Nächstes Jahr feiern Bouncing Souls ihr 20-jähriges Bestehen und ihr zehnjähriges Jubiläum bei Epitaph. Da wissen die vier aus New Jersey natürlich, was sich gehört: Flotte Chöre und Gitarrenhooks tanzen Ringelreihe durch "The Gold Record“. An Abwechslung mangelt es nicht. Mit "Letter From Iraq“ springt ein politischer Hochgeschwindigkeits-Einwurf heraus, außerdem ein U2-Intermezzo in "The Messenger“, Stakkato-Gesang in "Lean On Sheena“ oder auch "The Pizza Song“ mit Akustikgitarren, Akkordeon und Trötensolo. Klar, dass es auch an archetypischen Brüllern nicht mangelt. Dem Titel "The Gold Record“ entsprechend ist das Album auf Hochglanz poliert und soll wohl den Zenit der Bandkarriere darstellen, eine Best-of mit ausschließlich neuen Songs. Das kleine Melodycore-Einmaleins beherrschen Bouncing Souls mit links, Schmeichler-Zeilen wie "Sarah Saturday, like a perfect song makes me wanna sing along“ inbegriffen. Auch wenn gerade im Vergleich mit dem durchdachteren Vorgänger "Anchors Aweigh“ weniger hängen bleibt, stimmt man da ein, hebt die Tassen und fragt sich doch, ob das Plattenregal wirklich nach "The Gold Record“ verlangt.
Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 7.0/12
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