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Harmful - Wromantic

Wromantic

Harmful haben aufgeräumt - Label-technisch, Sound-mäßig und vor allem songwriterisch. Leicht konsumierbare Musik ist dennoch was anderes.

Aren Emirze hat die Melodie entdeckt. Und den Mut zur Schönheit. Der deutschen Extremisten-Ausgabe eines Sängers, Gitarristen und Songschreibers gelingt der Drahtseilakt zwischen musizierter Brutalität und melancholischer Intensität inzwischen geradezu spielerisch. Sicher, jeder der zwölf Songs ihres vierten Albums atmet diese (selbst)zerstörerische Harmful-Traurigkeit - berstende Gitarrenwände prasseln auf dich ein, die Rhythmik ist derb verstörend und verstörend derbe, und überhaupt: Luft holen gibt’s nicht. Doch gleichzeitig ist es einfacher geworden, in den alles niederwalzenden Harmful-Lärmpanzer einzusteigen. Denn sie haben die Funktionalität von Struktur, Griffigkeit und einer schönen Melodie kennen und schätzen gelernt, ohne ihre brachialen Urtriebe zu vergessen. Es dringt förmlich aus den Boxen, dieses Erkennen, dass jetzt alles besser ist. Jetzt, da die Label-technischen Rückschläge im Rahmen ihres dritten Albums „Counterbalance“ hinter ihnen liegen. Jetzt, da man sich gewiss ist, dass ein prominenter Superproduzent, wie seinerzeit Dave Sardy, nicht unbedingt bessere Arbeit abliefert als ein alter Freund - wie in diesem Fall wieder Guido Lucas. Ihr bislang stärkstes Album. Mit Abstand.

Bewertung: 9/12

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