warten muss, bis wieder ein höhepunkt kommt? ich hab sowieso zu wenig zeit zum musikhören.

Zuletzt geändert von etienoir 01.09.2016 07:25

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