Pete Yorns Zusammenarbeit mit der weniger optisch als gesanglich polarisierenden Schauspielerin erscheint zwar erst im September, wird aber schon jetzt von seinen weiblichen Fans auseinandergenommen. "Back & Fourth" droht dadurch fast in der Klatsch-Bugwelle unterzugehen, handelt es sich doch um Yorns bisher unauffälligstes Album: Mit fester Band eingespielt und produziert von Saddle-Creek-Produzent Mike Mogis fehlen jene Höhen und Tiefen, durch die einem seine Tages-Trilogie ans Herz wuchs. Der Wohlfühl-O-Meter schlägt nicht mehr eruptiv in beide Richtungen aus, sondern hängt im immergrünen Bereich der Gleichförmigkeit fest. "Shotgun" verursacht eine der wenigen Spitzen auf der Anzeige, gefolgt von "Last Summer", in dem sich das organische Bandgefüge durchaus positiv bemerkbar macht. Yorn hat sich erwachsen gespielt und scheint seinen Helden Springsteen und Young auch in punkto Altersweisheit näher gekommen zu sein. Bisher konnte man mit ihm bis in die Nacht saufen, morgens den Kater überwinden und dann den Tag überstehen. Jetzt hat sich Yorn von der liebgewonnenen Zweisamkeit verabschiedet. Vielleicht kehrt er ja bald zurück, denn seine erste Single mit Johansson klingt erstaunlicherweise spannender als das Meiste auf "Back & Fourth".
Bewertung: 6/12
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