0 Autor: Christian Schaub

Pavement - Brighten The Corners

Brighten The Corners

Die Besinnung auf eigentliche Stärken. Malkmus komponiert wieder, weniger zerhackstückelt als zuletzt auf "Wowee Zowee", dafür wieder transparenter, nicht minder unbequerm, aber doch leichter, beinahe beschwingt, mit nur gelegentlich schäumenden Stromschnellen.

Die kleine Melodie wird wieder groß geschrieben und in langen Zügen gemächlich vorangetrieben. Auf dem 5:21 langen "Type Slowly" mit geradezu epochaler Durchschlagskraft: Neue Töne, wie elektrische Sitar, das zu Beginn leicht HipHop-lastige "Blue Hawaiian" und hintergründige Wind- und Säusel-Geräsuche wirken eher anreichernd, denn verstörend. Die Ruhe nach dem Sturm? "Stereo" und "Date With Ikea" weisen trotz kneifender Gitarrendominanz in Richtung klassisches Songwriting. Vielleicht so etwas wie ihr weißes Album? Das fehlende Bindeglied nach "Crooked Rain, Crooked Rain"? Völlig belanglos, solange Pavement weiterhin derart unverdorben beweisen, daß man R, o, c, k auch anders buchstabieren kann. Daran wird auch keine Rechtschreibreform je etwas ändern.

Leserbewertung: 9.1/12

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