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kleine Albenkritiken für Zwischendurch

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26.03.2018 | 09:32 » Moderation benachrichtigen
Werbung für dieses Album ist immer und überall zu begrüßen.

Auch ohne die Texte zu lesen, bleiben so genug prägnante Stellen, die man nach einigen Durchlaufen laut mitsingt/ -spricht und die einem noch tagelang durchs Gehirn spuken.Drunken Third, 26.03.2018 09:27 #


Das überrascht mich auch immer wieder, was für im positiven Sinne fiese Ohrwürmer zumindest einzelne Stellen sind.
26.03.2018 | 14:43 » Moderation benachrichtigen
Die Platte ist schon gut, aber an "Time is a Machine" kommt sie für mich nicht dran.
27.03.2018 | 19:37 » Moderation benachrichtigen
Hab heute weiter gehört. Als erstes ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich "Wooden Heart" statt "Time is a Machine" schreiben wollte. Kann ja mal passieren *hust*.
Weiterhin glaube ich, dass mein größtes "Problem" mit dem Alben die doch sehr wuchtigen Gitarren sind. Ich mochte den recht einfachen Banjo/Geklimper-Ansatz von Wooden Heart einfach mehr. Aber ist Geschmackssache und ein gutes Album ist es allemal.
10.04.2018 | 08:24 » Moderation benachrichtigen
The Republic of Wolves - Shrine

Nachdem ich nach dem ersten Durchlauf enttäuscht war und die Scheibe direkt wieder vergessen habe, sehe ich sie mittlerweile mindestens auf einem Level mit Varuna. Bask ist wohl einer der Songs des Jahres. Diese Mischung aus krachigem Alternative, der immer wieder durch akustische Passagen aufgebrochen wird, gefällt mir einfach sehr gut. Auf dem Level könnten sie tatsächlich ein Brand-New-Ersatz werden.

8/10
19.04.2018 | 16:30 » Moderation benachrichtigen
The Coral - Distance Inbetween
Ich habe 2 Jahre gezögert mir dieses 2016 veröffentlichte Album zuzulegen.
Meine Befürchtung war, dass eine Serie mit tollen bis herausragenden Alben reißen könnte.
Nach "Butterfly House" vor 8 Jahren habe ich abgebrochen ihnen zu folgen.
Es war auch zu viel vom Gleichen.
Sie haben ihre spleenige 60s-Pop-Nische besetzt und nicht mehr verlassen. Und ich bin weiter gezogen.

Und jetzt bin ich begeistert! Vielleicht liegt es daran, dass uns die Pause voneinander gut tat, vielleicht auch daran, dass es einfach wieder ein herausragendes Album geworden ist. Gelassener, erwachen, psychedelisch - nicht nur angehaucht. Trotzdem erkennt man so manches Instrument, so manchen Effekt, die Stimme und ein Stück weit das Feeling wieder, dass damals diese Teenie-Band mit völlig verrücktem selbstbetitelten Debüt im Jahr 2002 verprüht hat.

Es fühlt sich an, als würden sich Freunde nach ein paar Jahren wieder treffen. Kurze Eingewöhnung, dann verstehen wir uns immer noch genau so gut wie vor 16 Jahren, es sind neue Geschichten hinzu gekommen, die Themen und Pointen sind andere, wir hören uns aufmerksam zu und freuen und mit und für den anderen. Schön, dass es euch immer noch gibt.
19.04.2018 | 21:27 » Moderation benachrichtigen
mein stand ist immernoch der von damals. hab das album seitdem ziemlich vernachlässigt. allerdings stehen the coral demnächst unbedingt mal an, eindringlich revisioniert zu werden. vielleicht zündet das album dann mit dem entsprechendem abstand auch bei mir richtig.
28.04.2018 | 22:12 » Moderation benachrichtigen
Die! Die! Die! - Form

Eher zufällig, ohne Kenntnis der Band, habe ich diese CD auf gut Glück mitbestellt, als ich die neue LP von Phantom Winter direkt beim Label (Golden Antenna Records) erworben habe. Und was soll ich sagen: was für eine Perle!!! Eine Mischung aus Indie und Post-Punk à la Girls vs. Boys, schön gitarrenlastig, mit Bassläufen als Hommage an New Order, garniert mit Shoegaze, einem leichten Hauch Noise, Sängerstimmen, die in manchen Momenten die Blood Brothers wiederzubeleben scheinen. 10 tolle, intuitiv treibende Songs, die perfekt zusammengestellt sind. Das Album läuft einmal durch, ein zweites Mal, und noch einmal, noch einmal ... man bekommt Gewissensbisse beim Drücken der Stop-Taste.

Zum Reinhören: Caseman
28.04.2018 | 22:34 » Moderation benachrichtigen
Die! Die! Die! - Form

Eher zufällig, ohne Kenntnis der Band, habe ich diese CD auf gut Glück mitbestellt, als ich die neue LP von Phantom Winter direkt beim Label (Golden Antenna Records) erworben habe. Und was soll ich sagen: was für eine Perle!!! Eine Mischung aus Indie und Post-Punk à la Girls vs. Boys, schön gitarrenlastig, mit Bassläufen als Hommage an New Order, garniert mit Shoegaze, einem leichten Hauch Noise, Sängerstimmen, die in manchen Momenten die Blood Brothers wiederzubeleben scheinen. 10 tolle, intuitiv treibende Songs, die perfekt zusammengestellt sind. Das Album läuft einmal durch, ein zweites Mal, und noch einmal, noch einmal ... man bekommt Gewissensbisse beim Drücken der Stop-Taste.

Zum Reinhören: Caseman2006heino, 28.04.2018 22:12 #

Danke Heino,
klingt sehr interessant, mit Girls vs. Boys-Vergleichen kriegt man mich ja. Muss mir das mal anhören.
01.05.2018 | 12:55 » Moderation benachrichtigen
Nebenbei ist Golden Antenna ein Label, das (wie alle Einmannlabels, klar) ganz viel Unterstützung verdient.
01.05.2018 | 13:22 » Moderation benachrichtigen
Auf jeden Fall.
04.05.2018 | 11:04 » Moderation benachrichtigen
Zum Reinhören: Caseman2006heino, 28.04.2018 22:12 #


Guter Anspieltipp, das Album läuft grade.
22.06.2018 | 19:14 » Moderation benachrichtigen

Nine Inch Nails - Bad Witch
Der Anfang ist noch ein eher konventioneller Up-Beat-Song, Gitarren, Riff, Klipp-Klapp-Schlagzeug.
Aber dann verschwimmt bis Schluß alles immer mehr, ein Saxophon erzählt, Soulgesang, Soundflächen.
Wie ein Ölgemälde in einer Wanne Terpetin, die Bestandteile lösen sich, das ehedem klare Motiv verschwindet obwohl eigentlich alles noch da ist. Wut weicht Angst, führt zu Paranoia, führt zum Erlöschen.

Zuletzt geändert von Woas Sois... 22.06.2018 19:20

22.06.2018 | 19:16 » Moderation benachrichtigen
Wie ein Ölgemälde in einer Wanne Terpetin, die Bestandteile lösen sich, das ehedem klare Motiv verschwindet obwohl eigentlich alles noch da ist.Woas Sois..., 22.06.2018 19:14 #


Ganz feiner Satz.
22.06.2018 | 19:30 » Moderation benachrichtigen
Mit Schreibfehler :rolleyes: Danke aber.
22.06.2018 | 19:31 » Moderation benachrichtigen
Ehemals unnützer Kommentar.
22.06.2018 | 21:31 » Moderation benachrichtigen
Auf Woas ist Verlass und er seziert pflichtgemäß die neue Nine Inch Nails.

Vielen Dank.

Mein Fazit: die interessanteste und beste der letzten Veröffentlichungen
28.06.2018 | 03:06 » Moderation benachrichtigen
Dem schließe ich mich an;: alle drei EPs wissen zu versöhnen und die Hexe geht als letzte steil voran.
Wird vielleicht wieder was mit Nine Inch Nails.
06.07.2018 | 17:00 » Moderation benachrichtigen
Kurze Abrisse von ein paar Sachen dieses Jährchen:

A$AP Rocky - Testing
Platte beginnt stark ("Tony Tone" ftw!) und wird im Verlauf so öde, dass man Rocky eigentlich nur Drogenentzug empfehlen möchte. Hat weder die Freshness der Anfangstage, noch die feingliedrige Diversität des Vorgängers. Schade.

Arctic Monkeys - Tranquility Base + Hotel
Ja, ich feier "Four Stars Out Of Five". Aber ein ganzes Album davon? Ich habe nichts gegen Versuche am eigenen Sound was zu ändern. Mehr als Fahrstuhlmusik mit ein paar positiven Ausreissern ist das hier aber nicht. Wenn schon die einstige Energie ignoriert wird, dann schreibt halt wenigstens gute Songs!

Apathy - The Widow's Son
Hat sich gesetzt und spielt oben mit, im Hip Hop Ranking dieses Jahr. Derart flowend zu rappen und dann noch mit veritablen Beats - so muss das. Fuck Numble Rap.

Bleeding Through - Love Will Kill All
Die Metalcore-Jünger von einst, die mich nie zu 100% überzeugen konnten, aber von denen ich irgendwie trotzdem 3 Alben hab. Und siehe da: Mit etwas Abstand wirkt der Sound (den sie natürlich nur wenig verändert haben) wieder frisch. Die düstere Atmosphäre bleibt erhalten.

Common, Karriem Riggins & Robert Glasper - August Greene
Relativ leise erschienenes Konzeptalbum im Spannungsfeld der Protagonisten: Hip Hop, Soul, Jazz. Das klingt erwartbar stilecht und über die volle Länge überzeugend. Schönes Ding.

Gorillaz - The Now Now
Den Aha-Effekt bis einschliesslich "Plastic Beach" hat Albarn schon lange verloren. "The Fall" wurde am IPad geschrieben und klingt auch so, "Humanz" wirkte wie ein Stelldichein seiner liebsten Künstler, denen er aber kaum entsprechendes Songmaterial liefern konnte. Das sich "The Now Now" nun zurücknimmt und versucht, in altem Terrain zu grasen, dabei aber homogenen Sound liefert, ist irgendwie angenehm. Zu "Sorcererz" shake ich ass und "Magic City" strahlt am 80er-Himmel zwischen Gunship und Kachinsky. Als Ganzes gefällt mir das gut, auch ohne wirkliche Hits.

Jay Rock - Redemption
Ich mag den Typen und seinen häufig unkonventionellen Rap. "The Bloodiest". Gibt's ne geilere Hook? Bitch, where? Trotzdem fehlen mir auf Albumlänge die Beats, die das ganze nochmal nach vorn schieben. Also nicht, dass es da keine Banger gäbe. Nur insgesamt nicht so stark wie der Vorgänger.

Pusha T - Daytona
Zerstört halt Drake und haut als einer der Wyoming-Veröffentlichungen von Kanye West dieses Jahr 7 Tracks raus, die modernen Hip Hop skizzieren ohne Lyrics dabei zu unterschlagen. So muss das produziert sein, so muss das klingen.

Kanye West & Kid Cudi - Kids See Ghost
So muss das produziert sein, so muss das klingen.

Cudi gut wie seit Jahren nicht mehr, Kanye gibt Raum und die Sounds, das wächst und wächst und war eigentlich von Anfang an schon gross.

Kanye West - Ye
Introspektiv, emotional, einigermassen uneitel? Ja, das kann der. Ich mag nicht jeden Track, aber lyrisch um Längen gehaltvoller als des Pablos Leben.

Sectioned - Annihilated
Wer den Mathcore dreckig braucht - bitte hier melden. Manchmal werden Erinnerungen an The Tony Danza Tapdance Extravaganza wach, aber das hier ist noch technischer. Bald kommt die neue Fronierer (von den gleichen Jungs quasi). Die rulen dieses Jahr alles.

The Armed - Only Love
Only Love to give für dieses Sammelsurium aus Punk, Hardcore, Black Metal, Post Rock, Indie Rock, Electronica, Noise und Nihilismus. Steht momentan auf Platz 1.

Zeal & Ardor - Stranger Fruit
Das Debüt hat mit seltsamer Mische aus BM und Soul und Sklaven-Chants einen frischen Wind ins Spiel gebracht, die Gefahr der Wiederholung merzt der Herr klug aus. Alles noch ausgearbeiteter, noch detaillierter, noch griffiger. Darf so sein.

Dance Gavin Dance - Artificial Selection
Komm was soll's. Ich bin Opfer dieser Band. Das Album ist wie das davor und das davor und das davor. Und genauso brauch ich das.

A Perfect Circle - Eat The Elephant
Langeweile und Geiles. Ich sitze zwischen den Kritikern und Abfeierern. Nur die Hälfte hier drauf überzeugt mich, aber dafür wird dort das geliefert, dass ich von ihnen erwarte. Thx.

Underoath - Erase Me
Enttäuschende Rückkehr in den Screamo-Ring, weil zu viel Cleangesang (vom Falschen) auf zu vielen mässigen Tracks. Das geht besser und das beweist die Band auf demselben Album. Ich vermute aber, dass sich die Altersmilde und die in Amerika noch einigermassen angepeilte Fixierung auf Airplay als nachteilig für die Zukunft rausstellt.
06.07.2018 | 19:08 » Moderation benachrichtigen
danke, powdi, für die vielen kurzen einschätzungen. also alles aus diesen richtungen richtig gemacht bisher: apathy eingetütet, rest interessiert nicht so im hause noir. wenn du von dem kaliber aber noch mehr tipps aus jüngerer zeit hast, bin ich dankbarer abnehmer.
06.07.2018 | 19:16 » Moderation benachrichtigen
Bei denen, die ich kenne, stimme ich doch mit der Einschätzung des werten Kollegen Puderboy überein.
Ein fähiger junger Mann mit großer Zukunft :hi:

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