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Die Alben des Jahres 2020

174 Beiträge - 14500 Aufrufe

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17.12.2020 | 08:56 » Moderation benachrichtigen
#4

nadine shah - "kitchen sink" (vö 26.06.)

politisch bzw. sozial motiviert ist nadine shah von jeher, doch auf kitchen sink tritt dies vielleicht so deutlich zutage wie nie zuvor:
die britische liedermacherin, die norwegische und pakistanische wurzeln hat, schafft es mit ihrem vierten album nämlich komplexe themen und alltägliche abgründe in nahezu beispiellos leicht verdaulicher form aufzubereiten.
shah findet in ihren aktuellen kompositionen deutliche worte, unmissverständlich ausgesprochen und dennoch pikanterweise von subtiler überzeugungskraft:
als hybrid aus polit-pop, electro-indie und traditionellen liedformen wächst baby nummer vier mit der zeit und dürfte langfristig nicht ohne weiteres zu überbieten sein, wenn es um aufregende sounds (als referenzen seien an dieser stelle anna calvi oder - wieder - pj harvey genannt) mit inhaltlichem mehrwert geht.
was zu hören wollt ihr auch? ok, bitte: kitchen sink

Zuletzt geändert von -pmh- 17.12.2020 09:01

17.12.2020 | 11:44 » Moderation benachrichtigen
and now for something completely different
die alben, die es leider nicht ganz geschafft haben, aber dennoch eine erwähnung wert sein sollten - honourable mentions:

phantogram - ceremony
jessie ware - what´s your pleasure?
caribou - suddenly
meute - puls
grimes - miss anthropocene
squarepusher - be up a hello
rival consoles - articulation
ólafur arnalds - some kind of peace
phoebe bridgers - punisher
lord tusk - paradise awaits
17.12.2020 | 11:51 » Moderation benachrichtigen
and now for something completely different
die alben, die es leider nicht ganz geschafft haben, aber dennoch eine erwähnung wert sein sollten - honourable mentions:

phantogram - ceremony
jessie ware - what´s your pleasure?
caribou - suddenly
meute - puls
grimes - miss anthropocene
squarepusher - be up a hello
rival consoles - articulation
ólafur arnalds - some kind of peace
phoebe bridgers - punisher
lord tusk - paradise awaits-pmh-, 17.12.2020 11:44 #


Hat die Caribou es bei Dir geschafft zu wachsen? Bei mir lief die (mehrfach) durch ohne das viel hängeblieben ist, vielleicht sollte ich doch noch mal ein Ohr riskieren :confused:
17.12.2020 | 14:58 » Moderation benachrichtigen
and now for something completely different
die alben, die es leider nicht ganz geschafft haben, aber dennoch eine erwähnung wert sein sollten - honourable mentions:

phantogram - ceremony
jessie ware - what´s your pleasure?
caribou - suddenly
meute - puls
grimes - miss anthropocene
squarepusher - be up a hello
rival consoles - articulation
ólafur arnalds - some kind of peace
phoebe bridgers - punisher
lord tusk - paradise awaits-pmh-, 17.12.2020 11:44 #

Mit Phantogram, J. Ware, Squarepusher, Rival Consoles und Ph. Bridgers sind da sehr starke Releases dabei. :bow: Meute ist mir unbekannt, da werde ich bald lauschen... Wie immer, coole Liste!
18.12.2020 | 09:30 » Moderation benachrichtigen
#3

christian löffler - "lys" (vö 20.03.)


Lys bedeutet auf dänisch so viel wie "licht", was für löffler zu seinen grundlegenden inspirations- und ruhequellen gehört. das vierte album wirft dabei auch licht auf eine neue stufe seinem bisherigen künstlerischen schaffen:
in keinem seiner vorherigen werke arbeitete er so viel mit lyrics und eigenen gesangsaufnahmen wie hier. dieser prozess war für ihn spannend und gleichzeitig eine herausforderung, denn er musste öfter als ihm lieb war aus seiner lomfortzone heraustreten - alles in allem hört man aber ab der ersten sekunde des ersten stückes eindeutig, dass Lys ein produkt von Christian Löffler ist:
seine klassischen klackernden, atmosphärisch summenden und eindrücklichen melodien bringen nach wie vor eine leichte schwere mit sich, die tracks sind wie licht & schattenspiele auf der meeresoberfläche oder einem waldboden: löffler stand früh auf, ging joggen und dann direkt ins studio, um zu beobachten, wie sich das licht veränderte – nicht nur im laufe des tages, sondern auch im laufe der jahreszeiten.
diese veränderungen und verschiedenen zustände dienten letztlich als inspiration für die musik:
versailles (hold) startet sehr zart und ruhig, kommt dann in taktgetragene bahnen und nimmt uns an die hand für eine reise ins licht, die uns zu vielen highlights in verschiedenen schattierungen mit unterschiedlichem lichtglanz eines house-kosmos führt, der deep, fragil, unaufgeregt, emotional und intensiv ist.

Zuletzt geändert von -pmh- 18.12.2020 09:34

18.12.2020 | 11:30 » Moderation benachrichtigen
Kurz und schmerzlos meine BestOf für 2020

Wake - Confluence
TAV - Tav
Wayfarer - A Romance with Violence
Show Me A Dinosaur - Plantgazer
Auðn - Vökudraumsins Fangi
Svalbard - When I Die, Will I Get Better?
Elder - Omens
O'Brother - You And I
The Microphones - Microphones in 2020
Hum - Inlet
Turbostaat - Uthlande

Poisonous Birds - We Can Never Not Be All Of Us
Public Memory - Ripped Apparition
Sunda Arc - Tides
Rival Consoles - Articulation
Zola Blood - Two Hearts

A.A.Williams - Forever Blue
Ghostly Kisses - Never Let Me Go
Kelly Lee Owens - Inner Song

Sohn - Live With The Metropole Orkest
Laura Carbone - Live at Rockpalast
18.12.2020 | 12:11 » Moderation benachrichtigen
Wenn ich mich für eine Top 10 entscheiden müsste, käme diese wohl aus dieser Auswahl an Alben aus diesem Jahr (gänzlich ohne bestimmte Reihenfolge versehen):

- Turbostaat - Uthlande
- …Trail of Dead - X: The Godless Void And Other Stories
- Spanish Love Songs - Brave Faces Everyone
- Greg Dulli - Random Desire
- Die Arbeit - Material
- Lowrider - Refractions
- Sky Valley Mistress - Faithless Rituals
- Pearl Jam - Gigaton
- Sparta - Trust The River
- Elder - Omens
- Elephant Tree - Habits
- 1000Mods - Youth Of Dissent
- Oakhands - The Shadow Of Your Guard Receding
- Trixsi - Frau Gott
- Protomartyr - Ultimate Success Today
- Empress - Premonition
- Fontaines D.C. - A Hero's Death
- Girls In Synthesis - Now Here's An Echo From Your Future
- Bob Mould - Blue Hearts
- Deftones - Ohms
- neànder - Eremit
- Metz - Atlas Vending
- Touché Amoré - Lament
- Matt Berninger - Serpentine Prison
- Mr. Bungle - The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo
- Nothing - The Great Dismal
- Eels - Earth To Dora
- Hey Colossus - Dances/Curses
- Vennart - In The Dead, Dead Wood
- Nick Cave - Idiot Prayer: Nick Cave Alone At Alexandra Palace
- King Gizzard & The Lizard Wizard - K.G.

Mal schauen, vielleicht kommt ich noch dazu, die Top 10 zu küren :smile:
19.12.2020 | 00:05 » Moderation benachrichtigen
Aus gegebenem Anlass - Hologrammauftritt bei Böhmi:
"S16" von Woodkid hat sich nach erster Ernüchterung doch gemausert; man darf halt Sturm und Drang kein zweites Mal erwarten - der "The Golden Age"-Nachfolger ist getragener, flächiger, womöglich erwachsener. Das dunkle Geschwister.
19.12.2020 | 00:15 » Moderation benachrichtigen
Hier tauchen wie immer eine Menge Bands auf, von denen ich nie gehört habe :hm:

Mal sehen. Einiges liegt bei mir noch auf der „noch-hören“-Liste.

Ich gebe aber zu - Anreiz zum (Blind-)kauf machen eher ausführliche Texte à la Peter :cheers:
20.12.2020 | 17:52 » Moderation benachrichtigen
Toll und zurück in der Luxusproblem-Ecke: Am Ende bleibt's bei zehn Platten für den Abschluss, aber jeweils zwei paaren sich aufgrund kompositorischer Nähe (und ja, einer der Buddyismen besteht zur Hälfe aus "Marveless" von As Real).
...und wieder mehr 'ne Liste kleiner Namen. #hipsteresque
21.12.2020 | 15:21 » Moderation benachrichtigen
#2

son lux - "tomorrows I & II" (vö 14.08. & 04.12.)


nichts für ungeduldige: Son Lux läuten mit Tomorrows eine neue ara des zuhörens ein , fordern ihre hörer in vielerlei hinsicht - und das gleich dreimal: part III soll im frühjahr 2021 erscheinen, parallel dazu gibt es dann auch das ganze material der drei teile auf cd.
ganz bewusst verweigern sich Son Lux mit ihrem ambitionierten projekt dem waltenden trend, statt opulenter werke nur noch kleine single-happen zu produzieren, die dann besser über die beliebten streamingdienste vermarktet werden können.
doch waren das trio aus l.a. schon immer anders... ihre musik folgte nie gängigen regeln, sondern wirkte oft dekonstruiert und im wahrsten sinne avantgardistisch.
das ist auch auf Tomorrows I & II nicht anders - die satten zwanzig (!) tracks sind im ersten augenblick nur schwer verdaulich; genau wie die themen, um die sie kreisen: wie viele ihrer kollegen stellen auch son lux unbequeme fragen und zielen damit auf den menschlichen egoismus ab - warum schaden wir der natur? warum fügen wir einander immer wieder leid und elend zu?
im gegensatz zu den werken anderer musiker machen die neuen tracks die damit einhergehenden gefühle der zerrissenheit, der trauer und orientierungslosigkeit durch seine präzise, oft bis ins kleinste detail konstruierte, soundkulisse aber auch akustisch erfahrbar. beats und melodien überschlagen sich, brechen von einem moment auf den anderen ab oder driften in konträre richtungen. mal zischen die synthesizer kreischend auf, mal wirken sie geerdet und strahlen harmonie und gar hoffnung aus. ein einzigartiges hörerlebnis, das zum nachdenken anregt - plans we made oder live another life machen das hörbar.

Zuletzt geändert von -pmh- 21.12.2020 15:26

22.12.2020 | 08:41 » Moderation benachrichtigen
#1

daniel avery - "love + light" (vö 26.06.)


averys kunststück ist es, seine betonklötze mit variablen synths, rhythmischer dynamik und nuancierten samples zu mehrschichtigen skulpturen zu modellieren. er sinnt nicht auf stumpfe tanzbarkeit, sondern versteht techno als komplexes genre, das unter dem ständigen puls tiefergehende emotionen vermitteln kann.
thematisch lässt sich das album in zwei Abschnitte einteilen, die den eindruck vermitteln, als würde man tatsächlich eine nacht im club live miterleben: so ist die erste hälfte gefüllt mit pulsierenden beats (man höre dream distortion) und lauten, industriellen synthesizern, die die stickigen innenräume evozieren - dagegen öffnet sich der zweite teil für helle, farbenfrohe naturbilder zwischen downtempo-iDM und postrock, hallenden drums und ruhigeren, fast gespenstische kompositionen...
egal, wie bewegungsreich, verrauscht und ekstatisch die nacht gewesen ist, am ende geht immer die sonne in all ihrer morgendlichen friedlichkeit auf - avery liefert den soundtrack für beide extreme.
22.12.2020 | 11:23 » Moderation benachrichtigen
zur übersicht -->

and now for something completely different
die alben, die es leider nicht ganz geschafft haben, aber dennoch eine erwähnung wert sein sollten - honourable mentions:

phantogram - ceremony
jessie ware - what´s your pleasure?
caribou - suddenly
meute - puls
grimes - miss anthropocene
squarepusher - be up a hello
rival consoles - articulation
ólafur arnalds - some kind of peace
phoebe bridgers - punisher
kruder & dorfmeister - 1995-pmh-, 17.12.2020 11:44 #


die zehn, die es geschafft haben:
agnes obel - myopia
howling - colure
autechre - sign & plus
fiona apple - fetch the bolt cutters
robot koch - the next billion years
four tet - sixteen oceans
nadine shah - kitchen sink
christian löffler - lys
son lux - tomorrows I & II
daniel avery - love + light
22.12.2020 | 17:44 » Moderation benachrichtigen
10 . Black Curse - Endless Wound


Der Chef nervt dich? Der Lockdown geht dir nur mehr am Arsch? Keiner mag dich und dein Leben ist eine einzige Misere? Dies ist dein Soundtrack.
22.12.2020 | 17:50 » Moderation benachrichtigen
Converge hatten wir doch schon.

Ok, ich werd's mal checken.
Bands, deren Namen mit Black beginnen, hab ich eh noch nicht so viele.
22.12.2020 | 19:53 » Moderation benachrichtigen
#1
daniel avery - "love + light" (vö 26.06.)

averys kunststück ist es, seine betonklötze mit variablen synths, rhythmischer dynamik und nuancierten samples zu mehrschichtigen skulpturen zu modellieren. er sinnt nicht auf stumpfe tanzbarkeit, sondern versteht techno als komplexes genre, das unter dem ständigen puls tiefergehende emotionen vermitteln kann.
thematisch lässt sich das album in zwei Abschnitte einteilen, die den eindruck vermitteln, als würde man tatsächlich eine nacht im club live miterleben: so ist die erste hälfte gefüllt mit pulsierenden beats (man höre dream distortion) und lauten, industriellen synthesizern, die die stickigen innenräume evozieren - dagegen öffnet sich der zweite teil für helle, farbenfrohe naturbilder zwischen downtempo-iDM und postrock, hallenden drums und ruhigeren, fast gespenstische kompositionen...
egal, wie bewegungsreich, verrauscht und ekstatisch die nacht gewesen ist, am ende geht immer die sonne in all ihrer morgendlichen friedlichkeit auf - avery liefert den soundtrack für beide extreme.-pmh-, 22.12.2020 08:41 #

genau, dream distortion! und darlinn ist für mich der zweite hit. die erste hälfte gefällt mir auch insgesamt besser.

von deinen top20 wären dieses album, ólafur arnalds und eventuell die rival consoles bei mir noch im rennen, sollte ich mich tatsächlich zu einer eigenen topliste entschließen. so etwa zwei drittel deiner liste hab ich auch getestet, schlecht fand ich davon nix tatsächlich nur son lux. mit denen war das jetzt wohl mein letzter versuch, kann ich leider nach wie vor gar nix mit anfangen.
23.12.2020 | 16:10 » Moderation benachrichtigen
09. True Body - Heavenly Rhythms For The Uninitiated


Hartes Rennen dieses Jahr um meine Thronplatzierung in Sachen Postpunkrevival. Wo mir Fontaines D.C. genau nix gibt, haben sich Spectres , Death Bells und auch True Body in mein Herz, letztere auch in die Top 10 gespielt.
23.12.2020 | 16:25 » Moderation benachrichtigen
09. True Body - Heavenly Rhythms For The Uninitiated

Spectres und Death Bells mag ich sehr, da muss ich doch die Tage gleich mal reinhören.
Hartes Rennen dieses Jahr um meine Thronplatzierung in Sachen Postpunkrevival. Wo mir Fontaines D.C. genau nix gibt, haben sich Spectres , Death Bells und auch True Body in mein Herz, letztere auch in die Top 10 gespielt.JustusMeinFreund, 23.12.2020 16:10 #

Spectres und Death Bells mag ich sehr, da muss ich doch die Tage reinhören. :cheers:
23.12.2020 | 18:11 » Moderation benachrichtigen
das diesjährige album der kanadischen spectres (die britischen hatten im herbst ja auch ein neues) ist ihr bisher mit abstand bestes! mochte die immer ganz gern, aber derart große erwartungen hatte ich eigentlich nicht, haben echt nochmal überrascht. erinnern mich in den ruhigeren stücken bisweilen gar an die chameleons, was ja eher eine seltenheit ist, dafür umso lieber gehört wird.

dagegen konnten mich weder death bells noch true body besonders überzeugen, fand ihre alben eigentlich nur okay. werde mich aber bei beiden nochmal vergewissern.

soft kill rangieren bei mir im postpunk momentan auf rang zwei.
24.12.2020 | 09:34 » Moderation benachrichtigen
Soft Kill haben mich mit ihrem stetigen Ausstoß an Releases bisher immer abgeschreckt. Discogs listet für 2020 alleine 3 full-length Alben. Sowas mag ich nicht.

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