Schnell, schnell. Gleich geht"s los. Schnell, sonst gibt es kein Entrinnen mehr. Die Ruhe in "Zero" trügt. Die Hölle haben Envy schon losgetreten, es kann sich nur noch um Sekunden handeln, bis selbige losbricht bis "Farewell To Words" einen verabschiedet. In das Ende? In eine andere Welt? Wer weiß. Envy erzählen von Schmerz, den Tetsu Fukagawas gepeinigte Stimme beinahe greifbar macht. Das treibt, das hat Tempo, das reißt mit. In die Tiefe, in die Höhe, mit voller Wucht gegen eine Wand aus Wut, aus Verzweiflung und Trauer. Doch dann diese Gitarren, diese bittersüßen, aufeinandergeschichteten Melodien, die einen umgarnen, sanft auffangen, um einen im nächsten Augenblick wieder in der Luft zu zerreißen. Was Envy auf diesem Album in elf Stücke packen, ist großartig. Hart und schön, wild und zerbrechlich. Das ist Postrock, Hardcore, Screamo, das ist ein Geschenk für jeden, der Cave In, Standstill, Engine Down, Isis oder Neurosis mag. Ein Dank geht hiermit auch an Mogwai, die dieser Band auf ihrem Label Obhut gewähren und sie uns Europäern zugänglich machen.
Bewertung: 10/12
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