The Piano has been joking. Fun, Spielfreude und der Versuch, alles andere als platte Unterhaltungsmusik zu machen, standen beim Album von Ben Folds Five im Vordergrund. Wer hier den ultimativen Alternative-Piano-Rock erwartet, liegt allerdings ebenso falsch wie Tom Waits-Fans oder gar Richard Clayderman-Fetischisten. Ben Folds versteht seinen Steinway-Flügel mehr als Kommunikations-Decoder zwischen Pop-Musikern und Freunden nicht alltäglicher Radiomucke. So umgibt er sich mit verschiedensten Musikern, die ihn bei seinem Vorhaben, Flügel-Pop in neue Sphären zu erheben, tatkräftig unterstützen. Flüchtig erklingen Ahnungen von den frühen Queen, tauchen Spuren des innovativen Bryan Ferry der 70er Jahre auf - leise verwoben in das laszive Spiel eines Donald Fagen. Im direkten Vergleich war das Debütalbum deutlich rockiger als das jetzt vorliegende - vielleicht liegt`s daran, daß es Major-Companies eben mainstreamig lieben. Letztendlich ist "Whatever And Ever, Amen" aber einfach nur ruhiger verspielt, keineswegs jedoch Kuschelrock-kompatibel.
Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12
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