05.09.2012 | 16:00 7 Autor: Dean Sprave RSS Feed

Muse – Drehen wissentlich durch

News 16856"Madness“, die zweite Singleauskopplung des neuen Muse Albums "The 2nd Law“ ist seit bereits zwei Wochen in vielen Gehörgängen zu Hause. Jetzt gibt es endlich auch ein passendes Video zum Song, das ein weiteres Mal die Frage aufwirft: "Ist das wirklich noch Muse?“

Dass Muse sich vom typisch rockig atmosphärischen Sound, der über Jahre hinweg als einzigartig galt, distanziert haben, merkten Fans bereits bei der ersten Single "Survival". Beim großen Olympia-Auftritt wurde ganz schnell klar, dass Melodien und Stimmungen kurzerhand durch elektronische Sounds, Bässe und Synthesizer ersetzt wurden. Plötzlich klangen Muse eher wie eine Neuauflage Queens gemischt mir ganz viel George Michael und einem DJ, der auch Skrillex begleiten könnte. Nicht schlecht, aber eben auch nicht mehr Muse.

Auch die zweite Singleauskopplung "Madness" zeigt, dass diese Veränderung nicht bloß ein Versuch zu sein scheint, sondern Muse jetzt eben so klingt. Ein Song, "entstanden nach einem Streit mit der eigenen Freundin" sagt Sänger Matthew Bellamy, "über das Gefühl, dass sie vielleicht doch Recht hatte". An sich nichts Besonderes. Wäre da nicht die zweite Intention des Songs. Er steht stellvertretend für die neuen Muse, ihren neuen Sound mit Soul-, Gospel- und R’n’B-Einflüssen. Nicht zu vergessen diese noch nie dagewesene moderne Aufmachung. Muse nutzen vielleicht bereits bekannte und möglicherweise auch schon oft gefeierte Klänge, schaffen es allerdings, sie neu zusammenzusetzen, sie stilvoll zu arrangieren und ihnen einen eigenen Stempel aufzudrücken. Das Wichtigste ist jedoch, dass sie ihr größtes Talent nicht verloren haben. Nämlich Songs zu schreiben, die Massen in einen Rausch versetzen können und sich lange in den Köpfen festbeißen.

Muse – "Madness"

Mehr zu...

Bookmark and Share

Kommentare (7)

Avatar von Powder To The People Powder To The People 05.09.2012 | 16:20

Also mal abgesehen vom brauchbaren Schlussteil ist der Song überflüssig. Die billigen Dubstep-Anleihen wären vor 3 Jahren vielleicht noch interessant gewesen, jetzt wirkt's nur wie hinterher rennen. Wenn schon eintauchen in elektronische Sounds, dann bitte mit Stil. Radiohead haben doch gezeigt wie sowas geht, das hier ist ein Tick zu plakativ.

Avatar von gulinthalid gulinthalid 05.09.2012 | 17:25

Naja, aber Radiohead nachgemacht wäre doch auch nicht wirklich fein, oder?

Avatar von Powder To The People Powder To The People 05.09.2012 | 18:45

Es geht um's Prinzip. Nicht nachmachen, aber genauso Arbeit reinlegen. Skillrex bastelt dir das zum Frühstück zusammen, und der ist schon scheisse.

Avatar von Woas Sois... Woas Sois... 05.09.2012 | 18:57

Ich denke die ganze Zeit, wie viel besser Queen schon vor 25 Jahren waren. Sorry, Muse muss ich nicht mehr haben.

Avatar von JustMe17 JustMe17 06.09.2012 | 17:46

Was hab ich Muse FRÜHER gemocht...schade drum!

Avatar von kleinerhobbit33 kleinerhobbit33 07.09.2012 | 10:10

Woasi, der Queenvergleich hinkt jetzt doch ein wenig. Queen waren einfach die besten, was alleine schon Freddies Gesang geschuldet war. Und auch die durften sich musikalisch schwer verändern, da wurde es eben akzeptiert. Ich weiß nicht ob man da jetzt in jeden Song ne Queen Kopie reininterpretieren sollte.

Ich habs im dazugehörigen Thread ja schon geschrieben, ich gehe mal frech von ner deutlichen Steigerung gegenüber der Resistance aus.

Avatar von patrik24 patrik24 08.09.2012 | 08:09

Einfach nur großartig, auf Muse ist Verlaß im positiven Sinn.

Bitte einloggen, wenn du diese News kommentieren möchtest.