Punk/Rockabilly aus Australien? Auch das gibt es. Überraschungen musikalischer Art sind damit zwar nicht zwangsläufig verbunden, aber immerhin eine solide eingespielte Platte, die man getrost neben die Produkte der entsprechenden amerikanischen Kollegen stellen kann, ohne Niveauunterschiede befürchten zu müssen. Die gemeinsame Australien-Tour mit Green Day dürfte von daher die Fans beider Lager befriedigt haben. Das Debüt des Trios von Down Under ist über weite Strecken die technisch gelungene Umsetzung des Punkabilly-Vollgas-Prinzips, inklusive Kontrabaß und The Clash-Reminiszenzen. Gute Arrangements und teilweise nette Ideen ergeben durchaus annehmbare Partymusik, aber aufgrund der einförmigen Grundstruktur auch nicht vieles, was sie außerhalb dieser bereits reichhaltig gefüllten Schublade am Leben erhalten könnte. Die stärksten Momente des Albums finden sich immer da, wo man die Standards des Genres ein wenig hinter sich läßt, aber solche Passagen lassen sich wohl an den Fingern einer Hand abzählen. Ein Tip: Der ausschweifende Blick über den Tellerrand kann manchmal Wunder bewirken...
Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 10.0/12
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