Dabei ist "The March" so etwas wie die
Summe aller bisherigen Unearth-Teile: Metal-Geriffe und HC-Breakdowns – Geschwindigkeit
und Brutalität gehen weiterhin Hand in Hand. Das Spielchen wurde auf ihrem vierten
Album von Adam Dutkiewicz (Killswitch Engage) auf den Punkt produziert. Auch der neue
Drummer Derek Kerswill überzeugt ab dem ersten Einsatz, spielt er doch ein wenig
dynamischer auf und lässt so den während der 2007er Tour ausgestiegenen Mike Justian
schnell vergessen. Jedoch, man ertappt sich dabei, all diese Elemente bis auf Weiteres
vorhersagen zu können. Jetzt schneller Mosh-Part, dann also gleich Metal-Solo, dann
Doublebass, dann finsterste Growls. Thrash vergessen? Dann on top hinterher, doppelt
druckvoll. Nicht falsch verstehen, das macht richtig Spaß und hält die Konkurrenz auch
weiterhin auf Distanz, aber man fühlt sich nicht mehr wie vormals noch bei "III. In The
Eyes Of Fire" oder "The Oncoming Storm" am Nasenring durch den Wrestlingkäfig gezogen
und dabei immer wieder feste mit der Stirn vor die Manegengrenze geschlagen. Unearth
sind jetzt als Aushängeschilder in der Mitte der Metal-/HC-Gesellschaft verwachsen,
viele andere wollen dort noch ankommen. Gibt wesentlich schlimmere Lebenslagen, auch
für Musiker.
Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 7.0/12
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