Zur mobilen Seite wechseln

kleine Albenkritiken für Zwischendurch

1374 Beiträge - 117369 Aufrufe

« erste Seite | zurück | 1 - 2 - 3 - 4 - 5 | weiter | letzte Seite » | Seite 2 von 69 , 1374 Ergebnisse

13.10.2012 | 08:49 » Moderation benachrichtigen
Painted Thin - Clear, Plausible Stories

Habe ich jetzt endlich angehört, nachdem ich wegen der Weakerthans-Verbindungen (Gitarrist Caroll und Schlagzeuger Tait) schon lange neugierig war. Und es hat sich gelohnt. Schöner 90er-Punkrock mit ein bisschen Post in den Gitarren und ordentlich Emo-Einschlag. Herbst-Musik par excellence. Da hört man tatsächlich schon ein bisschen von dem, was die Weakerthans später in ihren lauteren Songs anstellen würden. Wer gerne fallengelassene Namen aufsammelt: Frühe Get-Up Kids und das alte Alkaline Trio sind ebenfalls ganz gute Anhaltspunkte.

Edit: Ich habe Quatsch geschrieben. Die Weakerthans-Jungs waren bei dieser Platte (von 1999, habe ich erst jetzt gecheckt) schon gar nicht mehr bei Painted Thin, sondern schon bei den, ähm, Weakerthans. Ich Doofi.

Zuletzt geändert von OneFingerSalute 13.10.2012 09:15

13.10.2012 | 09:17 » Moderation benachrichtigen
Rezi klingt gut, das Namedropping löst direkt nen Kaufimpuls bei mir aus. Ich geh mal gucken...:floet:
13.10.2012 | 17:11 » Moderation benachrichtigen
Eine schöne Idee, Eagle! So kriege ich mich vielleicht mal öfter dazu, hier etwas liebevollere Texte zu posten.


Dinosaur Jr. - I Bet On Sky

J.: Lou, ich weiß, du magst mich nicht und ich mag dich nicht. Nichtsdestotrotz: es wird wieder Zeit für ein neues Album.
Lou: Das stimmt schon, J.. Also gut, lass mich einen Moment in mich gehen, und dann darfst du wieder anweisen, was Murph und ich zu machen haben.
[...]
J.: Okay, bereit?
Lou: Schieß los!
J.: Wir haben das letzte Mal bei Farm ziemlich viel Wert auf meine Solos gelegt. Ich mein, das war schon immer ein maßgeblicher Teil unseres Sounds, doch dass es schon Jam-Session-Artige Züge annimmt, war auf unseren ersten drei Alben in der klassischen Besetzung ja nicht so. Diesmal mag ich es wieder ein bisschen poppiger angehen lassen. Ja, ich möchte es eher wie die Beyond werden lassen, und vielleicht auch das ein oder andere Bug- oder Your Living All Over Me-Gefühl beim Hörer wecken. Da habe ich zum Beispiel so einen Song in petto, Don't Pretend You Did'nt Know. Die Green Mind möchte ich auch zitieren: Pierce The Morning Sun heißt mein Mittel dafür, und glaubt mir, das wird wirken. Wenn nur ein Song die Hymne auf dem Album sein darf, dann wäre es diese!
Lou: Darf ich auch mal wieder ein paar meiner Songs einbauen?
J.: Ja, okay,aber du weiß ja, wie die Regel ist...!
Lou: Ja, allerhöchstens zwei Songs! Ist ja gut. Ich werde da zwei leicht verschrobene Melodien abliefern, wenn es dir Recht ist. Das hält das Album auf Trab.
J.: Sehr gut. Das wird ein klasse Album.
Lou: Das wird es, ja! Aber du...J.?
J.: Was ist, Lou?
Lou: Darf man meinen Bass auch mal im Mix hören?
J.: Hmpf...ja; gut...aber nur ein, zwei Mal!

Zuletzt geändert von Smackin' Isaiah 13.10.2012 17:36

13.10.2012 | 17:15 » Moderation benachrichtigen
:bow:
13.10.2012 | 17:17 » Moderation benachrichtigen
:bow:
13.10.2012 | 17:19 » Moderation benachrichtigen
Ja, eine schöne Idee, Mister Smackin'!
13.10.2012 | 17:23 » Moderation benachrichtigen
:cheers:


Danke, Leute.
13.10.2012 | 21:53 » Moderation benachrichtigen
Ich find den Thread hier jetzt schon total super, denn wenn ich kurz was zu irgendwelchen Alben und Bands lesen kann, die mir sonst nur ein großes Fragezeichen ins Gesicht zaubern, dann kann ich da viel gezielter mal reinhören. :cheers:

Jim Bryson And The Weakerthans - The Falcon Lake Incident

Neulich auf last.fm: Tina kontrolliert aus Langeweile mal ihr Profil und stolpert dabei in den Empfehlungen über eben dieses Album. Mein erster Gedanke: Who the fuck is Jim Bryson and why did nobody tell me he made an album with the Weakerthans???
Von den Weakerthans gibt es ja irgendwie nichts schlechtes. Also hab ich das bei Spotify gesucht, angemacht und eigentlich nur auf die Stimme von diesem Jim Bryson gewartet. Entweder er versauts oder er ist eine Bereicherung. Letzteres ist der Fall, denn eine wunderbare dunkle Singer-Songwriter-Stimme hat dieser Mann, die sich super mit der von John K. Samson kombiniert. Es gibt Weakerthans-Gitarren, wunderschöne Melodien und poetische Texte, obwohl die Songs schon poppiger und leichter sind als das, was man so von der Band kennt. Das ist sicher nichts für die Ewigkeit und auch nichts Bahnbrechendes, aber es bleibt wunderbare Musik, die für Weakerthans-Liebhaber wie mich eine schöne Ergänzung ist. Warum das alles an mir vorbeigegangen ist, weiß ich aber immernoch nicht.
Ich geh jetzt noch ein bisschen nach Jim Bryson suchen und sag solange: danke last.fm!! :thumbsup:
14.10.2012 | 11:12 » Moderation benachrichtigen
Toundra - II
Von Cracker gepriesen, Ofsi stieg auch drauf ein, da hab ich dann ohne Gewissensbisse blind geordert. Hat sich gelohnt. Mächtiger PostROCK, der groovt und bollert und den ganzen Körper sofort wippen lässt. Russian Circles fallen mir als erstes als Vergleich ein, ihr wisst also, in welche Richtung es geht. Abwechslungsreich und trotz des massigen Sounds mit einer angenehmen Leichtigkeit daherkommend. Fett!
14.10.2012 | 11:19 » Moderation benachrichtigen
Große Langeweile heute, also mal neue Threads auschecken, die ich noch nicht kenne. Der hier: SUPER!
Eagle und ich scheinen bei Tocotronic doch ziemlich auf einer Höhe zu sein, wobei ich KOOK jetzt nicht SO schlecht finde, aber in meiner Rangliste der Band bestenfalls auf Rang 5 (ich mag die Alben davor tendenziell lieber als die danach, aber die neueren eben auch).

Dinosaur Jr: Ich mag Bet on Sky, aber ich finde Farm besser. Mehr ewig lange episch tolle Soli sind eben besser als weniger davon.

Ich mach mal ne andere Richtung auf:

Bloc Party - Intimacy
Für wenig Geld vom Lars mitgenommen, davor lange nicht gehört. Ich muss sagen: Wohl schon ihr schlechtestes Album, aber auch ihr unterbewertestes! Klar ist es sehr elektronisch, aber den Versuch so ein Album zu machen kann ich ihnen nicht übel nehmen, es klingt definitiv immer noch nach Bloc Party. Dazu hat das Album eine ganze Reihe wirklich guter Lieder, die locker mit den anderen Alben mithalten können. Darüber, dass die Gitarren dafür etwas weiter hinten bleiben und das Album in Sachen Tiefgang und Arrangements nicht mal ansatzweise mit A Weekend in the City mithalten kann (was die anderen Alben meiner Meinung nach aber auch nicht können), kann man dann auch mal hinweg sehen.

Im Vergleich dazu:
Bloc Party - Four
Alle Kritiken sagen, die Gitarren wären jetzt wieder da. :hm: Das stimmt ja irgendwie nur bedingt. Ich finde das Album in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit dem Vorgänger, nur ist es eben musikalisch abwechslungsreicher gestaltet. Gitarren mit fiesem Verzerrer geben sich hier Gitarren mit dicken Effekten die Hand. Das Faszinierende an dem Album ist: Obwohl es (scheinbar?) simpel gestrickt ist, entfaltet es sich erst nach mehreren Durchgängen. Die Melodien bleiben nicht gleich hängen, dafür später aber umso mehr. Ein absoluter Grower das Album, für mich mittlerweile besser als ihr Debut. Und die beiden Bonustracks der Limited Edition sind ihr Geld defintiv wert!
14.10.2012 | 14:42 » Moderation benachrichtigen
Sport - Colors

Es kommt einem vor, als ob zurzeit besonders viel aus der Twinkle-Emo-Quelle hervorsprudelt. Jetzt gibt's sogar Evian! Sport kommen aus Frankreich und können sich nicht so Recht entscheiden, ob sie den vertrackteren Stil von Bands wie American Football, oder doch den bodenständigeren Punkrock a la Latterman lieber mögen. Schlimm ist das ganz und gar nicht, denn so entsteht bei den Jungs aus Lyon eine perfekte Mischung aus beiden Stilen, wie ihn zum Beispiel auch Castevet aus den Vereinigten Staaten pflegen. Filigrane, teils bedachtere Stellen wechseln sich mit schnelleren Passagen ab. Während auch beim Gesang ab und an etwas ruhigere Töne angeschlagen werden, geht es bei Colors dann doch meist etwas rauer zu. Dabei werden aber nicht die nötigen Melodien vergessen. Das Gegenteil ist eher der Fall - Sport haben mindestens 3 Sänger zur Verfügung [genauere Informationen lagen der Smackin'-Red. vor Veröffentlichung der Rezension nicht zur Verfügung. Aus Faulheit.], was sie gekonnt auch öfter in mehrstimmige Kumpel-Chöre umsetzen. Damit schaffen sie es, sich die Band als Vorgruppe Hot Water Music und Konsorten zu wünschen, um am nächsten Tag noch heiserer zu sein und ihren Merchstand zu räumen. Shut up and take my money!


Danke noch mal an Jake für den Tip vor einigen Wochen! Hat gezündet, wie du siehst.:thumbsup:
14.10.2012 | 15:19 » Moderation benachrichtigen
Höre gerade das erste Mal von Sport. Gefällt mir aber sehr sehr auf den ersten Lauscher! Danke fürs Drauf-aufmerksam-machen :cheers:
14.10.2012 | 15:24 » Moderation benachrichtigen
Gibts jetzt eigentlich für jede dritte neue Punkband n neues Core-Genre? Twinklecore, Orgcore.... Sowas Bescheuertes :messer:
14.10.2012 | 15:25 » Moderation benachrichtigen
Gibts jetzt eigentlich für jede dritte neue Punkband n neues Core-Genre? Twinklecore, Orgcore.... Sowas Bescheuertes :messer:AERPELSCHLOT, 14.10.2012 15:24

Als ob das nur bei Punk-Bands so ist. :rolleyes:
14.10.2012 | 15:26 » Moderation benachrichtigen
Gibts jetzt eigentlich für jede dritte neue Punkband n neues Core-Genre? Twinklecore, Orgcore.... Sowas Bescheuertes :messer:AERPELSCHLOT, 14.10.2012 15:24

Als ob das nur bei Punk-Bands so ist. :rolleyes:kidOhri, 14.10.2012 15:25


Wo wäre das denn noch so? Da isses mir jetzt halt einfach mal aufgefallen.
14.10.2012 | 15:27 » Moderation benachrichtigen
Gibts jetzt eigentlich für jede dritte neue Punkband n neues Core-Genre? Twinklecore, Orgcore.... Sowas Bescheuertes :messer:AERPELSCHLOT, 14.10.2012 15:24


Ich find's einerseits manchmal auch hohl, andererseits macht es Eingeweihten das Leben leichter, Bands nach dem eigenen Geschmack zu finden. Und alle anderen muss es ja nicht interessieren.
14.10.2012 | 15:32 » Moderation benachrichtigen
Metal: Dark Metal, Death Metal, White Metal, Heavy Metal, Jazz Metal, Black Metal, Nu Metal, Prog Metal, Doom Metal, Post-Metal, Sludge Metal, ...

:floet:
14.10.2012 | 15:34 » Moderation benachrichtigen
White Metal war mir bis gerade eben neu. Also der Begriff. Aber eigentlich will ich diesen schönen Thread (siehst du, Eagle!) gar nicht weiter aus der Bahn werfen ...
14.10.2012 | 15:36 » Moderation benachrichtigen
Ich find sowas schon immer affig. Aber ich muss das für mich ja nicht nutzen. Wenn andere Musik gern so detailiert einteilen möchten, nur zu.
14.10.2012 | 15:37 » Moderation benachrichtigen
Sind doch nur Begriffe. Das ist einfach die Limitierung der Sprache angesichts der Musik.

« erste Seite | zurück | 1 - 2 - 3 - 4 - 5 | weiter | letzte Seite » | Seite 2 von 69 , 1374 Ergebnisse

Home » Community » Forum » Platten » kleine Albenkritiken für Zwischendurch