0 Autor: Jörg Staude

Queensrÿche - Q2K

Q2K
  • VÖ: 01.01.1999
  • Label: Atlantic/eastwest
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 80

Rückblende: 1986. Eine Zeit, in der Rockmusiker besser aussahen als ihre Freundinnen und Dekadenz mit großem ‘D’ geschrieben wurde. Trotzdem gab es gute Rock-Alben, eines davon war sicherlich ,,Rage For Order" von Queensryche, einer Seattle-Kapelle, die sich von einer Klischee beladenen Maiden-Kopie zu einer für diesen Musikbereich seltenen Intellektuellen-Combo entwickelt hatte und in der folgenden Dekade Meisterwerke abliefern sollte, die ihrer Zeit stets voraus waren. 1999 stellt sich nach dem Weggang des Hauptsongwriters Chris DeGarmo, der sich mit Jerry Cantrell von Alice In Chains zusammen getan hat, die Frage, ob das Modell ‘Queensryche 2000’ (Q2K) funktioniert. Tut es, in gewissem Rahmen. Produzent Kelly Gray (u.a. Candlebox, Brother Cain, Second Coming) hat sich als DeGarmo-Ersatz gut eingefügt, der Grunge-Ausrutscher ,,Hear In The Now-Frontier" (1997) ist vergessen. Und: Spätestens ab ,,Liquid Sky" sprüht der alte Innovationsfunken wieder, speziell ,,Wot Kinda Man" und das epische ,,The Right Side Of My Mind" schlagen in die ,,Empire"-Kerbe. Ob das aber für ein Comeback im großen Stil reicht, wage ich zu bezweifeln. Queensryche sind wieder mehr Geheimtip als alles andere. Ist vielleicht auch besser so.

Bewertung: 9/12

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