0 Autor: Steffen Eisentraut

Endstand - Spark

Spark
  • VÖ: 28.09.2007
  • Label: Combat Rock Industry / Broken Silence
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 178

Ob das hier jetzt Old School oder New School ist, bleibt nebensächlich. Wichtig ist die bedingungslose Euphorie, mit der uns Endstand mitreißen.

Seit elf Jahren, unzähligen Konzerten und drei regulären Platten gehören die Finnen zu den Guten der Szene und krönen ihr bisheriges Schaffen mit diesem Album. Es bringt auf den Punkt, wofür sie standen und stehen: treibenden, schnörkellosen, hymnischen Hardcore mit positiver Grundaussage. Die Zukunft liegt in unseren Händen, es kommt nur darauf an, was wir mit ihr machen. Das erinnert zuweilen an Comeback Kid oder an The Hope Conspiracy an einem gutgelaunten Tag. Zwischen alter und neuer Schule, punk- und metallastigen Riffs, immer mit 100 Prozent Herzblut. Endstand wollen raus. Der Tristesse, der Arbeitslosigkeit, der Langeweile ihrer Kleinstadt entkommen. Sie sind nicht ohne Grund pausenlos auf Tour. "Pressure Release" legt davon Zeugnis ab: "There’s always gonna be kids hating what we do/ but you know what – I’m not doing this for you/ this is my outlet, my pressure release/ my chance to do whatever I please!" Manchmal bedarf es eben keiner komplexen Metaphorik. Im abschließenden "Heart Of Gold" versprechen Endstand, noch viele Jahre weiterzumachen – trotz leerer Geldbörsen, gehobenen Alters und einsetzenden Haarausfalls. Im Ernst: Kann eine Band noch ehrlicher sein?

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12

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