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Der zuletzt gesehene Film...egal ob Kino oder DVD...

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07.01.2019 | 17:51 » Moderation benachrichtigen
Mrs. Doubtfire
Die Prämisse ist natürlich ziemlicher Unsinn, der Film funktioniert aber auch heute noch gut, weil er lustig und vor allem einfühlsam ist. Chris Columbus hatte eine Zeitlang wirklich ein Händchen für diese Art von Kino. Die Szene im Restaurant fällt ein wenig ab, dafür ist der Schluss bemerkenswert. Würde ich mir jederzeit wieder ansehen.
8/10

Psycho
Das glaubt mir vermutlich keiner, aber ich habe diesen Klassiker nun zum ersten Mal gesehen. Die Eingangsszene ist aufgrund ihrer grausigen Dialoge und Rollenbilder absolut furchtbar, danach wird es aber bald besser und eine Weile sehr spannend. (Mit einer Überraschung auf der Handlungsebene, die ich nicht erwartet hatte.) Zwischendurch dann wieder Leerlauf und der Schluss, den man kennt, auch wenn man den Film nie vorher sah. Anthony Perkins gefällt mir sehr gut in der Rolle, schade, dass er keine richtige Schauspielkarriere anschließend hatte. Überhaupt eine tragische Figur, der Mann, wenn man sich mal ein paar Elemente aus seiner Biografie rauspickt. Gibt es einen Film über sein Leben? Zurück zu Psycho: Unterm Strich fand ich den gut.
8/10

John Wick
Wow, so einen stumpfen Actionfilm habe ich ja seit den 90ern nicht mehr gesehen. “Manly and primitive” schreiben die Leute und feiern das Ding ab. Ich geb zu, die erste Hälfte fand ich auch ganz unterhaltsam. Aber das ewige Gekille wird bald langweilig, das CGI-Blut ist zum Heulen und Keanu Reeves wird in diesem Leben kein Schauspieler mehr.
5/10

Hereditary
Klappt gerade mal wieder nicht mit den beliebten Filmen und mir. Den hier habe ich lange versucht, ernstzunehmen, bis es dann nicht mehr ging. Der Funke sprang nicht über, die Atmosphäre (oder eher der klägliche Versuch derer) wollte sich nicht auf mich übertragen. Regisseur Ari Aster wandelt ein bisschen auf den Spuren Tarkovskys und schielt außerdem Richtung “Don’t Look Now”, aber diese Schuhe sind ihm deutlich zu groß. Funktioniert für mich weder als Horrorfilm noch als Familiendrama.
4/10
08.01.2019 | 08:54 » Moderation benachrichtigen
John WickOlsen, 07.01.2019 17:51
Der Aufhänger mit dem Puppy ist auch latent schwach; die Action geht derweil eigentlich gut klar, ist aber auf die volle Länge too flawless und Keanu dadurch nur knapp unter Supermannniveau. CGI-Blut ist ohnehin ein absolutes No-Go und die Fortsetzung sodann reichlich scheiße.
Einmal beim ersten Mal war er aber unterhaltsam.

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Gestern Abend zuerst Die Insel, der für Bay-Verhältnisse auch damals schon eher zurückgenommen wirkt, dafür aber wohl Blaupause für völlig überzogene Bildfarbfilter gewesen war. Die Story ist im Bay-Kosmos fast schon tiefschürfend, aber letztlich voraussehbarer als die Wirkweise der nächsten Cardi-B-Videosingle.
McGregor nervt zudem scheiße und Johansson kann auch in echt besser im Tussauds spielern.
4/12

Anschließend dann Starship Troopers, halbedles B-Werk mit netter Untertönigkeit in plakativ. Macht noch immer Spaß; beste Zeile: "Das ganze Hirn weggelutscht."
8/12
09.01.2019 | 13:59 » Moderation benachrichtigen
Beverly Hills Cop
Junge, was war der Eddie Murphy mal für ne Granate. Man vergisst das ja mal schnell, aber das ist hier echt erste Sahne. Auf prime gibt's nur die deutsche Fassung, ist aber gut so, weil die Synchronisation alles, aber wirklich alles, komplett besiegt. Der totale Wahnsinn, was Randolf Kronberg hier abfackelt, in einer Geschwindigkeit, die einen :bow: lässt. Man stelle sich nur mal vor, die ursprüngliche Besetzungsidee (Sly Stallone) wäre realisiert worden? Der Film ist eine super-unterhaltsame Mischung aus Action und Comedy und die totale Axel Foley Show, mit Rosewood und Taggart als Stichwortgebern. Ronny Cox ist sympathisch, aber verschenkt, Steven Berkoff als Bösewicht bleibt auch blass, aber, oha, es gibt erneut ein Wiedersehen mit Jonathan Banks als, Überraschung, Schurkenhandlanger. Der hatte ja sogar mal Haare, haha. Geile Bude, der Film, immer noch. Und der Soundtrack ist 1a! 09/12
09.01.2019 | 14:00 » Moderation benachrichtigen
Und der letzte aus der Amazon 99ct Bestellung:
Ready Player One
Puh, Inhalt und so ist selbst für Spielberg unterirdisch. Warum, wieso, weshalb? Wurscht.
Als Kind der 80er ist mir dieses Referenzfeuerwerk eher egal, aber gut, der Film ist ja auch für später geborene gedacht.
Positiv: Er ist wirklich stellenweise sehr unterhaltsam, wenig Längen, die Oasis-Optik wirkt gleichzeitig billig und lebendig.
Als reiner Spaß: 6/12 Denkt man eine Sekunde über die Story nach: 2/12Woas Sois..., 23.12.2018 23:17 #


Ich finde, der Film hat ein großes Problem damit, sich auf eine Zielgruppe zu fokussieren. All die 80er-Referenzen verstehen und schätzen fast nur Leute ü30, das Handeln und die Interaktionen zwischen den Hauptfiguren zielen aber viel eher auf Teenager ab - für mich scheitert der Film an diesem Spagat. Optisch natürlich grandios, sofern man es denn künstlich und virtuell mag.
09.01.2019 | 14:17 » Moderation benachrichtigen
Beverly Hills Cop
Junge, was war der Eddie Murphy mal für ne Granate. Man vergisst das ja mal schnell, aber das ist hier echt erste Sahne. Auf prime gibt's nur die deutsche Fassung, ist aber gut so, weil die Synchronisation alles, aber wirklich alles, komplett besiegt. Der totale Wahnsinn, was Randolf Kronberg hier abfackelt, in einer Geschwindigkeit, die einen :bow: lässt. Man stelle sich nur mal vor, die ursprüngliche Besetzungsidee (Sly Stallone) wäre realisiert worden? Der Film ist eine super-unterhaltsame Mischung aus Action und Comedy und die totale Axel Foley Show, mit Rosewood und Taggart als Stichwortgebern. Ronny Cox ist sympathisch, aber verschenkt, Steven Berkoff als Bösewicht bleibt auch blass, aber, oha, es gibt erneut ein Wiedersehen mit Jonathan Banks als, Überraschung, Schurkenhandlanger. Der hatte ja sogar mal Haare, haha. Geile Bude, der Film, immer noch. Und der Soundtrack ist 1a! 09/12SHITHEAD, 09.01.2019 13:59 #

Die Reihe funktioniert für mich nicht mehr so gut. Murphys Stimme ist besser als das Original, das stimmt. Das hat schon was Spencer/Hill-haftes. Allerdings wirkt mir das Drumherum zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit mittlerweile zu aufgesetzt. Naja.

Aber dank deinem Anstoss des Erneutsehens auch nochmal bis Die Hard 3 genossen. Ich stimme überein: Teil 1 super, Teil 2 ok, Teil 3 wieder herrlich. Lieblingsszene im letzteren: Willis und Jackson rasen zu ihrer ersten Telefonaufgabe. Nach kurzer Auseinandersetzung geht Willis dran und der Bösewicht rattert sein Gedicht runter. Willis darauf mit minimal süffisantem Grinsen: "Sehr schön. Es reimt sich.":lol1::bow: Könnte sein, dass das sogar improvisiert war, da selbst Jackson offenbar unbeabsichtigt lachen musste.
13.01.2019 | 00:05 » Moderation benachrichtigen
3 Filme, die in der Schnittmenge ganz gut USA 2018 erklären

Bob Roberts

9/12, gut gealtert, scharfe Analyse des US-Wahlsystems und dessen Auswüchse. Erschreckend aktuell

Wag The Dog

Ein bisschen braver, aber immer noch direkt auf den dampfenden Kothaufen zeigend. Wieviel Wahrheit steckt im Fernsehkrieg?
8/12

Idiocracy

Zu klamaukig zum Schluß hin, aber die Prämisse ist gnadenlos. Dumm fickt gut, Mehrheit entscheidet, It's Got Electrolytes

9/12
14.01.2019 | 13:40 » Moderation benachrichtigen
Private Life.
Paul Giamatti und seine Perle würden gerne Eltern werden.
Wie auch immer. Unter Ausschöpfung aller gängingen technischen Hilfsmittel.
Moralisch für den ein oder anderen Zuschauer bestimmt hart an der Grenze oder gar drüber.
Teilweise wirkts als hängen die beiden nur noch aneinander, weil sie krampfhaft den gemeinsamen Plan verfolgen.
Es scheint unfassbar schwierig, sich mit naturgegebenen Tatsachen abzufinden.
Geht nicht gibts nicht.
14.01.2019 | 13:47 » Moderation benachrichtigen
ohne den film zu kennen - das kann wirklich ein sehr zermürbendes problem sein. gab's mal in meiner näheren verwandtschaft und war wohl die härteste prüfung im leben der beiden. glücklicherweise hat's dann irgendwann geklappt, und sie bekamen auch gleich wunderbare - zwillinge!
14.01.2019 | 19:18 » Moderation benachrichtigen
The Legend Of Tarzan (auf ProSieben) ist ja mal eine der beklopptesten Klassikeradaptionen mit zudem den im dritten Jahrtausend hässlichsten zu bekommenden CGI-Dingensens.
Der war scheiße genug, ab 22 Uhr eben Lucy auf ORFeins weiterzugucken, was nun auch eher ein Dummfilm ist, aber wenigstens kurzweilig-bekloppt ist.

1/12 für den Dschungel,
5/12 für die Drogenmaus.
15.01.2019 | 08:39 » Moderation benachrichtigen
No Escape
Ziemlich unterhaltsamer und teilweise echt beklemmender Thriller mit Owen Wilson. Er fängt mit Familie einen neuen Job in einer asiatischen Metropole an, als es plötzlich zum politischen Umsturz kommt und die Putschisten Jagd auf Westler machen. Die erste Stunde hat mich ganz schön hibbelig auf dem Sofa sitzen lassen, das Szenario ist ja gar nicht mal so abwägig, und dann hängst du plötzlich mit deinen Kindern und deiner Frau in so einer Scheiße und musst um dein Leben rennen. Nicht so ganz schöne Vorstellung. In weiten Teilen ziemlich intensiv inszeniert, zum Ende wird es leider ein bisschen zu viel mit den Unwahrscheinlichkeiten. Und Pierce Brosnan als Haudegen, der im rechten Moment zur Stelle ist, hätte es auch nicht gebraucht, dann wäre es noch ein bisschen enger geworden. Sei's drum, kann man an nem Montagabend definitiv machen. 07/12
15.01.2019 | 09:24 » Moderation benachrichtigen
Deadpool

Hey, endlich mal ein Marvel-Film, mit dem ich was anfangen kann. Gut, zum Favoriten taugt's zwar auch noch lang nicht, aber immerhin hab ich mich durchgehend unterhalten gefühlt und hatte keine seltsamen Fremdschäm-Momente wie z.B. bei Thor. Auch wenn mir die Selbstironie ganz gut gefallen hat, wären ein paar weniger seiner flotten Sprüche trotzdem nicht verkehrt gewesen.
15.01.2019 | 11:19 » Moderation benachrichtigen
Ja, das lässt sich so mitzeichnen.
Manchmal war's des Pipi-Kacka-Humors halt doch too much.
16.01.2019 | 22:24 » Moderation benachrichtigen
Things We Lost In The Fire
Sehenswertes Drama mit den sehr gut aufspielenden Halle Berry und Benicio Del Toro rund um Verlust und den Umgang damit.
8/10

Frances Ha
Hat mir beim zweiten Sehen jetzt doch gefallen. Man braucht eine Weile, um sich mit Greta Gerwigs Rolle anzufreunden, dieses Twentysomething-Ding ist doch etwas anstrengend. Aber in dem Maße, in dem man mehr Facetten der Figur kennen lernt, kann man sie besser verstehen und letztlich auch mögen. Einiges erinnert sehr an Woody Allen, aber das kenne ich von Noah Baumbach inzwischen.
8/10

Wiener-Dog
Das ist kein Film für jedermann. Gut, das lässt sich auch über die anderen Solondz-Filme sagen, die mir bekannt sind, aber diese Episodensammlung ist noch mal eine Ecke spezieller. Oft drehen sich diese Kurzfilme erst zum Ende hin Richtung “gut”, vorher ist man etwas unüberzeugt.
8/10

The Girl On The Train
Liegt es an Emily Blunt, die ich nicht so mag, dass mich dieses Psychodrama nicht abgeholt hat? Ich konnte da mit niemandem mitfühlen, alle Rollen sind unsympathisch und die Handlung läuft so durch, ohne mich irgendwie zu berühren. Ich hab schon wieder vergessen, was mein Problem mit dem Schlussdrittel war, so nichtssagend ist dieser Streifen.
5/10

Die beste aller Welten
Sehr interessantes Drama, autobiografisch noch dazu. Der junge österreichische Regisseur Adrian Goiginger verfilmt Teile seiner Kindheit, die er mit einer abhängigen Mutter im Salzburger Drogenmilieu verbracht hat. Anders als in anderen Filmen ist hier nicht alles nur schlimm (aber keine Sorge, auch davon gibt es genug), sondern der Fokus liegt darauf, wie diese Mutter ihrem Kind trotz allem eine schöne Kindheit bieten will. Das geht alles sehr ans Herz und lohnt sich, wenn man in der richtigen Stimmung ist.
8/10
19.01.2019 | 04:10 » Moderation benachrichtigen
The Breakfast Club

Story ist vermutlich bekannt? Fünf grundverschiedene SchülerInnen / Klischeetypen müssen gemeinsam nachsitzen. Was sich aus deren Zwangsinteraktion ergeben soll, wird Sie überraschen!

Zum einen ist es großartig, eine Come of Age-Story zu sehen, die aus einer Zeit stammt, in der man diesen Stoff noch so inszenieren konnte, dass nicht jede Filmsekunde unter der eigenen self-awareness und ach wie coolen Ironie zu kollabieren drohte. Positiv gesagt hat der Film stellenweise geradezu unverschämt viel Herz. Andererseits: Die Art, wie bestimmte Dinge einfach unverhohlen und unkommentiert stehengelassen werden, zeigt eben die Schattenseite dieser Unmittelbarkeit.

Denn dafür, dass der Film so sehr ein Plädoyer sein will, hinter Klischees zu gucken, sind die Hauptfiguren mal massiv ebensolche, und die Implikationen sind stellenweise so wortlos brutal wie fragwürdig: (Potentielle Spoiler, auch wenn jeglicher Ausgang für Leute mit modernem Rollenwissen nach spätestens 30 Minuten klar ist):
Spoiler - zum Lesen markieren
Wenn du als Mädchen die coolen Typen willst, zieh dich nicht schwarz an, sondern schmink dich anständig. Wenn du die Prinzessin willst, musst du dich wie ein Arschloch benehmen. Und wenn du weder das verwegene Arschloch noch der Sportler bist, bist du der Nerd und kriegst daher genau gar keine ab.


Allerdings: Die besten Momente sind großartig, und - abseits der nur im Subtext stattfindenden genannten Implikationen - die schlechtesten lediglich harmlos. Sind die großartigen Momente so gut, dass man 8/10 geben kann? Ich sage aktuell mal ja.


Er ist wieder da

Auch hier ist die Story wahrscheinlich bekannt: Hitler ist auf einmal wieder da, im Berlin der Gegenwart, und Medienfuzzis hofieren ihn, da er Quote bringt und alle sich einreden, er sei ein Comedian.

Den Film selbst rettet die letzte halbe Stunde; davor ist das allzu klamaukig, und als Film der lustig sein will im negativen Sinne allzu deutsch. Danach wird es mitnichten subtiler und cleverer, sondern bleibt holzhammerig - allerdings: Es gibt vermutlich Themen, bei denen es ungefährlicher ist, allzu schlau-subtil zu verbleiben. Und dass Hitler die Grünen lobt ist ein gelungener Gag - im Gegensatz zur "Der Untergang"-Parodieszene. 6/10.
19.01.2019 | 07:56 » Moderation benachrichtigen
Zu Breakfast Club: Die Implikationen kann man so sehen, ich glaube aber gar nicht, das Hughes hier eine wundersame Patentlösung zeigen wollte (Sei nur du selbst, dann wird alles gut, live your heart and never follow).
Mal ehrlich, wenn man überlegt wie der Film ausgeht, die Figuren machen ja nur einen kurzen Ausbruch aus ihren Klischees während des Nachsitzens. Da entsteht keine coole Gang die danach durch dick und dünn geht.
19.01.2019 | 10:53 » Moderation benachrichtigen
Der Punkt mit dem Schminken ist aber einer, bei dem man legitim mit der Kritik ansetzen kann, das stört mich nämlich auch jedes Mal.
19.01.2019 | 11:23 » Moderation benachrichtigen
Klar, kann man sicherlich kritisieren. Der Film ist ja nicht losgelöst von der damaligen Zeit.
Obwohl, wenn man den Erfolg von Sachen wie Bibis Beauty Balace heutzutage bei den Gurlz anschaut, was ist anders?
Früher hieß es "damit du den Boys gefällst" heute "das mache ich nur für mich alleine", das Ergebnis ist aber dasselbe. Bei den Jungs doch ähnlich. Früher die Männlichkeit betont damit man den Mädels auffällt, heute Vollbart und Holzfällerhemd für's eigene Wohlbefinden :hm:
19.01.2019 | 12:57 » Moderation benachrichtigen
Klar, kann man sicherlich kritisieren. Der Film ist ja nicht losgelöst von der damaligen Zeit.
Obwohl, wenn man den Erfolg von Sachen wie Bibis Beauty Balace heutzutage bei den Gurlz anschaut, was ist anders?
Früher hieß es "damit du den Boys gefällst" heute "das mache ich nur für mich alleine", das Ergebnis ist aber dasselbe. Bei den Jungs doch ähnlich. Früher die Männlichkeit betont damit man den Mädels auffällt, heute Vollbart und Holzfällerhemd für's eigene Wohlbefinden :hm:Woas Sois..., 19.01.2019 11:23 #


Es ist halt nicht übertrieben viel Herz, zu sagen, "du musst dieses und jenes machen, damit du überhaupt eine Chance hast". An sich plädiert der Film ja wie gesagt dafür, hinter die Fassade zu sehen. Praktisch hat das aber darauf rauszulaufen, dass mitnichten bestimmte Stereotypen anders gesehen werden sollten, sondern sich anders geben sollten. Zu den Implikationen von "asshole gets the girl" mal ganz zu schweigen.

Allerdings gibt es wohl eine deleted scene, in der der Hausmeister den Kids prognostiziert, wie sie enden werden; und da ist nichts mit "Ausbrechen aus dem vermeintlich vorbestimmten Pfad; nicht enden wie die Eltern". Das macht das Ganze noch mal brutaler, diese Verheisung auch mal einfach nur Mensch unter Menschen sein zu können, ohne chancenlosen Kontext, viel trügerischer. Klar ist das ehrlich(er), aber eben auch fast schon zynisch. Aus der Reihe tanzt man eben nur temporär. Oder, was es ja auch in der Kinofassung geschafft hat, "when you grow up, your heart dies".

Zuletzt geändert von Alphex 19.01.2019 13:12

19.01.2019 | 13:20 » Moderation benachrichtigen
Damit bleibt der Film aber für mich auch heute noch interessant. Er ist ambivalent. Zwar riskieren die Figuren den Blick auf sich selber, aber der Film verleugnet auch nicht das normale Verhalten von Menschen. Wir alle folgen doch in der Norm-Situation den gesellschaftlichen Regeln oder den gelernten Routinen wieder.
Der Mann, der jeden Montag wieder zur Arbeit trottet, die er zwar nicht hasst, aber auch nicht wirklich mag. Die rituell scheiternden Neujahrsvorsätze. Was mach ich hier eigentlich mit meinen besten Jahren?
19.01.2019 | 13:22 » Moderation benachrichtigen
Der Film wirkt aber zunächst so, als ob er zeigen will, dass der Ausbruch möglich ist, liefert dann eben - evtl. unbewusst? - genug dystopische "es ist hoffnungslos, just go with it"-Momente. Das meinte ich eben. Klar ist das noch relevant, aber da wird dann die Frage mit den Implikationen wieder relevant: Was bleibt letztlich die Hauptaussage? "Findet euch damit ab" oder "ihr könnt mehr (erwarten)"? Ist der Film konservativ oder aufwälzend?

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