0 Autor: Dirk Siepe

The Donnas - Gold Medal

Gold Medal

Wenn die Donnas weiter so schnell erwachsen werden, sind sie in ein paar Jahren vergreist. Doch noch kann man mit den Mädels prächtig Spaß haben.

Der holprige Punkrock der Anfangstage gefiel der Band nach eigener Aussage sowieso nie besonders, man konnte halt einfach nicht besser spielen und sich erst recht keine fette Rockproduktion leisten. Und in die Ramones-meets-Runaways-Schublade wurden sie auch nur gesteckt, weil sie nun mal weiblich sind und auf alberne Namensspielchen standen. Nun wollen sie mit ihren richtigen Namen angesprochen werden, haben durch Unterricht ihre instrumentalen Fähigkeiten noch weiter verfeinert und das Geld für ein amtliches Studio samt namhaften Produzenten ist nach den jüngsten Erfolgen ebenfalls verfügbar. Butch Walker heißt der Mann, der mit u.a. Sevendust und Avril Lavigne bereits gezeigt hat, dass er ein erfolgreiches Händchen für massenkompatiblen Alternative Rock besitzt, und auch bei "Gold Medal" hat er nichts falsch gemacht. Ein kraftvoll rockendes Album ist es geworden, aber auch eines mit starkem Pop-Appeal, und auch wenn ihr Major-Debüt "Spend The Night" vor zwei Jahren in Sachen Professionalität schon ziemlich weit vorne war: So sexy wie der Titeltrack swingte es bei den Donnas bisher noch nie. Herrlich simple Riffs nach Art von Kiss und AC/DC haut Gitarristin Allison Robertson zwar immer noch lässig aus dem Ärmel, doch der Trend geht fast schon in Richtung 'adult oriented rock' (dabei sind die Ladies gerade mal Mitte 20) mit wohlweislich überlegten Soloeinsprengseln. Auf so ausgefeilte Hits wie "Don't Break Me Down" oder "Revolver" wäre jedenfalls auch ein Tom Petty mit Recht stolz.

Bewertung: 9/12

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