Sagen wir "bedachter" oder "durchdachter". Der Opener von "Bilder fressen Strom" erweist sich als Gegenpart, denn in den fünfeinhalb Minuten von "Die Schlachtung" wären wohl 20 Songs des Vorgängers untergekommen. Dafür gibt es nicht nur hier, sondern auch in einigen anderen Stücken lange Instrumentalparts, ja, drei Stücke verzichten gar vollständig auf Text. Ein Thrash-Solo hier, einige Elektro- und Sampleparts da (von Kathers Alterego Elektrokill), und Pöbel-&-Gesocks-Sänger Willy Wucher als Gast zeigen, dass der JaKa-Kosmos nicht stillsteht. Aber der Großteil auf Bilder fressen Strom ist wieder knackig-kurzer und sarkastischer Grindcore gegen die Trends der modernen Konsum-, (Medien-, Kapital-, Leistungs-)gesellschaft. Das weiß man, was man hat.
Bewertung: 8/12
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