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    Agnostic Front
    Warriors

    VÖ: 09.11.2007 | Label: Nuclear Blast/Warner

    4-Ohren-Test

    Tür zu, der Feingeist bleibt draußen. Mal unter uns: Agnostic Front kann man nur mit ihren eigenen Maßstäben messen. Sonst hat das alles keinen Sinn, sonst würde man nicht schätzen können, dass Roger Miret noch immer mehr kaut als spricht, und dass viele seiner Vocals mehr nach Husten bei vollem Mund klingen. Das Artwork ist Vollbollo? Egal, trotzdem großartig. Passt doch. Und wer einmal vorurteilsfrei bei „Warriors“ hinhört, der stellt fest, dass Agnostic Front ein verdammt vielseitiges Album aufgenommen haben – in ihren Maßstäben, wie gesagt. Streetpunk, Hardcore, ein paar Old-School-Metal-Salven. Manchmal wie Biohazard zu „Urban Discipline“-Zeiten mit Double-Bass. Manchmal wie sie selbst zu „United Blood“-Zeiten mit mehr Breaks. Wenn dieses Album eine andere Band mit einem weniger polarisierenden Image aufgenommen hätte, meinetwegen Rancid, dann stünden wir hier nicht mit zwei Meinungen, sondern sprächen über eine Schönheit. Klar, es gibt innovativere Bands. Aber dieser Shit ist doch so schön ernst gemeint. New York, HC, ihr wisst schon. True und real. Was jetzt noch zur Weltherrschaft fehlt, das sind Agnostic-Front-Plastik-Action-Figuren. Mit dem original „Stigma-reißt-alle-zwei-Minuten-die-Gitarre-in-die-Luft“-Extra. Und Sprachausgabechip für Miret, der jede Minute einmal brüllt: „Uuunityyyyy! Stiiigmaaaa!“. „This Is A Message. This Is For You. Never Forget The Lower East-Side-Crew!“ Super.
    Nils Klein 8

    Wenn aus „…a struggle to survive“ „…o-stroggo-to-sovoiive“ wird, war es an der Zeit für eine neue Agnostic Front. Ob es das wirklich war, die Frage stellt sich leider nicht. Dann machte man die Rechnung ohne die, die den NYHC so ziemlich angezettelt haben. Auch im 25. Jahr ist das AF (zumindest Miret und Stigma) Grund genug, ein Album zu machen. Da liegt er nun, der „Warrior“, und sieht aus wie ein richtig schlechter Versuch, ein Covermotiv für „300“ mit DPaint auf dem Amiga selbst zu zeichnen. Außen ein unglaublicher Quatsch, regiert drinnen der Ernst – so formuliert, dass ihn auch der stumpfste Fleischpacker noch versteht. Roger Mirets spezieller Hust-Sprech galt 1985 als „wie mit einer Pistole hingeschossen“. 2007 gleicht er einem „mit der flachen Hand aus dem Hinterkopf geklatscht“. Klar: Als Agnostic Front 1986 mit „Cause For Alarm“ dem Metal zeigten, was noch alles aus ihm werden kann, war Hatebreeds Jamey Jasta acht Jahre alt und konnte sich gerade nicht entscheiden, ob er Lokomotivführer oder Feuerwehrmann werden will; in Deutschland war Falco mit „Jeanny“ auf der eins, südlich von Seattle beschließt ein Blonder Stoner mit Dale Crover von den Melvins, Nirvana zu gründen. Also: Agnostic Front waren totale Underdogs. Und mit diesem Album werden sie wieder zu welchen. Nur ganz kurz kommt hier Freude auf: Es lacht das Herz, wenn Drummer Steve Gallo mit seinem Halftime-Beat vor zwei Dekaden sperrangelweit aufgestoßene Türen… Nee. Hilft alles nix.
    Philipp Welsing 4

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