Zur mobilen Seite wechseln

Zuletzt besuchtes Konzert

7837 Beiträge - 508678 Aufrufe

« erste Seite | zurück | 388 - 389 - 390 - 391 - 392 | Seite 392 von 392 , 7837 Ergebnisse

04.07.2018 | 12:12 » Moderation benachrichtigen
So jetzt aber! Am Samstag war ich bei

Iron Maiden in Freiburg

Wo fang ich an. Dass Freiburg in fester Metalhead-Hand war? Das ganze Wochenende war die Altstadt überflutet mit Menschen in Iron Maiden T-Shirts. Alternativ Metallica oder Wacken. Das war irgendwie ziemlich witzig. Die meisten waren komplett ruhig und friedlich unterwegs, aber ein paar "Wir geh'n ma wieder mit den Jungs!" Grüppchen waren halt auch unterwegs, aber hey, schlimmer als ein paar Weiber, die sich mit Sekt besaufen, waren die jetzt auch nicht.
Neben zwei Stadtfesten war also Freiburg auch sehr gut auf IM vorbereitet, vom Metal-Abend in den Kneipen bis zu den Sonderzügen. Doch, es hatte was!

Das ganze fand auf dem Freiburger Messegelände statt, ohne auch nur einen Schattenplatz in der brutal brutzelnden Sonne. Wir sind demnach erst sehr spät aufs Gelände und haben die Vorband Killswitch Engage nur von draußen gehört. Davon, dass deren Zweitwerk mich damals dermaßen abgeholt und zu Gänsehaut berührt hat, ist 16 Jahre später nichts mehr übrig. Zu totgehört der Sound, zu pathetisch oder zu Rockstar waren die Ansagen ("Where my ladies at, all the ladies scream for me!"/"This song is for our president that nobody likes!") und letztendlich meiner Meinung nach einfach nicht für solche riesigen Bühnen gemacht.

Das Gelände ist riesig und das Konzert ist ausverkauft. Ich sag es mal mit den Worten eines Freundes später: 30 000 sind halt einfach mal 29 700 zu viel. Ich bin absolut nicht gemacht für solche Massenveranstaltungen. Auf dem Gelände sieht es aus, wie auf einem Jahrmarkt. Fressstand neben Fressstand neben Saufstand neben Fressstand. Und zu was für Schnäppchenpreisen! Ich meine, 7,50 für ein Bier oder 5,50 für ein Wasser (0,5), da kann man doch WIRKLICH nicht meckern oder... :rolleyes:

Vor allem, wenn man dann auch noch eine 25 Meter lange Warteschlange hat. Man kann sich aber natürlich auch an einem anderen Getränkestand anstellen, wo dann entweder kein Bier oder kein Wasser mehr da ist, und wo sich 20 Minuten lang einfach mal nichts bewegt in der Schlange. Es sind ja auch nur 30 Grad draußen, wer hat da schon Durst. Letzten Endes füllen wir unsere Becher am Wasserhahn in der Toilette wieder auf.

Als Iron Maiden ihr Set spektakulär mit Aces High beginnen sind wir also schon über 30 Minuten auf dem Gelände, haben nichts zu trinken und sind so frustriert, dass ich mein liebstes Maiden-Lied nicht mal richtig genießen kann. Sehen tut man natürlich auch wenig, es sind ja überall Stände im Weg, die einem die Sicht versperren. Man könnte sich natürlich auch in die Menge nach vorne kloppen, aber wir hatten ja noch immer nichts zu trinken.

Ihr merkt, es ist ziemlich blöd gewesen und anfangs rückte das Konzert total in den Hintergrund. Dabei ist die Show wie gewohnt super! Bei Aces High hängt halt so ein Kampfflieger (ihr werdet mir verzeihen, dass ich von Flugzeugen keine Ahnung habe) über der Band und fliegt hin und her, das ist ziemlich geil, zwischendurch rennt Bruce mit leuchtenden Kreuzen oder Schwertern über die Bühne und zwischendurch gibt's auch ne Runde Feuer und Feuerwerk. Bei jedem Lied ein anderes Hintergrundbild, das kannte man ja schon, aber es ist trotzdem in höchstem Maße unterhaltsam. Ich bin bei weitem kein Kenner oder Fan, mehr als eine Greatest Hits Compilation würde ich nicht zusammenbekommen, aber ich kenne gut 70% der Lieder und singe mit, wenn es angebracht ist und schreie, wenn Bruce es fordert. Als Zugabe gibt es natürlich Hallowed be thy name (oder ist DAS mein liebstes Maiden Lied?! :hm:) und Run to the Hills. Um mich herum glückliche Menschen.

Und das ist das vielleicht schönste und Bemerkenswerteste an diesem Tag gewesen. Ja, es gab größtenteils die Kuttenträger, die mit den langen Haaren. Und ja, es gab auch die, die ihr Hardrock Bandshirt bei H&M/Tchibo/Aldi gekauft haben, nur für heute. Und ja, es gab auch den einen Rocker Typen, auf dessen T-Shirt stand "Ich bin deutscher, ich liebe mein Land, ich liebe meine Familie, ich esse Fleisch und ich bin kein schlechter Mensch" (mit anderen Worten: ich bin nicht rechts, aber). Aber es waren halt auch so viele Normalos da. Der Typ hinter uns, dessen Freundin nicht wusste, wie ihr geschieht, als ihr dem Rentenalter nahenden Lebensgefährte begann, singend um sie herumzuhüpfen vor Freude. Oder die junge Familie mit den Kids auf den Schultern, die die Fäuste nach oben recken oder Luft-Schlagzeug mitspielen. Ein weiterer Favorit: Das ältere Pärchen mit Strohhut und Wandersandalen, die von vorne bis hinten absolut textsicher waren. Ist das nicht richtig toll? Ich liebe es, in so einer Atmosphäre zu stehen, wo Menschen sich einfach nur freuen und an Musik er-freuen.

Die Rückfahrt ist bis auf den besoffenen Asi, der die übervolle Straßenbahn mit Auschwitz vergleicht, super entspannt: Freiburg ist vorbereitet. Das Stadtfest läuft noch, die glücklichen Metaller mischen sich unters staunende Volk. The End.
04.07.2018 | 20:51 » Moderation benachrichtigen
Schöner Bericht!

Ja, für diese Großveranstaltungen muss man ein bisschen gemacht sein, das hat mit einem normalen Konzerterlebnis wenig zu tun leider.
05.07.2018 | 00:34 » Moderation benachrichtigen
Mir gings ganz ähnlich bei Guns'n'Roses. Da kam auch noch diese Front-of-stage Sch**** dazu. Plus alles, was Luna auch nicht gefiel. Habe ich einmal gemacht wegen Killing Joke (die ich auch nicht geniessen konnte, weil 70 Meter weg) und weil es Karten bei ebay für 25€ gab. Brauche ich nie wieder.
05.07.2018 | 00:51 » Moderation benachrichtigen
Ich war am Freitag bei Black Space Riders. Da waren leider 100 Leute zuwenig. Wer den Bastard Club kennt, sie haben oben gespielt und selbst da war noch jede Menge Platz. Vielleicht 30 Menschen, handgeschätzt. BSR sind -finde ich zumindest- nicht die Naturtalente, eher die Malocher, die sich alles erarbeiten müssen. Sie sind eher der Hacki Wimmer als der Günther Netzer. Der bekam auch weniger Applaus, aber es war gut, dass er da war. Die Platten sind alle irgendwie so zwischen naja und ja ganz ok. Live arbeiten sie sich über die Länge der Show in die Herzen der wenigen Zuhörer. Was sie spielen weiss jeder, der sie kennt und sie spielen ihren Riffrock gut. Halt nicht die grossen Genialitäten, aber ehrliche Arbeit. Man merkt, sie haben gut aufgepasst, welche ihrer Songs am besten ankommen und die bringen sie im furiosen Finale. Movements ist mir auf der Amoretum gar nicht gross aufgefallen, jetzt schon. Dann Lights out und der Abschluss ist Ritual of inner strength, alle drei in fein ausgearbeiteten, langen Versionen. Ein wirklich toller Abschluss eines schönen Nachmittags.
05.07.2018 | 09:29 » Moderation benachrichtigen
Dienstag ging es nach der Arbeit gleich ins Auto in Richtung Huxley's Neue Welt nach Berlin. Alice In Chains sind in der Hauptstadt und ich hatte meine Karte schon ein halbes Jahr lang in freudiger Erwartung im Schubfach liegen. 2006 durfte ich sie schon einmal bei Rock Am Ring erleben und war begeistert. Jeder Song rief mir Gänsehaut auf beide Arme. Am Dienstag dann wieder: Bleed The Freak erklang und meine Armhaare steigen empor. Dafür, dass das Konzert seit langem ausverkauft war, hatte man ordentlich Platz und musste nicht drängeln. Der Sound im Huxley's war sehr gut. Nach Bleed The Freak folgte ein fulminantes Best-Of-Set ihrer Diskografie, sowie Songs von den letzten beiden Platten und der ersten Single vom neuen Album im Zugabeblock. Mit Would und Rooster wurde ein grandioser Abend beendet.

Da ich auf dem Weg nach Berlin einem Feldbrand ausweichen musste, kam ich leider erst kurz vor dem Beginn von Alice In Chains an und habe den Auftritt von Mother's Cake verpasst, die den Abend eröffneten. Schade. Vielleicht beim nächsten Mal.
05.07.2018 | 09:33 » Moderation benachrichtigen
Nun treten AIC ja schon lange auf und machen schon lange neue Musik, aber irgendwie hat mich das weder so gepackt noch so interessiert, wie zuvor...live wäre ich vielleicht sogar mal mitgegangen, jetzt wo du so begeistert bist :hm::hm:
06.07.2018 | 10:03 » Moderation benachrichtigen
Yes yes yes!! Gestern

A Wilhelm Scream in der alten Hackerei zu Karlsruhe

Eine neue Folge "Nine blamiert sich vor Bands und sagt ihnen nette Sachen".

Gitarrist: *springt von der Bühne, schenkt mir ungefragt die Setlist, unterhält sich kurz mit mir und zwei anderen*
Nine: I saw that you don't play Fest this year!
Gitarrist: Yeah my cousin is getting married.
Nine: Aw that's too bad! ... ... ...
Nine: :lipsrsealed2:

Aber wie immer, erstmal von vorne: die alte Hackerei ist TOLL! Warum war ich da eigentlich noch nie? Auf dem Gelände des alten Schlachthofes, wo es viele verschiedene Locations für alles mögliche gibt (Musik, Theater, Kneipen etc) befindet sich also die Hackerei mit ihrem winzigen Konzertraum und ihrem großen Biergarten mit Grillwagen. Toll und modern eingerichtet ohne den alternativen Flair einzubüßen muss man auch erstmal hinbekommen.
Beim reinkommen steht man quasi an der ersten Bar und wenn man zwei Schritte zu viel läuft fällt man über's Schlagzeug. Ich feier es, nach den zwei großen Events der letzten Wochen.
Die Vorband ist nicht besonders gut oder innovativ, aber dafür richtig unterhaltsam. Der schwäbelnde Sänger macht sich konstant über sein Übergewicht lustig, lässt sich von "mindestens 6, besser achteinhalb!" Leuten beim stagediven fangen und erzählt, dass er nach 3 AWS Songs wieder zurück zu seinen Schülern ins Landschulheim muss, wo hoffentlich schon alle schlafen. Als letzter Song kommt Do What You Want von Bad Religion, da bin ich sowieso glücklich.

A Wilhelm Scream gehören eindeutig auf die kleine Bühne. Sänger Nuno lacht das komplette Set durch, die haben einfach nur mega Bock auf das, was sie machen, man sieht sie nur grinsen vom ersten bis zum letzten Song. Ich weiß gar nicht, wieviele Leute nun tatsächlich da waren, denn schon bei den ersten Songs zieht es mich nach vorne. Ich weiß auch nicht, bei so kleinen Shows macht das total Spaß, bei den großen stehe ich eher hinten, so ein Mittelding liegt mir nicht. Ich weiß nicht mal mehr genau, wie lange der Spaß dauert, auf jeden Fall kann ich sagen, es wird viel mitgesungen und mir tut heute etwas der Nacken weh und die Stimme ist etwas rau.
Eigentlich ist das konzert nach The King is Dead vorbei, da fängt das Publikum an, Songwünsche zu rufen. Also packen sie die Instrumente wieder auf, Nuno kommt wieder auf die Bühne und hat eigentlich schon sein Feierabendbier in der Hand, sie besprechen sich kurz, welchen Songwunsch sie erfüllen und dann geht's mit "We built this City" nochmal ordentlich ab. Ich erwische das Mikro und schreie mit vielen anderen inbrünstig hinein. Das sind so die Moment im Leben, wo kurz einfach alles gut ist.

Wie der Sound war kann ich gar nicht sagen, ich stand ja ganz vorne und da war es einfach nur laut. Ich fand sie souveräner und stärker als auf der großen Fest-Bühne und mir sind auch nicht wirklich Verspieler aufgefallen, was bei deren Gitarrensoli ja durchaus mal vorkommen kann. Mag aber auch daran liegen, dass es einfach keinen Platz zum rumrennen/rumhüpfen gab für die Gitarristen.

Ach ja: ich schaffe es natürlich gekonnt und gewohnt charmant die oben genannte Situation zu retten. War eh klar oder?
Ich kaufe ein T-Shirt und bewundere meine fast ausnahmslos gelungenen Konzertfotos, weshalb ich heute mal eins poste!


06.07.2018 | 10:24 » Moderation benachrichtigen
Schöner Bericht und auch mal ein Foto, yeah :cheers:
08.07.2018 | 14:19 » Moderation benachrichtigen
Chelsea Wolfe Hannover

Ein Konzert im Indiego Glocksee ist eine willkommene Gelegenheit sich zu fragen warum da nicht mehr Konzerte sind. Größerer Raum als unten im Cafe und dadurch angenehmeres Klima und besserer Sound. Muss man nicht verstehen warum die meisten Konzerte unten sind......

Vorband Brutus habe ich vor zwei Wochen in Berlin bereits gesehen und geben mir nach zwei Sets und diversen angehörten Songs leider immernoch überwiegend garnix:sad:. Scheint nicht mein Ding zu sein.

Chelsea Wolfe spielt danach überwiegend Songs ihrer letzten beiden Alben "Hiss Spun" und "Abyss". Bei sehr gutem brutalem Sound und schön spooky Licht reißen die vier Musiker ganz schön die Hütte ab. Sehr nüchtern vorgetragene Show ohne viel Ansagen aber das passt gut.... so könnten ruhig alle Wochenenden anfangen.
10.07.2018 | 10:25 » Moderation benachrichtigen
War schon ne Weile her, Napalm Death im April im SO 36. Die Vorbands waren fad und Napalm Death dann ziemlich roh, hatten eine recht spezielle Setlist, die nicht jedem gefiel. Mir schon, und auch der urige und rohe Sound passte meiner Meinung nach sehr gut dazu. Und Barney ging ab wie ein Schnitzel - als ich die Band vor rund 20 Jahren das letzte Mal gesehen habe, war er nicht so wild und aggro auf der Bühne. Hat Spaß gemacht.
12.07.2018 | 12:55 » Moderation benachrichtigen
the national, chvrches &
moses sumney, deap valey, dream wife
linz, donaulände - 11.7.2018

Der fürs gute wetter zuständige war gestern auf urlaub, pünktlich zu geginn um 14:30 (!) beginnt der himmel wieder zu weinen, die anfangs wenigen zuseher hatten aber auch jetzt schon ihren spaß mit dem postpunk-girlpowerrock von dream wife, die vor allem optisch etwas zu bieten hatten: viel farbe in haar und kleidung, spaß in den arschbacken- die dazugehörige musik war ebenso krachig wie simpel. tja. nach 45 minuten war der spuk auch wieder vorbei - und passend zur londoner herkunft kann ich dazu sagen: not my cup of tea.

deap valey im anschluss, 2 frauen, gitarre gesang drums - ich sag nur the white stripes lassen grüßen. musikalisch. optisch waren beide jedenfalls hübscher als jack white. ist live auf jeden fall schwierig, da ja da so einige löcher auftauchen wenn mal ein soli gespielt wird oder man den bass ab und zu vermisst. okaye sache, war schon nett anzuhören.

bei moses sumney tummeln sich dann geschätzt ein dutzend musiker auf der bühne - und das ganze ging dann sehr in die jazz/soul-ecke ... inkl. trompete, mellotron, blinggoldschmuck undsoweiterundsofort. genau SO stell ich mir kamasi washington vor, wenn ich den mal gehört hätte. auf jeden fall sehr verkopft und jamsessionartig. die stimme streichelte dann auch einmal zu oft die zu hohen töne, autsch.

chvrches, die angesagte neoversion des synthpop, danach - immer schön hittig und megaeingängig - aber auf dauer ermüdend. war bzw ist da nicht einer von aereogramme dabei? wenn ja, konnte man das zu keiner sekunde raushören. dann aber (wenig überraschend) doch noch eines der wenigen (musikalischen) highlights von gestern abend - chvrches und kevin kline, ähm, matt berninger performen gemeinsam "my enemy". da war seine stimme noch halbwegs ok ...

chvrches & matt berninger on stage

wetter so lala, geschätzte 5000 besucher - weitaus weniger als im vorjahr bei arcade fire bzw. 2016 bei sigur rós - und dann gings mit birgit und ehegatten ins grande (?) finale zu

the national
endlich mal gesehen, haken drunter, fertig. also wirklich... die songauswahl war seltsam, die band irgendwie lustlos und dazu ein matt berninger am mikro der entweder nicht konnte oder wollte. und das für 74 euro!
höhepunkte: i need my girl, fake empire, bloodbuzz ohio und zum schluß noch terrible love - knappe anderthalb stunden und ein gang ins publikum, aber sonst? ernüchterung. die band wirkte wie frisch auf der straße aufgelesen, mit hässlichen käppchen versehen und auf die bühne geschoben. dazu murmelte berninger die paar texte an die er sich noch erinnern konnte in seinen grauen bart und das neue album kann immer noch wenig. grmbl.
12.07.2018 | 13:12 » Moderation benachrichtigen
Immer ärgerlich, sowas, aber jede Band hat mal einen schlechten Tag. Und es gab ja eine Menge vorher zu sehen, von daher sind die 74 Euro nicht nur für The National gewesen.
12.07.2018 | 13:19 » Moderation benachrichtigen
Quasi 74 Piepen für ein top besetztes 1-Tages-Festival.
12.07.2018 | 13:25 » Moderation benachrichtigen
ich war eigentlich nur wegen the national dort (für chvrches und dem kram davor hätte ich mir keine karte gekauft!), und wenn dann die band zehn minuten vor (!) dem offiziellem zeitplan aufhört & keine lust mehr hat auf eine zugabe oder ähnliches, dann muss ich mir die band bestimmt kein zweites mal geben.
hatte dann auch keine lust mehr auf die aftershowparty mit dj´s und ein paar liveacts (u.a. mit young fathers, die kenne ich aber nur dem namen nach) bis in die morgenstunden. die birgit war ja dort auch noch dabei, vielleicht kann die ja noch ein zwei worte zu sagen?
fazit: ich war schon etwas enttäuscht vom heurigen ahoi! the full hit of summer... für das wetter kann keiner was, aber die vorbands waren weitgehend unbekannt (zumindest meiner person) und the national sind vermutlich keine festivalband?
12.07.2018 | 13:32 » Moderation benachrichtigen
Ich könnte keinen einzigen Song von denen nennen. So Indierock für RomCom Filme?Woas Sois..., 12.07.2018 13:22 #


indierock für paare, die gerne mal einen romantischen arthouse-schnulzenstreifen auf netflix wegschlummern.
auf cd mag ich die ab und an ganz gerne, aber selbst die alten songs waren gestern erst nach und nach zu erkennen - da wurde mir zuviel umgekrempelt. und das nicht auf die gute art ala "neu ist immer besser" sonder auf "komm, wir machen mal, das wird schon irgendwie was brauchbares"...-pmh-, 12.07.2018 13:30 #
13.07.2018 | 09:01 » Moderation benachrichtigen
so, dann kurz noch meine sicht auf das ahoi pop in linz.

ich bin ja erst später gekommen, pünktlich zu moses sumney und den fand ich schon durchaus spannend. etwas sperrig, viel kopfstimme und nichts, was ich mir locker nebenher auf platte anhören würde, aber durchaus ein interessanter act.

das wetter wurde zu meiner ankunft ja gott sei dank besser, weshalb ich dann den auftritt von CHVRCHES so richtig genießen konnte. mein klarer vorteil gegenüber unserem arg enttäuschten peter war ja, dass ich mich ehrlich mehr auf die schottische pop-band getreut hatte als auf the national. sängerin mayberry ist gut gelaunt, scherzt mit dem publikum und hüpft motiviert über die bühne. die songauswahl ist toll, ein hit nach dem anderen, als kleines highlight dann noch das duett mit matt berninger zum gemeinsamen song "my enemy".

nach einer pause ging es dann mit dem vermeintlichen höhepunkt the national weiter, der mich aber (hatte ich aber so erwartet) nicht sonderlich begeistern konnte. ich muss peter recht geben, die setlist war wenig fesselnd, die band wirkte müde und berninger stimmlich nicht auf der höhe, er kam immer wieder an seine grenzen. mitreißend geht anders, unterhalsam auch. ich muss aber sagen, darauf war ich ein stück weit vorbereitet, hatte ich doch schon div. videos von konzerten gesehen, die auf genau das vorbereitet hatten, was eben auch geliefert wurde.
ich mach da einfach einen haken drunter und kann sagen - the national hab ich dann also auch mal live gesehen. danke, das reicht. für mich einfach eine band, die auf cd hervorragend funktioniert und das ist auch ok so.

über den preis des tickets kann ich nicht meckern, es wurde ja ein breites programm geboten und man konnte sich von 14 uhr bis 4 uhr morgens musik reinziehen. und da die band, auf die ich die meiste lust hatte, auch absolut geliefert kann, ist das alles ok für mich.
zur aftershowparty kann ich nicht viel sagen, ich bin nach einem bier dann auch heim, die menschenmenge trudelte sehr langsam erst dort ein und damit verzögerte sich auch der erste act gleich mal nach hinten, weshalb ich keine lust mehr hatte noch zu warten.

zusammenfassend kann man sagen - die kleine popband CHVURCHES hat the national für mich klar an die wand gespielt. bravo!
15.07.2018 | 01:46 » Moderation benachrichtigen
Sooooo zunächst mal vielmals tausendfach auf Knien rumwedelnde Entschuldigung für meine Absenz in den letzten 3 Wochen, aber das Schuljahresende (bzw die 5.-, 4.- und 3.-Letzte Woche des Schuljahres sind immer ein Arsch voller Arbeit und da muss dann die sehr rare Freizeit (zwischen letztem Sonntag und gestern insgesamt nur 18 Stunden geschlafen! Hab's mir extra mal aufgeschrieben!) halt auf Familie und Hausarbeiten verteilt werden. Aber dafür nun wieder mit noch mehr Bock.

Deshalb hier nun mein überfälliger Bericht - gerade für Luna mal OHNE Songtitel :cool: - vom Touché Amoré - Konzert von knapp 2,5 Wochen, der Bericht vom Mission Ready-Festival vor zwei Wochen folgt dann morgen. Ach ja... kommt das mit den Fotos eigentlich an? Dann würd ich noch welche einstellen, bin mir da nie so sicher.

Touché Amoré, Basement, For Them All - 26.06.2018 – Frankfurt, Das Bett (ca. 350 Zuschauer)

Es war schon lange her, dass ich einer Show so entgegen gefiebert habe, wie diesem Jahr. Die Vorfreude war riesengroß, konnte eine reine Hardcore-Show das überhaupt erfüllen? Was sollte man schon sehen, was man vor 20 Jahren nicht schon bei ner Show von SOIA gesehen hat? Oder bei Ignite? Boysetsfire? Stick to your Guns?
Nun ja, zunächst mal das Package – selten haben sich die beiden tourenden Bands und der Local Support so gut ergänzt wie hier. For Them All aus dem Rhein-Main-Gebiet dürften eröffnen und wahrhaftig, sie haben eröffnet. Ihr deutlich am Midwestern-Emo geschulter Punk war ein hervorragender Ausgangspunkt für die danach folgenden Basement mitsamt ihres doch deutlich punkiger ausfallenden Emo, der eine deutlich Smiths-Kante hat, vor allem, was die Refrains angeht. Danach folgten dann die fünf Jungs um die Gitarristen Nick Steinhardt und Clayton Stevens mit ihrem The Wave-HC, der halt doch anders ist, weil mit mehr Black Flag-Anleihen als die Kollegen.
Neben dem Package und der herausragenden Location (das Bett ist wie gemacht für solche kleinen bis mittelgroßen HC-Shows, ohne Wellenbrecher, Bühne kaum ein Meter hoch, von drei Seiten aus einspringbar) war das Publikum ein weiterer Grund für die sich einstellende Zufriedenheit – schon bei For Them All war der Laden gut gefüllt und die guten Songs des Debüts wurden gebührend beklatscht. Bei Basement dann wusste man nicht direkt, dass das hier doch nur der Support-Slot war, denn die Band hatte soviele Zuschauer gezogen, dass man sich kurz gefragt hat, ob dieses Maß an Singalongs, Shouts, Stagediving überhaupt noch übertreffen werden könnte. Doch dann kam der Hauptact und ja – es ging. Dauernd wurde Jeremy Bolm das Mikro aus der Hand gerissen, mitunter konnte man Angst haben, dass er von der Bühne gerissen würde oder es war einfach eine unglaubliche Menge an Menschen, die sich da von der Bühne in die fangbereiten Arme stürzte.
Und damit wären wir auch schon beim letzten Grund, warum das hier bisher eines der besten Konzerte dieses Konzertreichen Jahres geworden ist: Jeremy Bolm. Man fragt sich immer wieder, woher diese Stimme kommt, wenn er den gesamten Backkatalog auf die Bühne schreit – von der Split mit La Dispute (von 2010) über den obligatorischen Opener ~ (von Parting the Sea..., 2011) über die letzten beiden Studioalben (Is Survived By, 2013, und natürlich Stage Four, 2016) bis hin zum neuen Song Green. Jeden Song intoniert er, als wenn sein Leben davon abhinge, sowohl in den lauten als auch in den leisen Passagen hängt man ihm an den Lippen und freut sich dann auch, wenn er in den Pausen mittlerweile mehr spricht als noch vor Jahren. Er hat die schlimme Phase um den Tod seiner Mutter herum sicherlich nicht vergessen, aber er hat sich therapiert. Auf der Bühne. Und hat damit gleichzeitig einige der besten Hardcore-Shows der letzten Jahre beschrieen. In 20 Jahren wird man auf eine andere Hardcore-Band warten und sich fragen, ob die überhaupt so gut sein können, wie diese Show hier. Wie Touché Amoré in Frankfurt, im Bett. Punkt.

« erste Seite | zurück | 388 - 389 - 390 - 391 - 392 | Seite 392 von 392 , 7837 Ergebnisse

Home » Community » Forum » Konzerte & Festivals » Zuletzt besuchtes Konzert