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0 Autor: markus hockenbrink

Spoon - Ga Ga Ga Ga Ga

Ga Ga Ga Ga Ga

Back to basics: Der ewige Geheimtipp sucht die Stelle, an der durchdachter Indierock wieder einfach wird. Und wenn möglich lässig.

Wo der Name Britt Daniel fällt, wird auch oft die Hoffnung geäußert, seine Band Spoon möge in irgendeinem Paralleluniversum bitte furchtbar berühmt sein. Die Gründe, weshalb das wahrscheinlich nicht so ist, bleiben auch auf "Ga Ga Ga Ga Ga" verborgen. Abgesehen von einem griffigeren Albumtitel bietet die Band wieder mal alles und mehr, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dabei ist Daniels wie der Mann, der Woche für Woche dieselben Lottozahlen ankreuzt, um irgendwann zu punkten. Seine Vorstellung davon: Die Unschuld zurück in den Rock'n'Roll bringen und gleichzeitig den Bescheidwissern mit fünf Metern Plattensammlung zu gefallen. Sein Rezept: Dreiminütige rhythmusorientierte Songs, die selbstbewusst mit Know-how strunzen, und dazu eine Stimme, die bodenständig klingt, Replacements-mäßig. Vielleicht ist das zu direkt, zu nackt, zu sauber. Was ihre Gesten anbelangt, scheuen Spoon nämlich nach wie vor Übertreibungen, Wiederholungen, Maschen und sonstige Zaunpfähle. Kein Emo und kein Ego, aber auch keine Angst vor Saxofonen. Neue Platte, neues Glück.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 10.0/12

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