Ausgetretene Pfade kann man innovativ beschreiten, indem man genug Haken schlägt. Auf den Spuren von Bands wie Since By Man, Every Time I Die oder Underoath zeigt das Quintett aus Phoenix/Arizona, wie man es machen sollte. Elektronische Effekte, hymnischer Emo-Rock, zückersüße Melodien, schleppende, chirurgisch präzise Moshparts, wütende Chorgesänge, dreckige Rock-Riffs, weiblicher Backgroundgesang mit Soulreferenzen, zusammengehalten von einem extrem variablen Sänger bilden ein Ungetüm, das seinesgleichen sucht. Greeley Estates unterstreichen damit eindrucksvoll, dass sie alles andere sind als eine weitere Screamo-Kajal-Eintagsfliege. Auf ihrem mittlerweile dritten Album hauchen sie dem Genre ein wenig neues Leben ein, das in den vergangenen Jahren so viele gesichtslose Bands hervorgebracht hat.
Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 10.0/12
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