Melodischer Punkrock made in Israel - das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern sogar ungewöhnlich gut.
Wie oft habe ich mir eigentlich schon geschworen, dass melodischer Punkrock gefälligst tot zu sein hat, auf jeden Fall aber keine Platten mehr hervorbringt, die man guten Gewissens weiter empfehlen kann? Und wie oft musste ich mir nicht zuletzt dank des plötzlichen Auftauchen der Herren und Damen Wipp-Fuß, Nick-Kopf und Steig-Laune eingestehen, dass für diese eine Platte mal eine Ausnahme gemacht wird? Dies soll auch für Useless I.D. gelten, und das nicht etwa aus irgendwelchen Exotenboni-Gründen - dass die vier Jungs aus Israel kommen, ist erst mal egal. Was zählt, ist, dass „Bad Story, Happy Ending" einfach genau die gute Platte geworden ist, die man nach der Split-CD mit den Ataris erwarten konnte. Clever austariert zwischen melodischen Bleifuß-Hopplern im Stile früher Lagwagon und gediegeneren Schmeichelrock-Arrangements, wie sie beispielsweise die Ataris hegen und pflegen, wird hier für eine gute halbe Stunde und 15 Songs ein Fass der guten Laune aufgemacht, um das zu tanzen ich hiermit herzlich einlade.
Bewertung: 8/12
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