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ich denk grad...die Musikversion

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07.04.2021 | 12:00 » Moderation benachrichtigen
Pablo Honey ist nicht per se schlecht, aber sehr in seiner Zeit verankert und war auch nicht wirklich rausstechend aus der britischen Musik damals.

The Bends hat da schon deutlich mehr Eindruck hinterlassen und zum ersten Mal diese "haunting" Amosphäre eingefangen, da noch gepaart mit eher klassischem Schönklang. Dennoch ein gutes Album.

OK Computer ist super und bleibt es auch. Und - das wird gern unterschlagen - die elektronischen Klangversuche waren hier in Details schon vorhanden, "Climbing Up The Walls" sag ich nur.

Kid A war für die Entwicklung extrem wichtig, ich bin jetzt aber mal ehrlich: In Gänze hat mich das Album nie gepackt. Ein Song wie "How To Disappear Completely" ist absolut fantastisch und auch die Freejazz-Sachen auf (für Radiohead-Verhältnisse) Uptempo in "The National Anthem" wirken frisch. Ich liebe "Idioteque" und auch "Everything..." und mag "Optimistic". Aber ich kann bis heute nichts mit dem Titeltrack und "Treefingers" anfangen. "In Limbo" und "Morning Bell" (bessere Version auf Amnesiac) sind okaye Songs, mehr nicht. "Motion Picture Soundtrack" ist zwar schön wirkt aber entrückt und dem Album nicht zugehörig. So halbe halbe, würde ich mal sagen.

Amnesiac ist für mich das bessere Kid A, auch wenn mich das Album zum Ende hin verliert. Eine Kombination von dem Ding und Kid A, mit den besten Songs, wäre für mich wohl auch das beste Radiohead-Album.

Hail To The Thief war dann die Vermählung und auch von meiner Seite etwas Erleichterung, dass die Band nicht ab jetzt Techno macht. Dafür viel Material mit coolen Experimenten, wenn auch nicht alles Gold ist. Einziges Ärgernis: Die Studioversion von "The Gloaming" stinkt gegen die Livedarbietung maximal ab, die hat nämlich nicht den geilen Basslauf von Colin. Ausserdem: Mit die besten B-Seiten ("Paperbag Writer").

In Rainbows hat einige ihrer besten Songs und ist auch in Gänze sehr cool vom Pacing her. Könnte mich in den Arsch beissen, dass ich damals nicht die 2-CD-Version geholt habe. Ist ja heuer kaum noch zu bekommen.

King Of Limbs ist klar die Schwächste. Es gibt 3 Songs zu denen ich regelmässig zurück komme: "Lotus Flower" wegen dem hypnotischen Rhythmus, "Codex" wegen der Stimmung und "Separator" wegen dem schönen Ende. Der Rest ist okay, aber bei Weitem nicht nennenswert im direkten Vergleich z.B. zum Vorgänger. Die Band hat wohl auch den Fehler gemacht, das Album zu früh rauszuhauen. Direkt im Anschluss kamen ja mit "Staircase", "The Daily Mail", "The Butcher" und "Supercollider" gleich noch 4 Songs raus. Die hätte man in die Tracklist einpflegen oder andere Sachen damit ersetzen können (kein Mensch braucht "Feral"). So bleibt halt nicht viel über von 8 Songs.

A Moon Shaped Pool ist mir dann im Gegensatz zu Woas überhaupt nicht egal, es ist für mich nah dran am "In Rainbows"-Niveau. Das Ding fühlt sich ein wenig an wie eine Compilation, weil da einige Songs darunter sind, die die Band teils schon seit Jahren (mitunter in anderen Versionen) im Repertoire hat und sogar live spielte. Ändert aber nichts daran, dass ich nach dem mauen Vorgänger einfach wieder echt deepe feelings hatte hierbei.

Zuletzt geändert von Powder To The People 07.04.2021 12:05

07.04.2021 | 12:01 » Moderation benachrichtigen
*Doppelpost
07.04.2021 | 12:13 » Moderation benachrichtigen
Danke für die ausführliche und interessante Meinung Powdi (auch anderen die was dazu geschrieben haben: danke)
07.04.2021 | 12:14 » Moderation benachrichtigen
Danke für die ausführliche und interessante Meinung Powdi (auch anderen die was dazu geschrieben haben: danke)Nathanael_x, 07.04.2021 12:13 #


Auf den Punkt gebracht .
07.04.2021 | 12:18 » Moderation benachrichtigen
Wer Kid A sagt, muss auch Kid B (Amnesiac) sagen - für mich gehören die einfach zusammen. Hail to the Thief war meine erste Berührung und Initialzündung mit Radiohead, deshalb ist sie noch heute mein klarer Fav.Donnerjakob, 06.04.2021 11:58 #

Jetzt bin ich mal durch mit der Amnesiac.
Das mit Kid B kann ich gut verstehen, die zwei sind wirklich fast aus einem Guss.
Also Daumen hoch schon mal.
Im Moment bleib ich aber doch etwas lieber bei Kid A - die kommt mir doch noch ein bisschen experimenteller vor, oder nenen wir es meinetwegen abgedrehter.
Ansonsten ist das ganz meine Richtung, auf der Hail nimmt mir doch die Elektronik einen zu großen Anteil ein. Das finde ich immer gewöhnungsbedürftig bzw klappt dann nicht so bei mir.
:hi:
07.04.2021 | 12:30 » Moderation benachrichtigen
Apropos: Hat einer von euch die Collectors Edition von Amnesiac? Die zweite CD hat ja nochmal 7 neue Songs, und ein paar davon auf Youtube klangen nicht übel.

Edith: Ok, hatte grad echt Glück, auf Amazon war noch eine Gebrauchte im Angebot. Gehört also bald zum Eigentum.

Zuletzt geändert von Powder To The People 07.04.2021 12:33

07.04.2021 | 15:41 » Moderation benachrichtigen
Pablo Honey ist nicht per se schlecht, aber sehr in seiner Zeit verankert und war auch nicht wirklich rausstechend aus der britischen Musik damals.Powder To The People, 07.04.2021 12:00 #

Ich schätze die musikalische Laufbahn von Radiohead sehr, dass ich ihnen auch den Versuch verzeihe auf Pablo Honey wie eine amerikanische Indie-Rock-Band zu klingen. Oasis klauten von den Beatles, den Stones, The Who, The Kinks, einem Coca-Cola Spot von 1971 (It's the real thing) und hatten damit mehr Erfolg (ohne aus all den genannten mit künstlerischer Begabung herauszustechen).

In Rainbows hat einige ihrer besten Songs und ist auch in Gänze sehr cool vom Pacing her. Könnte mich in den Arsch beissen, dass ich damals nicht die 2-CD-Version geholt habe. Ist ja heuer kaum noch zu bekommen.Powder To The People, 07.04.2021 12:00 #

Ich bin ja erst mit Hail To The Thief bei Radiohead eingestiegen und beim nachhören ihres Backkatalogs fiel so stark auf, dass sie diesen unaufhörlichen Drang haben von Album zu Album immer eigenartiger, experimenteller und herausfordernder zu werden, dass mich In Rainbows dann doch eher enttäuscht hat. Songs wie House of Cards geben mir bis heute nichts und erfolglos suchte ich nach Perlen vom Kaliber There There.

Die hätte man in die Tracklist einpflegen oder andere Sachen damit ersetzen können (kein Mensch braucht "Feral"). So bleibt halt nicht viel über von 8 Songs.Powder To The People, 07.04.2021 12:00 #

Doch, ich. Innerhalb dieser einfachen Elemente gibt es Dinge die nebeneinander laufen, die ich noch nie zuvor auf die gleiche Weise gehört habe.
07.04.2021 | 17:53 » Moderation benachrichtigen
Aber ich kann bis heute nichts mit dem Titeltrack und "Treefingers" anfangen.Powder To The People, 07.04.2021 12:00 #

treefingers fand ich eigentlich immer schon ziemlich gut.
08.04.2021 | 17:24 » Moderation benachrichtigen
Da es eh um Radiohead geht: hier ist die live bzw. Session Version von "Weird Fishes/ Arpeggi" (einen meiner Liebslingssongs von denen) von In Rainbows.

09.04.2021 | 00:19 » Moderation benachrichtigen
Ich mochte The bends und OKC echt gern, bin wegen denen noch lange dran geblieben, obwohl mir diese Experimentelle nie gefiel und irgendwann zuviel wurde. Ich kenne auch nur die beiden wirklich gut, die anderen bekamen nach und nach immer weniger Durchgänge. Je mehr Experiment desto weniger Spielzeit.
10.04.2021 | 02:18 » Moderation benachrichtigen
Nuff said!
01.08.2021 | 21:53 » Moderation benachrichtigen
Ich habe mich mit Saga nie näher beschäftigt.

Dass ein Album (aus den 80ern) von denen Worlds Apart heißt, genauso wie das von mir extrem hoch geschätzte "Worlds Apart" von Trail of Dead und, dass es sich sehr grob betrachtet um das gleiche Genre - Progrock handelt hat mich neugierig gemacht.
01.08.2021 | 23:56 » Moderation benachrichtigen
Die Musik ist kaum vergleichbar. Die Fanbasis von AYWKUBTTOD dürfte hier viel größer sein. Ich mag allerdings die ersten Saga-Platten, bevor sie kein Vinyl mehr gemacht haben. Wenn du einen Einblick mit einer Platte haben möchtest, empfehle ich In Transit, ein Livealbum mit den besten Sachen und alles sehr studionah eingespielt. Dürfte ausserdem auf jedem Flohmarkt für kleines Geld zu bekommen sein.
02.08.2021 | 10:07 » Moderation benachrichtigen
Danke für die Auklärung Cracker. Ich gucke mal was ich kriege.

Ich denke gerade:

Ich bin mir sicher: das vierte Album ist das schwierigste. :klugscheiss: Da fällt es mir auf, dass viele Bands Probleme bekommen.

Beispiele für Künstler deren viertes Album nicht unbedingt ein Reinfall ist aber halt nicht mehr so gut wie die ersten drei:

Muse, Bloc Party (ich mag auch Intimacy), Blood Red Shoes, Tori Amos (die ersten drei sind Überalben), Dredg, A Perfect Circle (ich mag Emotive), Foo Fighters (One by One ist nicht schlecht aber nicht so gut wie TCATS und TINLTL), Sparta, Dream Theater (als fünftes Album folgte dann immerhin das Meisterwerk Metropolis Pt. 2), The Strokes, Queens of the Stone Age (auch Lullabies to Paralyze macht mir viel Spaß aber es ist nicht mehr das was wir auf den ersten drei Alben gehört haben), Deftones, Oasis (wobei ich Standing on the Shoulder of Giants nicht so schlecht finde, dass ich es wie die NME zu den schlechtesten Alben aller Zeiten zählen würde), Franz Ferdinand, Richard Ashcroft solo, The Verve, Rage against the Machine, Death Cab for Cutie (wenn man das Durchbruchsalbum Transatlanticism als erstes Album zählt kommt der Qualitätsabfall mit Codes & Keys, dem vierten Album, ist nicht ganz richtig aber ich zähle die mal dazu)

Zuletzt geändert von Nathanael_x 02.08.2021 10:20

02.08.2021 | 10:42 » Moderation benachrichtigen
Gute These. Ich hatte immer das Gefühl, das dritte Album sei da schwierigste. Beim ersten haben die Bands ihr Ursprungsmaterial, beim Zweiten noch genug Schwung (und Reste), ab da (glaube ich als passiver Musiker) zeigt sich‘s, wo die Reise hingeht.

Ab dem dritten haben die Bands ihren Sound entweder gefunden , oder sich verloren und tun sich schwer damit sich neu zu erfinden. Deshalb klingen die folgenden zwar gut, generieren aber nicht mehr dieses Wow-Gefühl beim Hörer. Das empfinde ich so bei einigen der von dir aufgezählten Bands.
02.08.2021 | 10:51 » Moderation benachrichtigen
tatsächlich interessante these, werd ich mir mal genauer anschauen. mir fallen allerdings auf anhieb vier ältere bands ein, bei denen das schon mal nicht zutrifft:

the cure - pornography
the clash - sandinista!
U2 - the unforgettable fire
new model army - thunder and consolation
02.08.2021 | 12:20 » Moderation benachrichtigen
Was ist da deine Argumentation:
Die sind schon vorher schlechter geworden, oder nie schlechter?

Leider zählst du Bands/Alben auf, die ich mangels Wissen nicht bewerten kann

Zu meinem Post viel mir noch ein, dass gerne auf dem zweiten Album noch etwas experimentiert wird, bevor dann der Sound auf dem dritten verfestigt, oder verloren wird.

Hierzu fallen mir ein:
ratm
Silverchair
Bush
02.08.2021 | 12:59 » Moderation benachrichtigen
alles vierte alben, alles mit die besten, die sie gemacht haben.
02.08.2021 | 13:09 » Moderation benachrichtigen
Ich finde bei The Cure trifft Amanos These zu, dass sie auf ihren dritten Album Faith ihren Sound gefunden haben. Pornography bleibt für mich gebietsweise unhörbar, auch wenn bei vielen Fans die Meinung kursiert, dass sie ab da heiligen Boden betraten.
02.08.2021 | 13:14 » Moderation benachrichtigen
nattys these!

bzgl the cure kann ich mich nur wiederholen:
01 disintegration
02 faith
03 pornography
04 wish
05 wild mood swings

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