Die wiederum durchaus erfolgreich sind, somit haben die kalifornischen Soul-Poprocker erst einmal einige Argumente auf der Habenseite. Trotzdem die sofortige Prognose: Diese Band polarisiert auch mit ihrem dritten Album. Das liegt zum einen sicherlich an der, nun ja, etwas übertrieben exzentrischen Stimme von Nathan Willett, zum anderen an der Verwechselbarkeit der Band. Es hat sich also nicht viel geändert auf Mine Is Yours? Nicht ganz. Mit Produzent Jaquire King, der unter anderem mit so unterschiedlichen Künstlern wie Norah Jones, Tom Waits und Modest Mouse zusammengearbeitet hat, scheint die Band einen guten Fang gemacht zu haben. Der Sound jedenfalls klingt spürbar dichter und ausgewogener, in manchen Songs, zum Beispiel in "Royal Blue", erzielt die Gitarre eine ähnlich wohlige Wärme, wie man es sonst eher von den großartigen The Walkmen erwarten würde. Und dennoch: So wie der Titelsong oder "Finally Begin" als pfiffige Popsongs Respekt abverlangen, so unnötig und trotzdem aufdringlich boxt etwa "Sensitive Kid" blind in den Gegner. Und das auch noch mit einer Melancholie, die eher belustigt als traurig macht. Auch das darauffolgende "Bulldozer" macht das alles irgendwie nicht besser. Spätestens jetzt ist wieder der Punkt gekommen, an dem auffällt, dass die Cold War Kids nach Clap Your Hands Say Yeah! klingen, nach den White Rabbits, kurzzeitig sogar nach Muse - oder einer ganzen Menge anderer Bands. Doch wie klingen eigentlich die Cold War Kids?
Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 9.2/12
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