1 Autor: Dirk Siepe

Juliette Lewis - Terra Incognita

Terra Incognita

Ihre Band The Licks ist nicht mehr dabei, was sehr schade ist. Aber unverwechselbar ist hier nun einmal nur der Gesang.

Nachdem Juliette Lewis auf dem letzten Album "Four On The Floor" auf Schützenhilfe von Dave Grohl am Schlagzeug vertrauen konnte, hat sich die rockende Scientologin diesmal die Mitarbeit einer anderen Ikone des alternativen Rockgeschehens gesichert: Omar Rodriguez-Lopez hat "Terra Incognita" produziert, die passenden Musiker ausgesucht und sicherlich auch ein paar Ideen beigesteuert. Klangeskapaden nach Art von Mars Volta muss man jedoch nicht befürchten, lediglich "Female Persecution" schert mit rückwärts gespielten Drumtracks und allerlei Spielerei aus der Spur. Leider wirkt die betont experimentelle Nummer zu gekünstelt, doch für Lewis war dieser Befreiungsschlag wichtig, weil sie sich erklärtermaßen nicht mehr hinter Riffmauern verstecken möchte. Hat sie mit ihrer tollen Stimme ja auch gar nicht nötig, und der vielschichtige, weniger vordergründige Sound steht ihr gut zu Gesicht. Allerdings: Die besten Lieder wie das knackig pumpende "Fantasy Bar", wo sie ihre Vokalkünste voll ausschöpfen kann, "All Is For God" oder der feine Titeltrack hätten genauso gut auf die beiden Vorgänger gepasst. Und die Schuhe von Patti Smith oder Janis Joplin sind ihr noch immer eine Nummer zu groß, wie der Blues "Hard Lovin’ Woman" zeigt. Ein spannendes Album ist Lewis trotzdem wieder gelungen.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 9.0/12

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Kommentare (1)

Avatar von DEKKERT DEKKERT 07.08.2010 | 19:39

auch mal live hingehen.
macht spass.
nina hagen auf englisch

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