0 Autor: Maik Koltermann

Queens Of The Stone Age - Queens Of The Stone Age (Platten der Neunziger)

Queens Of The Stone Age (Platten der Neunziger)
  • VÖ: 05.10.1998
  • Label: Roadrunner
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 82 - Schönheit der Ausgabe

Ex-Kyuss-Gitarrist Josh Homme distanziert sich mit seinem neuen Projekt endgültig von seiner musikalischen Vergangenheit.

Knapp drei Jahre hatte es gedauert, bis sich der eigenwillige Gitarrist nach der Auflösung von Kyuss neu orientiert hatte. Die meisten seiner Fans befürchteten bereits, sich damit abfinden zu müssen, ihren Helden zukünftig in der zweiten Reihe der Screaming Trees verheizt zu wissen. Und dann dies! Zugegeben, gewöhnungsbedürftig ist das Debüt der Queens schon. Da wäre zunächst der eigenartig flüchtige Gesang Hommes, der in so einem so krassen Gegensatz zu der Röhre Garcias steht, dann die extrem minimalistischen Gitarrenriffs, die zumeist das Grundgerüst der Stücke bilden. Jede Menge Fragezeichen nach den ersten Hördurchläufen also, zwei Wochen später aber gehört dieser Band ein Stammplatz auf meiner Liste persönlicher Lieblingsplatten. Es scheint fast so, als entströme diesem Album eine spezielle Art von verkaterter Euphorie, die einem auch am verregnetesten Tag des Jahres ein gewisses Gefühl der gedämpften Freude vermitteln könne. Nölig zwar, verschroben und schräg auch, nichtsdestotrotz aber positiv und ganz nebenbei bemerkt auch ziemlich einzigartig. Nicht zuletzt von seinen Freunden von den Earthlings? inspiriert, meldet sich Homme mit einem neuen und ungemein interessanten Ansatz zurück, neben dem Garcias aktuelle Projekte äußerst blass wirken.

Leserbewertung: 11.0/12

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