Die hatten Royal Republic mit ihrem vor Energie brodelnden Debüt "We Are The Royal" ausgiebig bereist und beglückt. Wieder zu Hause in Malmö fanden sie ein wenig Zeit, sich Sorgen um die Lage der Nation zu machen. Zu viele aber nicht, sie haben ja Lösungen parat. Eine lautet "Make Love Not War (If You Have To Make War – Make Sure To Make Love In Between)", eine andere "You Ain’t Nobody (’Til Somebody Hates You)". Unmissverständliche Zweieinhalbminüter, mit denen Royal Republic mittelgroße Themen im Handumdrehen handlich kleinmachen. Dafür nutzen sie dasselbe Werkzeug, mit dem Danko Jones, die Hives und Hellacopters schon gekonnt hantierten. Hingerotzte Riffs, leicht verbogene Melodien und eine x-fach wiederholte Titelzeile, die alles und nichts sagt – fertig ist die Royal-Republic-Reminiszenz an geradlinigen Rock’n’Rotz’n’Roll, der sich länger nicht gewaschen hat. Hier droht weder Doppelbödigkeit noch Detailflut. "Save The Nation" ist vielmehr effektiv als innovativ, und Royal Republic verlieren kein Wort zu viel. "Strangers Friends Lovers Strangers" greift schon im Titel einen Gedanken auf, der nach amourösen Debakeln im Raum hängt, um ihn flugs mit Mundharmonika und feuriger Gitarre in den Wind zu blasen. Und "Revolution" ist ein kurzes, aber unwiderstehliches Rumpeln, mit dem uns Royal Republic ruppig durch den Hinterausgang aufs löchrige Kopfsteinpflaster schubsen. Jeder nur einen Stein! Wer unsicher ist, wohin er zielen soll: Royal Republic wissen, wo es garantiert scheppert.
Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12
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