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kleine Albenkritiken für Zwischendurch

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12.02.2019 | 21:28 » Moderation benachrichtigen
Cool, Glückwunsch!
Die 8/10 überraschen mich.
Ist die so gut oder wolltest du einfach positiv starten?
12.02.2019 | 21:36 » Moderation benachrichtigen
Ich find sie tatsächlich sehr gelungen und höre sie seit Tagen wirklich viel. Die Band hat auch einfach eine sehr beruhigende Wirkung auf mich.
12.02.2019 | 21:49 » Moderation benachrichtigen
Das Review ist so gut, du hättest mir die Schnarchband fast untergejubelt :smile:
13.02.2019 | 14:24 » Moderation benachrichtigen
:bigsmile:

Ja, dafür muss man schon geschulte Ohren haben.
13.02.2019 | 14:42 » Moderation benachrichtigen
Guter Einstand! Musikalisch zwar nicht mein Bier, aber lesen kann ich das durchaus.
27.02.2019 | 04:41 » Moderation benachrichtigen
:winke:

ich lass mal eben zwei ganz kurze kurzrezis da:

the moth gatherer - esoteric oppression
musikalisch sehr interessant und oft auch ziemlich ansprechend. aber dieses unverschämt monotone gebrüll! warum können sich post-metal-bands so selten gute vocals leisten? oder dann halt ganz darauf verzichten?

astronoid - astronoid
musikalische einordnung etwa im bereich von saosin. selbst radikalen verfechtern von sahnetorten dürfte nach dem genuss dieser kalorienbombe etwas flau werden.
27.02.2019 | 05:39 » Moderation benachrichtigen
Bestesten Dank für die zwei ganz kurzen... insbesondere erstgenannte entspricht damit gehofften Erwartungen - wunderbar!
Was die Vocal-Arbeit betrifft: Als ich mit dem Genre 2004/2005 in Kontakt kam, hat's etwas gedauert, sich daran zu gewöhnen; gleichwohl haben eben The Moth Gatherer mit der 2017er EP "The Comfortable Low" zumindest in einem Fall recht gut gezeigt, dass es auch anders geht, indem nämlich ein gewisser Herr Dennis Lyxzén einen der zwei Songs sang.

Und die Astronoid läuft dann vielleicht heute während des Spaziergangs während Tochter tanzkurst.
27.02.2019 | 10:50 » Moderation benachrichtigen
the moth gatherer - esoteric oppression
musikalisch sehr interessant und oft auch ziemlich ansprechend. aber dieses unverschämt monotone gebrüll! warum können sich post-metal-bands so selten gute vocals leisten? oder dann halt ganz darauf verzichten?etienoir, 27.02.2019 04:41 #

Mein Reden, immer und immer wieder.
Aber auf uns hört ja keiner :rolleyes:.
19.07.2019 | 10:25 » Moderation benachrichtigen
Wenig posten heisst nicht, dass ich wenig höre! Auch für mich also mal kurze Resümees:

Anderson .Paak - Ventura
Unablässig releast er seinen mittlerweile strukturierter klingenden Neo-Soul und ich bleibe dran. Ich mag seinen Sing-Sang-Rap einfach. Er hat ausserdem diesen Frank-Ocean-Vibe. Im einen Moment ignorant, im nächsten plötzlich erschreckend introvertiert. Liebling: Chosen One

Astronoid - s/t
Was auf dem Debüt eine Art interessanten Alternative Rock mit Blastbeats etablierte, endet jetzt in Todesgarantie für Diabetiker. Derart übertriebenen Schönklang kriegt keine Insulinspritze der Welt in den Griff.

Cave In - Final Transmission
Eher "Jupiter" als "Juggernaut", was erwartbar war. Nette Ehrerbietung an Scofield, ebenfalls verständlich. Eine handvoll Songs sind stark, es gibt aber auch eher B-Seiten-Material. Die Produktion ist ein bisschen seltsam, wirkt inkohärent. Trotzdem kann man bei der Band nicht viel falsch machen.

The Callous Daoboys - Die On Mars
:heart::heart::heart:Dillinger Escape Plan+The Chariot:heart::heart::heart:Krach.Peng.Bumm.:heart::heart::heart:Herzisindieaugenbeimpowder.:heart::heart::heart:The Absolute Barnstormer:heart::heart::heart:

Defeater - s/t
Sie schwächelten zuletzt, was aber vielleicht auch am eingefahrenen Sound liegt. Der hat sich trotz oder wegen des Weggangs von Jay Maas eher wieder in Richtung frühere Alben verändert, auch wenn das jugendliche Chaos des Debüts natürlich nicht mehr kommt. Aber die Songs wirken wieder deutlich fokussierter und haben mehr Schmiss als zuletzt.
Liebling: Atheists In Foxholes

Denzel Curry - ZUU
Sieht man mal von der kurzen Laufzeit (30 Minuten - maximale Streaming-Ausrichtung, ick hör dir tapsen!) ab, liefert der Typ wieder konsequenten, modernen Westcoast-Rap. Er bringt dann hier und da sampletechnisch gleich noch die Ehrerbietung an frühere Zeiten mit, was das Feeling vervollständigt. Liebling: Birdz

Freddie Gibbs & Madlib - Bandana
Alle rannten vor Freude im Kreis, als rauskam das es einen Nachfolger zu "Pinata" gibt. Und was soll man sagen: Bei DEM Produzenten und Gibbs' Skills (die auf den Soloalben irgendwie auf schwachen Beats verloren gehen) braucht man keinerlei Sorgen haben. Top Ten Material. Liebling: Giannis

Full Of Hell - Weeping Choir
Mittlerweile vollends im Deathgrind angekommen, leben sie gänzlich ungeniert ihren Menschenhass aus. Die Noisekomponente ist nach wie vor gut integriert, steht aber nicht so vehement im Vordergrund wie bei ihren Kollabos mit The Body und Merzbow (logisch!). Die Songs sind wie immer kurz, aber auch mal ausformulierter. "Thundering Hammers" traut sich sogar 2 Minuten Midtempo und "Armory Of Obsidian Glass" 7 Minuten Doom. Ansonsten natürlich völlige Zerstörung. Liebling: Ygramul The Many inklusive Freejazz-Einlage.

He Is Legend - White Bat
Ach komm, ihr wisst das ich sie liebe. Der eigenwillige Soutern-Rock-Core groovt nach wie vor bösartigst. Schuylar Crooms Stimme liebt man oder hasst man, aber der Mann hat schon echt gute Ideen. Es gibt ein paar Durchhänger und mir fehlt ein bisschen die Wucht von "Few". Nichtsdestotrotz relativ einzigartig und ein Riesenspass. Liebling: Burn All Your Rock Records

I Buried The Box With Your Name - To Change
Dieses Konglomerat aus 9 Leuten hat mich kalt erwischt. Eine völlig unberechenbare Mischung aus Screamo, Indie, Grunge, Electronica und wasweissich zelebriert ein Gefühl des Wohlfühlens und Leidens zugleich. Referenzen an Trophy Scars drängen sich förmlich auf und somit sollten Ofsi und Drunken hier unbedingt unten bei denen bei kommen!
Liebling: Welcome To Rapture

Idiot Pilot - Blue Blood
Ich war einfach schon immer Fan dieser Screamo-Version von Radiohead und auch wenn das Album ein paar Längen bzw. schlecht ausformulierte Songs hat, ist hier immer noch eine ganze Menge Schönheit für mich drauf.
Liebling: Saboteur

Inter Arma - Sulphur English
Neue Genrebezeichnung: Most-Metal. Wenn du halt alles spielen kannst. Nicht vergessen: Wir bewegen uns natürlich im Extrem-Bereich. Die Band hat schon immer kein Interesse an klaren Grenzen gehabt und so spielen sie den Doom mit den meisten Blast-Beats. Der Drummer steht sowieso über allem, man höre nur The Atavist's Meridian.

King 810 - Suicide King
Grösstenteils Hip Hop, die Gitarren sind nur noch schmückendes Beiwerk. Es ist nicht so schlimm wie ich befürchtet habe, aber auch nicht so gut wie gehofft. Trotzdem muss ich der Band eine gerade in diesem Genre beeidruckende Eigenständigkeit attestieren. Irgendwas zieht mich in deren Kosmos. Liebling: Heartbeats

La Dispute - Panorama
Wieder knackiger arrangiert als der Vorgänger, aber ich will ganz ehrlich sein: So sehr ich die lyrischen Ambitionen schätze, so wenig holt mich mittlerweile die Stimme von Jordan ab. Er traut sich nicht zu singen und er kann nicht richtig schreien. Somit verkommt die Band für mich mehr und mehr zum musikalisch sehr gut untermalten Poetry Slam. Ein ähnliches Problem wie ich es mit Listener habe. Das ist aber nur mein ganz persönliches.

OLAM - I Will Guide Thy Hand
Ja, dieser knüppelnde, chaotische Metalcore, ist genau der Scheiss den ich brauch'. Liebling: Under My Breath

Schoolboy Q - Crash Talk
Hmpf. Leider, wie alvi schon anmerkte, leider wirklich mittelmässig. Die Beats sind grösstenteils ok, aber die Songs an sich öfter mal unangenehm cringy ("Chopsticks"/"Water"). Ausserdem geht ihm das Durchgeknallte ein bisschen flöten. Ich hoffe das wird wieder besser.

Secret Band - LP2
4/5tel Dance Gavin Dance minus Eunuchengesang und mit Fokus auf Metalcore? Biddeschön. Pferdelunge Jon Mess kann dir auch deine Krankmeldung ins Ohr schreien, das ist immer noch spassig. Es fehlt natürlich etwas der Überraschungseffekt. Liebling: Meat Bag

Senza - Even A Worm Will Turn
Der Comeback von Screamo/Skramz lässt mein Herz erwärmen und Senza sind so scheisse gut, dass es weh tut. Weh tut auch einiges an ihrem Sound, der ist nämlich durchzogen von Mathe und Blastbeats. Allerdings können auch gemässigtere Gemüter ein Ohr riskieren, da es allen Ecken und Enden interessante Momente gibt. Fenne ist schon auf meinen Hypetrain aufgesprungen, es fehlen aber noch ganz klar weitere Verdächtige der Marke Woas, Ofsi und natürlich der besoffene Dritte. Nicht sicher? Echoes hören.

State Faults - Clairvoyant
Nach eindringlichem Hinweisen der altvorderen Coreknaben war die Platte sowieso klar ein Muss. Und was soll ich sagen? Loma Prieta Vergleiche sind angebracht (zumindest was deren letztes Album angeht), es herrscht viel Druck und Chaos, aber auch Knoppers-Pausen. Vertrauen sie den Knaben. Sie wollen stets nur ihr Bestes.

Tyler, The Creator - IGOR
Was für eine weirde Platte. Beim ersten Hören wusste ich so gar nichts damit anzufangen. Und je häufiger sie im Hintergrund lief, desto mehr ergab sie...äh...Sinn. Ist tatsächlich konzeptionell angelegt, ist tatsächlich eher Neo-Soul, hat tatsächlich eine beeindruckende aber im Gesamtkonstrukt seltsam verschwimmende Gästeliste. Der Typ fickt Gehirne. Vermutlich isst er auch welche.

The Wind In The Trees - A Gift Of Bricks From The Sky
Chaosgrind wie er gar lieblich ist. Vielleicht nicht die Champions League Sahne, aber doch kompetent.
19.07.2019 | 11:03 » Moderation benachrichtigen
Gute Arbeit, gute Texte. Danke dafür!
19.07.2019 | 14:45 » Moderation benachrichtigen
Cool, schöne Eindrücke. Besten Dank, werde das ein oder andere antesten!
21.07.2019 | 00:35 » Moderation benachrichtigen
Antesten werde ich hingegen wohl eher wenig bis -nunja- gar nichts....nichtsdestotrotz (nach meinem Dafürhalten eines der merkwürdigsten deutschen Wörter) sehr vergnüglicher Lesestoff :thumbsup:.
25.09.2019 | 11:45 » Moderation benachrichtigen
Thees Uhlmann - Junkies und Scientologen.

Damit hab ich beim besten Willen nicht gerechnet.
Erst recht nicht nach "Avicii was machst du im Oman?".
Und auch nicht nach dem kurz zuvor Niels Frevert mit Putzlicht ein so wahnsinnig gutes Album in der gleichen Nische rausgehauen hat.
Herr Uhlmann hat hier die besten Texte seiner Karriere abgeliefert und sie in spannende Musik gewickelt.
Ja, die Scheibe toppt für mich "Hinter all diesen Fenster".
Warum? weil er irgendwie zielstrebiger schreibt, interessante Geschichten mit Handlung hat und natürlich mit Herz und Seele bei der Sache ist - das konnte man ihm noch nie vorwerfen. Vielleicht hat ihm das, im übrigen ziemlich gute, Buch gut getan. Ich denke, es hat was mit ihm gemacht als Songschreiber.

"Das Leben ist kein Highway, sondern die B73."
Der Comebacksong hat doch wirklich alle Hörer begesteistert.
Darauf folgt dann eine wunderbare Ode an Stephen King.
Ich saß da bloß mit offem Mund, Kopf schüttelnd. Wie geil ist das denn?
Avicii klingt im Albumkontext weit weniger peinlich.
Und dann kommen halt so herrliche Geschichten, wie die von dem Typen, der die Tänzerinnen...
Was wird eigentlich aus Hannover, wenn die Scorpions nicht mehr sind? Ja was denn? Und was heißt das für unsere Beziehung? Da sind einfach Gedankengänge in dem Album, die mich tagelang kitzeln und begleiten.
Und Katy Perry veröffentlicht bald ihre Alben übers Grand Hotel van Cleef!
Wie kann sie nach der Hymne wiederstehen?
Ich habe mich wieder vollkommen neu in Thees verliebt.
03.10.2019 | 12:34 » Moderation benachrichtigen
As Cities Burn - Scream Through The Walls
Eine Reunion, die mich etwas verwunderte. ACB brachten ihr Debüt 2005 raus und wurden in der damaligen Post-HC-Szene sehr gut aufgenommen, nachdem allerdings der Shouter ausstieg, gab es auf den folgenden zwar gutes, aber eben nicht mehr so mitreissendes Indie-Post-Irgendwas. Nun also die Rückkehr des Bruders vom Gitarristen/Sänger und ja, man fühlt sich ein wenig an alte Zeiten erinnert (auch wenn die Stimme natürlich Federn gelassen hat). Leider sind die Arrangements nicht mehr so knackig, obwohl gerade der Mittelteil des Albums sehr gut ist. Insgesamt fehlt aber Dringlichkeit und zum Ende hin kackt dann auch das Songwriting ab. Dennoch läuft das Album bei mir regelmässig.:hm:

Big Brave - A Gaze Among Them
Sludge mit Frau halt. Hypnotisch, aber songwriterisch jetzt auch nicht der Wahnsinn. Das schamanische Gesinge macht ein MJK auch, es klingt halt von einer Dame nochmal extra exotisch. Während mich der Opener gut kriegt, verschwimmt der Rest zu einer homogenen Suppe. Gut für das Feeling, schlecht für herausragende Momente. Und ich würde dem Drummer gerne mal die Toms wegnehmen. Mal sehen was er dann macht. Hihi.

Billy Woods & Kenny Segal - Hiding Places
Wetten, das kaum ein Deutschrapper jemals etwas von Armand Hammer und deren MC Billy Woods gehört hat? Die Idole sind immer die falschen. Hier gibt es mit Produzent Kenny Segal ein brachial selbstreflexives/selbstzerstörerisches Soloalbum, das abwechslungsreich und homogen verstörend zugleich ist. Pures Gold.

Blink-182 - Nine
Ich habe wohl den Vorteil gegenüber vielen, dass Blink keine grundlegende, musikalische Sozialisierung für mich waren. Die frühen Alben fand ich nett, ich bin dazu aber nicht geskateboardet. Ernst genommen hab ich sie tatsächlich erst mit der Selbstbetitelten. Deswegen kann ich hier sehr viel gut finden. Die poppige Auslegung stösst einigen sicherlich sauer auf, aber es ist so viel besser gemacht als auf "California". Ich mag sogar "Darkside" gern, dass man problemlos in frühe Killers mixen kann. "No Heart To Speak Of" ist super, "Pin The Grenade" geht mir nicht mehr aus dem Kopf und "Heaven" ist doch eigentlich genau so ein Moll-Popsong, den Alphex vor geraumer Zeit mal hier angefragt hat (als ich ihm "Kill" von JEW empfohlen habe). Wieso erwähnt der den nie? Wie auch immer, ich mag das Album aktuell sehr gern.

Car Bomb - Mordial
Gehen einfach immer und auch wenn sie den Fantomas-Charme des Debüts etwas eingebüsst haben, begeben sie sich zumindest stimmungstechnisch öfter mal auf 90er-Alternative-Pfade. Irgendwo zwischen Meshuggah und Sonic Youth war also doch Platz. Ansonsten:


Fawn Limbs - Harm Remissions
Todesgrindnoisemathgewichse. Erbarmungslos. Erste Sahne.

Ghostface Killah - Ghostface Killahs
Und da isser wieder. Diesmal mit einem richtigen Album, nicht wie bei dem komischen, compilationartigen Vorgänger. Auf dem klang er, als wäre er bei der Erstellung gar nicht anwesend. Hier ist Ghost wieder in seinem Element, hat gute Beats im Gepäck und allein für "New World" lohnt sich schon der Kauf. Wu4Life!

Knocked Loose - A Different Shade Of Blue
Komme mit der Stimme mittlerweile besser klar und der Rest ist Breakdown-orientierter Pitcore. Klug genug um nicht stumpf zu sein, straight genug um die Kids nicht zu verschrecken. Erklärt sich mir, dass die mittlerweile hoch gehandelt werden.

Korn - The Nothing
Man muss ja schon mal konstatieren, dass die wesentlichen Mitbegründer eines verstorbenen Genres echt ausdauernd an ihrem Baby dran bleiben. Und das Album hat echt alles, was man an Korn gut findet und noch mehr. Hier gibt es schon zu Beginn einige tonnenschwere Breakdowns, die die halbe Metalcore-Szene erschrocken zusammenzucken lassen. Ich merke zwar, wie sich spätestens ab Song Nr. 5 sowohl Stimme als auch Songwriting bei mir exponentiell abnutzen, aber das bin halt nur ich. An sich kann man das nämlich echt wieder gut finden.

Meth. - Mother Of Red Light
Einmal die komplette Daughters-Diskografie hin und zurück bitte. Danke. Wer das so gut rezitiert, darf bleiben. Und gute Güte, was zieht einen das Ding in den Bann. Ganz weit vorne dieses Jahr bei mir.

Mike Patton & Jean-Claude Vannier - Corpse Flower
Nee, ist nicht wirklich was. Dabei mag ich die Arrangements eigentlich ganz gern. Ein Ghostface hätte da formidabel drüber rappen können. Der Grossmeister himself ist diesmal das Problem. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass er selbst gar nicht so richtig wusste, was er mit dem Material anfangen soll. Und so gibt es grösstenteils Lou-Reed-artigen Sprechgesang mit oft auch eher cringy lyrics. Am ehesten funktioniert das noch, wenn sowieso eine weirde Grundstimmung herrscht, wie bei "Cold Sun Warm Beer". Aber meistens klingt es wie Fahrstuhlmusik, über die ein besoffener Sicherheitsdienst Ansagen machen soll. Ausser "On Top Of The World". Das ist schon allein wegen des Refrains super.

The Number Twelve Looks Like You - Wild Gods
Weirde Lyrics, weirde Atmo, naturgemäss weirde Songs. Letztere sind aber wieder so cool gemacht, dass man die von vielen sehnlichst herbeigewünschte Reunion nur als absolut gelungen betrachten darf. Die Vielfalt des Vorgängers "Worse Than Alone" kombiniert mit dem ekstatischen Mathcore älterer Alben funktioniert prächtig. Wahrscheinlich DAS Progmetalallerlei dieses Jahr. Chapeau!

SeeYouSpaceCowboy - The Correlation Between Entrance And Exit Wounds
Von der ebenfalls dieses Jahr erschienene Compilation noch völlig geflasht, besinnungslos in das Debüt gestürzt und...enttäuscht worden. Nicht weil die Band jetzt schlechte Musik macht. Sondern weil sie sich ein wenig zu sehr auf das, was Hopesfall, This Day Forward oder Poison The Well damals so gemacht haben, bezieht. Das ist schon auffallend referenzierend und lässt den Schwung der früheren Songs vermissen. Trotzdem natürlich immer noch gut.

Shock Narcotic - I Have Seen The Future And It Doesn't Work
So eine halbe Supergroup mit unter anderem erneut die Gitarre vergewaltigendem Ex-DEP'ler Jeff Tuttle. Viel Sludge, viel Krach, ein wenig Mathe. Da muss man schon gut was abkönnen über die ganze Albumlänge.

Sleepsculptor - Entry: Dispersal
Dreckiger Metal-/Deathcore, der die Myspace-Ära und all die versteckten Juwelen darin ausgiebig aufleben lässt. Ein bisschen Tony Danza Lapdance Extravaganza hier, ein bisschen Norma Jean dort und ganz viel 2005er Deathcore da. In knapp 20 Minuten rasiert. So soll es sein.

Weyes Blood - Titanic Rising
Ich mag sie einfach. Na klar ist das Hippie-Revival pur und vielen Menschen dürfte bei den ganzen 70er-Singer/Songwriter-Folk-Zitaten die Kotze gerinnen, aber irgendwie kann ich mir das eben genau aus dem Grund geben, dass ich solche Musik sonst nicht höre. Ausserdem ist "Movies" einer meiner Songs des Jahres, aber das nur nebenbei.

Zuletzt geändert von Powder To The People 03.10.2019 12:42

12.04.2020 | 14:06 » Moderation benachrichtigen
SCRATCH THE SURFACE

Der von mir sehr geschätzte Herr Zandt aus dem Visions-Team rezensiert auf YouTube neue Alben in 45 Sekunden oder weniger. Macht er gut, gefällt mir sehr. Hier seine schnelle Meinung zu "Trust The River" von Sparta:

20.04.2020 | 09:47 » Moderation benachrichtigen
All jene, die meine Meinung zum neuen Bon Iver-Album interessiert, können hier meine schwülstige Kritik nachlesen. :smile:
20.04.2020 | 12:06 » Moderation benachrichtigen
So neu ist das doch gar nicht mehr :smile:
Ich schließe mich fast komplett an (insb. beim Punkt "bisherige Diskographie perfekt zusammenfassen"), widerspreche allerdings bei "sein bisher bestes Album".
Dass auf 22AM angeblich keine richtigen Songs wären, habe ich schon häufiger gehört, und wundere mich immer wieder darüber. Vielleicht stimmt es aber auch, dann finde ich das Album wahrscheinlich genau deswegen so gut :hm:

Die Sparta-Kritik von Flo Zandt fand ich ebenfalls sehr passend, was aber unterm Strich bedeutet, dass das keine Platte für mich ist. Das ist zwar schade, aber so ist eben. Würde aber mal wieder Zeit "Porcelain" zu hören.
20.04.2020 | 13:08 » Moderation benachrichtigen
@Powder: diesen JazzDrummer reacts hab ich jetzt auch schon n paar Mal geguckt. Der macht Spaß. Würde nur gern wissen, wie gut er selber ist, oder welchen Jazz er spielt.
Beim ersten Video von ihm, das ich sah, beklagte er sich, dass er in der Corona-Zeit keine Arbeit findet, weil niemand Reparaturarbeiten am Haus oder Garten benötigt. Er scheint irgendwie so n Handwerker zu sein :hm:
20.04.2020 | 13:32 » Moderation benachrichtigen
Die Sparta-Kritik von Flo Zandt fand ich ebenfalls sehr passend, was aber unterm Strich bedeutet, dass das keine Platte für mich ist. Das ist zwar schade, aber so ist eben. Würde aber mal wieder Zeit "Porcelain" zu hören.schmirglie, 20.04.2020 12:06 #

Hab ich mir grad auch erstmal angeschaut.
Ziemlich gut kurz und prägnant zusammen gefasst.
Ich finds schön, dass er meine erste Assoziation, nämlich U2, ebenfalls erwähnt.
Als Fazit bleibe ich allerdings bei Dir, Schmirglie.
Überraschungsarm, spannungsarm, brauch ich nicht unbedingt.
20.04.2020 | 13:42 » Moderation benachrichtigen
So neu ist das doch gar nicht mehr :smile:
Ich schließe mich fast komplett an (insb. beim Punkt "bisherige Diskographie perfekt zusammenfassen"), widerspreche allerdings bei "sein bisher bestes Album".
Dass auf 22AM angeblich keine richtigen Songs wären, habe ich schon häufiger gehört, und wundere mich immer wieder darüber. Vielleicht stimmt es aber auch, dann finde ich das Album wahrscheinlich genau deswegen so gut :hm:schmirglie, 20.04.2020 12:06 #
Ich gestehe, dass ich 22AM bislang immer nur sporadisch gehört hatte und mich das Album bislang nie wirklich unterhalten hatte. Das Neue sprach mich dagegen sofort an. Kann ja alles noch werden. :wink:

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