12 Autor: Dennis Plauk

AC/DC - Rock Or Bust

Rock Or Bust

Wo AC/DC draufsteht, steckt weiterhin AC/DC drin. Trotzdem hat der Ausstieg von Malcolm Young deutliche Spuren hinterlassen.

Die Vorzeichen standen gut, den traurigen Umständen entsprechend: AC/DCs demenzkranker Rhythmusgitarrist und Hauptsongwriter Malcolm Young wird von seinem Neffen Stevie ersetzt, das Ergebnis ist das kürzeste Album der über 40-jährigen Bandgeschichte. 35 Minuten, das klingt nach AC/DC in Reinkultur. Nach der Quintessenz, dem Destillat, vielleicht sogar nach einem knackigen letzten Statement vor der verdienten Pensionierung. Und eben nicht nach „Länger hätte man das auch wirklich nicht gebraucht“. Doch so ist es gekommen. Mit Rock Or Bust haben AC/DC Malcolm Young ein Denkmal gebaut – aber anders, als man denkt, weil man an allen Ecken und Enden merkt, wie sehr er fehlt. In Stücken wie Miss Adventure, Rock The House oder Baptism By Fire wartet man vergeblich auf den zündenden Moment, den einen Geistesblitz, der bei keiner Band mehr über Wohl und Übel entscheidet als bei den heißgeliebtesten Innovationsverweigerern der Rockgeschichte. Stattdessen antworten AC/DC mal mit einem Led-Zeppelin-Riff, mal mit einem Hendrix-Intro, und das kann es ja auch nicht sein. Eine knochentrockene Produktion, wie sie die Band bis einschließlich Highway To Hell fuhr, hätte den Schaden womöglich begrenzt. Stattdessen hat Brendan O’Brien die Losung „Mehr ist mehr“ ausgegeben – mit der Konsequenz, dass nun Angus Youngs ohnehin sonderbar kurz geratene Solos permanent von Chören überlagert werden. Immerhin: Brian Johnsons Stimme hält ihnen an jeder Stelle Stand – drei Jahre vor seinem 70. Geburtstag.

Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 7.0/12

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Kommentare (12)

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 25.11.2014 | 16:23

Was ist denn DAS bitte für ein LAUSIGER Review?

Da wird kein gutes Haar an der Platte gelassen, sondern nur rumgemosert.

Herr Dennis Plauk, wie lange haben sie gebraucht, diesen "Artikel" zu schreiben? 5 Minuten glaube ich. Plus 35 Minuten, die CD anzuhören, wenn sie sie wirklich ganz gehört haben. Ich habe sie noch nicht gehört, muss ich dazu natürlich sagen.

Ich will nicht leugnen, das ich großer AC/DC Fan bin. Mir haben die beiden, bislang veröffentlichten Songs, "Play Ball" und "Rock or Bust" sehr gut gefallen. Die bekommen von mir 10 von 12 Punkten.

Beide Songs werden nicht mit einer einzigen Silbe erwähnt.

35 Minuten sind kurz, da hatte Black Ice doch deutlich mehr zu bieten, dahingehend gebe ich ihnen recht.

Was die "Mädchenchöre" angeht..... o_O sowas würde mich in einem AC/DC Song ziemlich wundern.... mal abwarten bis zum 28sten, dann werde ich ja sehen, ob es nicht doch zu mehr als 6 / 12 Punkten reicht.

Und ja, Geschmäcker sind verschieden.

Avatar von häxe73 häxe73 26.11.2014 | 14:08

Für Franc_Frantic
Die Vorzeichen standen gut, den traurigen Umständen entsprechend: AC/DCs demenzkranker Rhythmusgitarrist und Hauptsongwriter Malcolm Young wird von seinem Neffen Stevie ersetzt, das Ergebnis ist das knackigste Album der über 40-jährigen Bandgeschichte. 35 Minuten, das klingt nach AC/DC in Reinkultur. Nach der Quintessenz, dem Destillat, vielleicht sogar nach einem knackigen letzten Statement vor der verdienten Pensionierung. Und so ist es gekommen. Mit Rock Or Bust haben AC/DC Malcolm Young ein Denkmal gebaut – Ein Denkmal für die Ewigkeit im Rockolymp. In Stücken wie Miss Adventure, Rock The House oder Baptism By Fire wartet man nicht lang auf den zündenden Moment, denn die Stücke gehen ab wie Luzy. Keine Spur von Innovationsverweigerung, stattdessen antworten AC/DC mal mit einem Led-Zeppelin-Riff, mal mit einem Hendrix-Intro, und das Ganze wie in Ihren besten Zeiten. Keine knochentrockene Produktion, wie sie die Band bis einschließlich Highway To Hell fuhr, sondern Brendan O’Brien hat die Losung „Mehr ist mehr“ ausgegeben – mit der Konsequenz, dass nun Angus Youngs geniale Solos ab und zu geschmackvoll von Mädchenchören überlagert werden. Ausserdem: Brian Johnsons Stimme hält ihnen an jeder Stelle Stand – drei Jahre vor seinem 70. Geburtstag.

Gehört hab ich das Album übrigens auch noch nicht. Aber über Geschmack lässt sich doch nicht streiten.

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 26.11.2014 | 16:06

@ Häxe73:

=D

Da hast du dir aber Mühe gegeben! Fast hätte ich die Änderungen übersehen und einfach nur mit "WTF" kommentiert.^^

Ob ich mir jetzt verspottet oder getröstet vorkommen soll, das weiß ich nicht so genau, ich befürchte ersteres. =D

So einem übertriebenem Review hätte man wohl auch kaum getraut, wobei es natürlich super wäre, würden AC/DC ihr bestes Album aller Zeiten abgeliefern.

Kritisiert habe ich im Übrigen nur den (fast) rein negativ gehaltenen Verriss und nicht den Geschmack von Dennis Plauk.

Play Ball und Rock or Bust sind gute Songs, der Meinung werden sich sicher einige AC/DC Fans anschließen, aber eben jene Songs werden nicht mal erwähnt.

Vielleicht ist Dennis Plauk ja auch kein AC/DC Fan, dann hat die falsche Person das Album bewertet.

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 26.11.2014 | 18:48

Hmmm,

ich bin kein Visions Leser und kenne die Maßstäbe der Zeitschrift nicht.

Ein langjähriger Leser teilte mir eben mit, Dennis Plauk sei einer der renommiertesten Kritiker im Bereich Rock, etc.

Er meinte, der Review sei nüchtern und fair.... oO

Ich bin wohl leider nicht intelligent genug, das zu erkennen.....das meine ich tatsächlich ernst, ich bin Arbeiter und nicht studiert und übersehe da vielleicht versteckte Nuancen. Noch dazu bin ich wirklich ein Fanboy.

Ich fasse aber zusammen:

- Und eben nicht nach „Länger hätte man das auch wirklich nicht gebraucht“. Doch so ist es gekommen

-haben AC/DC Malcolm Young ein Denkmal gebaut – aber anders, als man denkt, weil man an allen Ecken und Enden merkt, wie sehr er fehlt.

-wartet man vergeblich auf den zündenden Moment, den einen Geistesblitz

-antworten AC/DC mal mit einem Led-Zeppelin-Riff, mal mit einem Hendrix-Intro, und das kann es ja auch nicht sein. (Warum nicht?........)

-Eine knochentrockene Produktion.....hätte den Schaden womöglich begrenzt

-dass nun Angus Youngs ohnehin sonderbar kurz geratene Solos permanent von Mädchenchören überlagert werden

+ Immerhin: Brian Johnsons Stimme hält ihnen an jeder Stelle Stand

Nach meinem Empfinden bleibt unter dem Strich da nichts positives, ausser dem letzten Satz.

Desto mehr wundert mich der "Platte der Woche" Award , ich wusste nicht das das eine Auszeichnung ist, sondern ich dachte, das ist halt die Platte der Woche aufgrund einer besonderen Aktualität.

Und nach Aussage des Visions Lesers sind 6 von 12 Punkten für eine AC/DC Platte eine EHRUNG der Platte, er habe mit 1 / 12 gerechnet.

Weil z.b. besonders in der Visions Kritik gelobte Alben auch nur 8 oder 9 (Radiohead) Punkte bekommen haben.

Ich kannte auch diese Besonderheit der Wertung nicht. Nach Milchmädchenrechnung sind 50% (6 / 12 für Rock or Bust) gerade mal eine
4- in der Schule.

Und auch der Zusammenhang zwischen der "Ehrung" 6 / 12 und Platte der Woche und dann so einem (von mir empfunden) negativen Kommentar entgeht mir komplett.

Ich halt also die Fresse und warte eben auf Freitag, da kann ich mir selbst ein Bild machen. =)

Avatar von häxe73 häxe73 27.11.2014 | 10:26

Hallo Franc_Frantic, ja mein Review für Dich war aus Ironie. Was mich belustigt hat an Deiner Beschwerde ist nicht das du AC/DC-Fan bist und Deine Band verteidigst, sondern die Tatsache das Du Dich über die Beurteilung beschwerst ohne das Album gehört zu haben.
Reviews sind Subjektiv und ich bin auch nicht immer Einverstanden mit dem was die Redakeure so von sich geben.
Ich hab auch nichts gegen AC/DC, ganz nebenbei bemerkt.

Die Redakteure von Visions Online könnten Dir zwar besser Auskunft geben aber soweit ich das Verstanden habe hat der "Titel" Platte der Woche auf Visions.de nicht nur mit einer Bewertung der Platte in musikalischer Hinsicht zu tun. Die Wichtigkeit einer Band (was bei AC/DC keine Frage ist) z.B spielt hier u.a. eine Rolle. Das die neue AC/DC also 6/12 erhalten hat bedeutet nicht automatisch das alle anderen Neuerscheinungen noch schwächer sind.
Viel Spaß am Freitag beim Hören der neuen AC/DC.

Avatar von Dennis Plauk Dennis Plauk 27.11.2014 | 13:08

Hallo zusammen,
ich verfolge die Diskussion hier als Autor der Review natürlich mit großem Interesse. Geschmack ist immer subjektiv, klar. Trotzdem ein paar Worte zur Klärung:

1) Platte der Woche heißt bei uns nicht zwangläufig die qualitativ beste Platte der Woche, sondern die für uns wichtigste. Und das stellt ein neues AC/DC-Album, erst mal unabhängig von der Qualität, in jedem Fall dar. Die Relevanz der Band kann man z.B. auch am Umfang von History & Interview in unserer neuen Ausgabe ablesen - ganze 16 Seiten!

2) Damit zusammenhängend: Viele von uns in der Redaktion sind AC/DC-Fans, ich selbst auch. Ich habe mich extrem gefreut, Angus Young und Cliff Williams zur neuen Platte interviewen zu können - so oft bietet sich die Chance ja nicht. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass ich die neue Platte großartig finde. Ich finde sie okay. Ganz gut. Nicht so gut wie zuletzt Black Ice, stärker sicherlich als vieles, das von den Jungs seit Mitte der 80er erschienen ist. 6/12. Das ist in meinen Augen die richtige Bewertung. Die schlechteste überdurchschnittliche Note, die wir haben, wenn man so will.

3) Bei der Bewertung von AC/DC-Alben geht es natürlich auch immer um eine gewisse Verhältnismäßigkeit. Relativ gesehen, also als "Alterswerk", ist Rock Or Bust sicher besser als 6/12, eher 8/12. Aber absolut gesehen - also im Vergleich mit ALL ihren Alben - kann es Meisterwerken wie Powerage, Highway To Hell oder Back In Black dann doch nicht ansatzweise das Wasser reichen. Das meine ich mit Verhältnismäßigkeit. Wenn jemand hier schreibt, er hätte Black Ice damals 10 von 12 möglichen Punkten gegeben, dann würde mich schon interessieren, was die wirklichen, o.g. Meilensteine der Band für eine Wertung verdient hätten. 15 von möglichen 12 Punkten? :)

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 27.11.2014 | 17:31

Ich habe das Album schon heute erhalten und mehrfach gehört, um mich an einer eigenen Einschätzung zu versuchen. =)

Aber zuerst möchte ich auf die anderen Posts eingehen.

@häxe73

Nein, ich hatte natürlich das Album nicht gehört, im Prinzip war es nur blanke Wut, das der Review nur einen einzigen positiven Satz enthielt. =)

Ich kannte aber wie gesagt, Play Ball und Rock or Bust und diese beiden Tracks machten eindeutig mehr Hoffnung, die der Review plattbügelt.

Ich habe den Review mehreren, auch Nicht-AC/DC Fans, gezeigt (ohne sie mit der Diskussion hier vorzubelasten) und das Fazit war einstimmig: Der Review, so wie er oben steht, ist ein Verriss und sagt "Hände weg von der SCheiße!"

@Dennis Plauk

Meine Wortwahl im ersten KOmmentar war von Wut geprägt, das tut mir leid.

Umso mehr schätze ich es, das sie sich hier detailliert äußern.

Zitat: "Ich finde sie okay. Ganz gut. Nicht so gut wie zuletzt Black Ice, stärker sicherlich als vieles, das von den Jungs seit Mitte der 80er erschienen ist."

Warum haben sie den Review nicht SO geschrieben, von der Grundaussage her, meine ich, SO wie es ihre tatsächliche Meinung ist??? Das verstehe ich nicht!!!

Lesen sie ihren Review noch einmal durch und vergleichen sie ihn mit ihren eigenen Worten aus dem Zitat.

Ihr Review spiegelt diese ihre Meinung nicht ansatzweise wieder!

Ich kann mir das nur so erklären, das das Album ihre Vorfreude sehr enttäuscht hat und die "frische" Enttäuschung in den Review mit einfloss.

Sie haben meinen Kommentar etwas missverstanden: Ich habe nicht "Black ICE" mit 10 / 12 Punkten bewertet , sondern Play Ball und Rock or Bust als Einzelsongs.

Allerdings gibt es da (die Alben) Back in Black und Highway to Hell, die hätte ich tatsächlich mit 15 / 12 bewertet. =)

Recht gebe ich ihnen, Rock or Bust ist lange nicht so gut wie die Klassiker. Wer erreicht schon die Güte seiner absoluten Sternstunden....

Ich stimme auch der Einschätzung zu, "ist okay, ganz gut." Absolut.

Wegen dem Review oben bin ich trotzdem böse. =) Auch wenn ich in einigen Details zustimme.

Und sie haben ein Wort in ihrem Review geändert. "Mädchenchöre" in "Chöre"! =P

Diese Chöre werden auch ein Kritikpunkt in meiner Bewertung sein. Ich vermute mal, der Producer hat Brian Johnson "gelayert" und es durch einen Choruseffekt gejagt. ......JAGEN würde ich IHN dafür gerne!

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 27.11.2014 | 20:11

Review zu AC/DC "ROCK OR BUST"

Ein neues AC/DC Album! 6 Jahre hat es gedauert! Ich habe mich wie Bolle gefreut, so traurig ich auch über Malcolms Krankheit bin.

AC/DC ist seit 40 Jahren die beste Band der Welt! Nach eigener Aussage und mit meiner Zustimmung dazu!

"Rock or Bust" ist leider nicht das beste Album der Welt. Es ist ein Album, auf dem sich einige gute Tracks finden, auf dem aber auch einige Missgriffe von der Produzentenseite begangen wurden. Es ein solides AC/DC Album, nicht mehr aber auch ganz sicher nicht weniger! Ich freue mich und ich hoffe, viele viele Fans auch.

Die Songs:

I. ROCK OR BUST

Der Eröffner macht gut Dampf, man möchte "Rock or Bust" mit geballter Faust mitgröhlen. Das Riff rockt, auch wenn es an "Nervous Shakedown" vom "Flick of the Switch" erinnert. 100% AC/DC steht drauf und ist drin. Würdig!

8 / 12 Punkte

II. PLAY BALL

Schwungvoller als der Eröffner geht es weiter. Die Riffs haben einen klasse Groove, der Refrain geht ins Ohr, das Solo ist kurz aber rockt!
Sound und Komposition sind perfekt abgestimmt, Brian ist in Hochform, es passt einfach alles.
Gute Laune! Für mich, hauchdünn hinter "Dogs of War", der zweitstärkste Track des Albums.

9 / 12 Punkte

III. ROCK THE BLUES AWAY

Rock the Blues away ist ein bisschen ein zahnloser Tiger. Das Riff wirkt ein wenig ideenlos Er nimmt erst ein wenig mehr Fahrt auf, als es auf den Refrain zugeht. Der Refrain ist dann aber wieder nicht hart, oder krisp genug für einen AC/DC Song. Erst ab 2:30 kommt der Track richtig zur Sache. Keine Katastrophe, aber an diesen Song werden sich AC/DC Fans nicht lange erinnern. Durchschnitt!

4 / 12 Punkte

IV. MISS ADVENTURE

Miss Adventure will dagegen von Anfang an richtig losrocken. Der markante "NaNaNAAANa" Chor spielt ein wenig mit guten Thunderstruck Erinnerungen. Phil Rudd geht ab wie ein Zäpfchen, die Riffs arbeiten wieder mit den wichtigen Pausen. Es kracht. Dann kommt der Refrain. Ja, dann kommt er. Das langezogene, hundertfach gelayerte, "Miss Adväääääntschure" hat Nervpotential. Ich bezweifele, das Stevie und Cliff so backgroundshouten können. =D
Ohne den Refraineffekt wäre es ein richtig geiler Track, der "Play Ball" hätte Konkurrenz um die Spitzenwertung machen können. Trotzdem rockt der Track ordentlich und ist eine deutliche Steigerung zu "Rock the Blues away". Schade!

6 / 12 Punkte

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 27.11.2014 | 20:11

V. DOGS OF WAR

Der kleine bissige Bruder von "War Machine". Cooles Intro und Outro, das Riff fletscht die Zähne, Rudd kloppt die

Drums, der Refrain ist mächtig, markant und grimmig! AC/DC in sehr guter Form. Stärkster Song des Albums. Gleiche

Punktzahl wie "Play Ball", aber vorn, weil er einfach gemeiner ist. ROCKT!

9 / 12 Punkte

VI. GOT SOME ROCK & ROLL THUNDER

Der Track hat es schwer, nach der "Dogs of War" Kanonade. Das Riff kann was, der Refrain ist eingängig aber eher

ein "Grummeln" als ein "Thunder". Den findet man eher im Riff. Das Klatschen unter den Drums verleiht dem Track ein

nettes 70er Flair. Angus Soli gefallen, wenn sie auch kurz sind. Aber seit wann werden AC/Dc Songs ausgefadet?

Eindeutige Tätlichkeit! Rote Karte für die Produzenten! Trotzdem setzt sich der Track gegen "Rock the Blues away"

durch.

6 / 12 Punkte

VII. HARD TIMES

"Hard Times", Schwere Zeiten scheinen groovy zu sein. Das Riff klingt knusprig, der Fuß wippt automatisch mit. Ein

solider Track, der seinen Job macht, ohne sich dabei besonders hervor zu tun.

6 / 12 Punkte

VIII. BAPTISM BY FIRE

Baptism by Fire zieht das Tempo wieder an und glänzt mit einem verspielten, abwechslungsreichen Riff, das trotzdem

holzt. Ein Kunstgriff! Den größten Trumpf spielt der Track aber mit seinem Refrain. Der rockt einfach und ist der

coolste vom Album Ensemble. Angus hat hier mal wieder auf 110% geschaltet und Brian hat hörbar Spaß. Eindeutig ganz

weit vorn auf der Platte! Beim Schreiben dieses Textabschnitts hat der Autor sich für die gleiche Punktzahl wie für

"Play Ball" und "Dogs of War" entschieden, um den Track noch entsprechend mehr zu würdigen. Auch für die dann doch

mal erreichte Radiolänge des Tracks.

9 / 12 Punkte

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 27.11.2014 | 20:12

IX. ROCK THE HOUSE

Rock the House rockt das Haus. Ähnlich schwungvoll wie "Baptism by Fire" kommt der Beginn vom Riff aber ein wenig

zu konfus daher. Das Zepplin Hommage Riff sprengt aber wieder die Boxen und der Refrain hätte auch gut auf die

"Razors Edge" Platte gepasst. Kracht!

7 / 12 Punkte

X. SWEET CANDY

Nach einem coolen Intro kann man sich Angus richtig vorstellen, wie er grimmig die Schnute verzieht und das

dreckige Riff schrappt. Da gibt es wieder die so essentiellen Pausen. Brian legt sich richtig ins Zeug. Der Refrain

ist eigentlich ziemlich stark, wird aber unfreiwillig komisch, denn der Backgroundchor klingt, als hätte man Stevie

und Cliff Wäscheklammern an die Fruchtbarkeitsbeutel geklemmt. Angus entschädigt mit einem gemeinen und fiesen

Solo. Zitat von Stevie und Cliff: WHHHEEEEEEEEEEEEEEEEE! =D

7 / 12 Punkte

XI. EMISSION CONTROL

Dreckig und lässig kommen das Intro und das Riff. Die Einleitung zum Refrain ist dann aber recht dudelig und klingt

wie "lalala". Der Refrain ist im krassen Gegensatz dazu aber wieder fies, gemein und rockig und zum Ende hin ist es

ein Wunder, das Angus nicht ein paar Seiten reißen, so sehr malträtiert er die Klampfe. Dann wird der Track

tatsächlich wieder ausgeblendet. Brendan, du blendest einen AC/DC Track aus. Wie konnte er das machen, er hat doch

bereits die rote Karte gesehen!? Das war dann wohl Mike Fraser. Sieht auch glatt Rot dafür! Finale vergeigt!

5 / 12 Punkte

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 27.11.2014 | 20:12

Fazit: Rechnerisch kommt das Album im Schnitt bei mir übrigens auch, wie bei Dennis Plauk, auf 6 / 12 Punkte. =D
Gefühlt aber 8 / 12 , weils Frank sich so über ein neues AC/DC freun tut.^^

Beim ersten Hören war ich nicht wirklich zufrieden, nur mit Play Ball, Rock or Bust und Dogs of War. Beim zweiten

Hören fiel mir dann noch Baptism by Fire sehr positiv auf, ging ins Ohr und gefiel mir immer besser. Auch die

meisten anderen Songs konnten nach mehrmaligem Hören noch zulegen. Jetzt bin ich doch zufrieden und freue mich über

das neue Album.

Ein kleiner Wermutstropfen ist leider die kurze Spieldauer des Albums. Da gabs bei Black Ice doch deutlich mehr zu

hören.

2 Dinge empfinde ich allerdings wirklich als Verbrechen:

1. Man blendet keine AC/DC Songs aus. Angus schrappt, läuft an, springt hoch, landet und mit einem Schlußakkord ist

der Song vorbei. Oder er spielt ein cooles Outro. Aber man blendet keine AC/DC Songs aus!

2. Die mit Brians Stimme gelayerten Chöre, besonders bei Miss Adventure und Sweet Candy. Warum haben sie nicht

einfach Stevie und Cliff brüllen lassen, so wie es ihr Job wäre? Oder es wenigstens dezenter eingesetzt, bzw

"MÄNNLICHER", wie bei den restlichen Tracks.

Generell habe ich am Sound aber nichts auszusetzen, der kracht wie eh und je. Auch den Hall auf Brians Stimme und

Angus Soli finde ich gut.

Überhaupt liefert Brian eine tolle Leistung ab. Seine Stimme klingt gut wie nie.

Stevie Young hat sich ein Bein ausgerissen um seinem Onkel gerecht zu werden. Große, mächtige Fussstapfen, in die

er da tritt.

Phil Rudd macht seinen Job wie immer, er schaltet in den Drumcomputermodus und holzt. Schade, das er sich

persönlich in solche Schwierigkeiten gebracht hat und sein Verhalten wird ihn wohl auch seinen Platz auf der Tour

kosten. Ich hoffe er besinnt sich!

Cliff, dich hat auch keiner vergessen. Du machst wie immer deinen Job!

Angus! He! Halt doch mal still! Du bist immer noch der beste Gitarrist der Welt! Fakt! Und auf der Tour darfst du

dann auch wieder 10 Minuten Soli spielen!

Malcolm, ich bin so traurig.....es ist nicht fair. Im Herzen sehe ich dich neben Angus, Brian, Phil und Cliff auf

der Stage. Punktgenau hämmerst du die Riffs und brüllst den Refrain! Für immer!

ROCK OR BUST!

AC/DC FOREVER!

Avatar von Frank_Frantic Frank_Frantic 27.11.2014 | 20:18

verdammt, ich habe die Textformatierung versemmelt, weil man nur 3000 Zeichen auf einmal posten kann =(

Wer den Text ein wenig übersichtlicher haben möchte, ich habe ihn hier als txt-Datei hochgeladen:

http://ge.tt/api/1/files/5tQQWO52/0/blob?download

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